Ich mache mich auf dem Weg in das Retreathaus am Ende der Welt, um mich in magischer Tantra-Praxis zu üben…

„It´s the same kind of story, that seems to come down from long ago. Two friends having coffee together, when something flies by there window. It might be out on that lawn, wich is wide, at least half of a playing field. Because there´s no explaining, what your imagination can make you see and feel. Seems like a dream. They got me hypnotized…“
Mit Fleedwood Mac im Ohr schaue ich aus dem Zugfenster.
Draußen: Lichte, noch kahle Wälder. Schmale, von der Frühlingssonne beschienene Äcker. Hecken, die Wiesen umsäumen.
Dazwischen: Wasser.
Kleine Weiher, aufgereiht wie Perlen an einer Schnur. Schmale Bäche, hin und wieder ein See. Irgendwann nimmt der Regionalzug den Weg über eine Brücke.
Ich starre in die Strömung des Flusses. Auch ich bin „hypnotized“.
Heute Nacht habe ich wild geträumt. Meine Seele schwingt sich ein auf das, was kommen wird.
Denn ich bin auf dem Weg in das Retreathaus am Ende der Welt. Mein Freund und Dharma-Bruder Uriel hat mich eingeladen. https://www.water-runs-east.eu/uriel/
Uriel – der Herr der Mühle – geht im Alltag einem seriösen, verantwortungsvollen Job nach. Weder seine zahlungskräftigen Klienten, noch seine Angestellten wissen, was sich hinter seiner freundlich-verbindlichen Fassade verbirgt:
Uriel ist tibetisch-buddhistischer Tantra-Meister. Er verfügt über Fähigkeiten, die in unserer Kultur ungewöhnlich sind.
Die hat er sich über viele Jahre hart erarbeitet. Unter schwierigen Umständen.
Denn die uralten tibetisch-buddhistischen Tantra-Techniken und Riten, die Uriel praktiziert, sind geheim. Und rar. Es gibt nur wenige tibetisch-buddhistische Lehrer, die sie beherrschen und darüber hinaus bereit sind, westliche Schüler darin zu unterweisen.
Vor zwei Jahren kaufte Uriel deshalb eine alte Mühle. Das einsam stehende Gebäude – direkt an einem Weiher gelegen und vom Mühlbach umschlossen – ist der perfekte Ort für geheime Tantra-Retreats.
Im historischen Dachstuhl richtete Uriel einen Schreinraum ein. Auf dem großen Altar thronen die Statuen der Buddha-Emanationen, mit denen er praktiziert.
Im Erdgeschoss der alten Mühle gibt es, seit Uriel die Sanierung abgeschlossen hat, eine Küche und einen großen Speiseraum. Im ersten und zweiten Stock stehen mehrere Zimmer bereit.
Nicht nur für die nepalesischen Lamas, die Uriel regelmäßig in sein Retreathaus am Ende der Welt einlädt, um sich von ihnen in geheimen Tantra-Praktiken unterweisen zu lassen.
Sondern auch für alle seine Dharma-Freunde, die mit ihm lernen und praktizieren wollen.
Uriel holt mich vom Bahnhof ab. We are two friends, having coffee together, while we´ll get hypnotized…
„Micha“ wasn´t happy with his pseudonym so he got relabeled to „Uriel“