Wir üben das traditionelle tibetische Rauchopfer – Riwo Sang Chöd – für unseren Auftritt am höchsten buddhistischen Feiertag…

Das buddhistische Zentrums von Friedrichshain wird zur Ehren von Vesak ein Riwo Sang Chöd präsentieren! https://www.water-runs-east.eu/vesak/

Denn das Zentrum gehört einer Traditionslinie des tibetischen Buddhismus an. Das traditionelle Rauchopfer ist eine ihrer Basis-Praktiken. https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/

Dieses historische Ereignis wird am ersten Juni-Wochenende im chinesischen Chan-Kloster von Kreuzberg stattfinden!

Die Frage ist nur: Werden sich genug Unerschrockene für den Auftritt finden?

Denn es ist das eine, gut versteckt hinter hohen Mauern an einem mehr als tausend Jahre alten schamanischen Ritus teilzunehmen.

Und etwas ganz anderes, sich zu einer solch befremdlichen Handlung vor den Augen der Öffentlichkeit zu bekennen!

Und mag die auch noch so buddhistisch sein…

Als ich die Neuigkeit über unseren Auftritt an Vesak in der Whats-App-Gruppe der Sonntagspraktizierenden verkünde, bin ich gespannt, wie die Rückmeldungen ausfallen werden:

Es finden soch doch tatsächlich drei Mutige, die bereit sind, mitzumachen!

Mit Suriyel und mir wären wir zu fünft. Ich bin erleichtert: Das ist nicht beeindruckend, aber ausreichend.

Während der nächstens Sonntagstreffen im Zentrum sammle ich dann noch vier halbe bis dreiviertelte Zusagen ein: Wenn es sich an dem Tag ergeben würde, wäre man dabei, wird mir gesagt.

Am Ende, denke ich, werden wir wohl um die sieben Leute sein.

Dafür, dass wir das zweitgrößte buddhistische Zentrum Berlins repräsentieren, ist das eine bescheidene Truppe.

Aber angesichts der Herausforderung ist die Zahl erfreulich hoch.

An den folgenden Sonntagen wird im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain fleißig für den ersten Auftritt der Gruppe geübt.

Es klappt ganz gut, finde ich. Suriyel ist auch zufrieden.

Und schließlich: Die Generalprobe!

Am letzten Sonntag vor dem Vesak-Fest schleppen wir Sitzunterlagen, Meditationskissen, Schreintischen, Musikinstrumente, Sakralgegenstände, Holz, Speiseopfer und die große Feuerschale ins Freie.

Während der Zeremonie geben wir alles!

Suriyel schlägt die Zimbeln, eine Dharma-Schwester die große Trommel. Dazu schwenken alle die traditionellen tibetischen Handglocken und drehen die kleine Damaru.

Wir rezitieren und singen, dass es eine Freude ist.

Suriyels Rauchfahne ist von beeindruckender Dichte und von perfekt weißer Farbe.

Hinterher sind wir alle sehr zufrieden mit unserem Rauchopfer. Wenn wir das nächsten Sonntag noch einmal so hinbekommen, wäre das super!

Am Abend meldet sich eine Dharma-Schwester, die nicht an der Sonntagspraxis teilgenommen hat, in der Whats-App-Gruppe.

Was denn los gewesen wäre bei uns heute im Zentrum? Wir hätten bei unserem Rauchopfer einen Krach gemacht, dass man uns auch noch zwei Straßen weiter gehört hätte! Es klang, schreibt sie, als wäre eine Horde Fußballfans durch das Viertel gezogen!

Wie man es macht, macht man es verkehrt. Vor allem, wenn es um das Riwo Sang Chöd geht. https://www.water-runs-east.eu/rauch/