Zwei Jahre nach meinem ersten Besuch mache ich mich bereit für eine weitere Opfergabe auf dem keltischen Opferstein auf dem Maimont…

Am Abend vor dem Aufbruch in den Pfälzer Wald packe ich meine Sachen. Dabei kreisen meine Gedanken um den keltischen Opferstein auf dem Maimont. https://www.water-runs-east.eu/maimont/

Am 24. September 1922 praktizierte ich an diesem seltsamen Ort ein „Hexen-Opfer“. https://www.water-runs-east.eu/hexenopfer/

Aus einer Laune heraus. Gedankenlos gegenüber den Konsequenzen. https://www.water-runs-east.eu/geister-gaeste/

Während ich Schlafanzug und Kosmetikbeutel in den Rucksack stopfe, wird mir bewusst, wie vollkommend naiv ich damals gewesen bin!

Als ich Obst und Blumen in der Schale des Opfersteins drapierte und das Räucherstäbchen entzündete, tat ich dies ohne jede Vorstellung davon, dass dieser simple Akt derart dramatische Folgen haben würde!

Am 28. September – vier Tage nach meiner Opfergabe – lernte ich unter seltsamen Umständen Maria kennen.

Im Februar 2023 brachen ich mit ihr zu einer Reise auf. https://www.water-runs-east.eu/danzig/

Der Weg führte uns nach Danzig und von dort in das Retreathaus ans Ende der Welt. https://www.water-runs-east.eu/amulett/

Die Kräfte des keltischen Opfersteins hatten Maria und mich aufeinander treffen lassen, damit wir den Weg des Dharma gemeinsam gehen konnten.

Im Rückblick macht alles, was sich ereignete, Sinn. Eine Kette von Wundern.

Währenddessen fühlten wir uns den Ereignissen hilflos ausgeliefert.

Deshalb wurde der Beginn dieser Reise zur Geburtsstunde des Blogs.

Ein Mittel, darüber zu reflektieren, was uns geschah. Gedankliche Ordnung in das Chaos unseres Lebens zu bringen. Deshalb begann ich zu bloggen. Zwischendurch schrieb auch Maria. https://www.water-runs-east.eu/about-the-idea-of-going-to-poland/

Diese Aufgabe erfüllt der Blog bis heute.

Denn die Reise ist noch lange nicht zu Ende. https://www.water-runs-east.eu/wunder/

Auch wenn Maria in Leipzig zurückblieb, als es mich nach Berlin verschlug. https://www.water-runs-east.eu/adieu-leipzig/

Übermorgen werde ich an den keltischen Opferstein zurückkehren. Dort werde ich ein zweites Mal ein Ritual vollziehen.

Diesmal nicht nach Hexen-Art. Denn in den letzten zwei Jahren habe ich viel gelernt. Unter andem, wie man ein traditionelles tibetisches Rauchopfer durchführt.

Das Riwo SangChö. https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/

Deshalb werde ich diesmal nicht Obst und Blumen darbringen, sondern Sang-Powder verbrennen. https://www.water-runs-east.eu/sang-powder/

Die Frage ist nur: Welchen?

Denn ich habe mehrere. Zum einen die Fertigmischung aus dem nepalesischen Nyingma-Kloster. Zum anderen mehrere „Do-it-yourself-Sang-Powder“, die ich gemeinsam mit Suriyel produziert habe. https://www.water-runs-east.eu/do-it-yourself-sang-pulver/

Ich gehe meine Vorräte durch und bin hin- und hergerissen: Den nepalesischen Sang-Powder oder doch lieber einen aus eigener Herstellung? Und wenn ja, welchen?

Schließlich entscheide ich mich für die selbstgemachte „Lung-Mischung“. Die habe ich aus Kräutern des Gartens des Buddhistischen Zentrums hergestellt, die während unseres Online-Lungs – der Ermächtigung zur Ausübung des Rauchopfers – neben dem Altar standen. https://www.water-runs-east.eu/online-lung/

Als das Ritual zu Ende war, nahm ich den Strauß zu mir nach Hause mit. Dort ließ ich die Kräuter trocknen und vermengte sie mit Eichenholzspäne und Harzen. Ein Glas der Mischung schenkte ich Suriyel. Der mahlte sie in der Kaffeemaschine, damit sie staubfein war und gab noch etwas Aroma-Öl dazu, bevor er mir die Hälfte davon wieder zurückgab.

Diese Sang-Powder-Mischung – beschließe ich – ist perfekt für den keltischen Opferstein! Sie ist die Summe der Ereignisse, die seit meinem ersten Ritual dort über mich gekommen sind:

Suriyel, sein tibetisch-buddhistisches Zentrum in Berlin-Friedrichshain, in das es mich verschlagen hat und das Riwo SangChö, das ich an diesem Ort von Suriyel gelernt hatte.

Einen anderen als diesen Sang-Powder zu nehmen, wäre komplett unangemessen, beschließe ich.

Allerdings riecht er eigenwillig. Der Garten des Buddhistischen Zentrums wird dominiert von Lavendel und Rosmarin. Die Mischung ist etwas einseitig geraten. Dazu kommt Suryiels Aroma-Öl-Behandlung. Was immer er genommen hat, es verströmten einen strengen herben Duft.

Ich mag den Geruch. Aber was, wenn die Naturgeister des Maimont nicht davon begeistert sind? Nicht auszudenken, was passieren wird, wenn sie sich von meinem Opfer gekränkt fühlen!

Als mich meine Freundin am Bahnhof abholt, habe ich mein Equipement für ein traditionelles tibetisch-buddhistisches Rauchopfer im Gepäck. Und ein Schraubglas mit einem sehr speziellen Sang-Powder. Der besteht zur einen Hälfte aus unserem eigenwillig riechenden „Home-Made-Lung-Powder“, zur anderen Hälfte aus dem in Nepal hergestellten Pulver.

Jetzt kann ich nur hoffen, dass dieses Opfer Anklang finden wird…