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	<title>Taliba Archive - This Water runs East</title>
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	<description>Berichte von den Grenzen des Ich</description>
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	<title>Taliba Archive - This Water runs East</title>
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		<title>Karawane</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 14:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Khorde Rushen]]></category>
		<category><![CDATA[Taliba]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Alptraum lässt mich um Hilfe bitten &#8211; und verschafft mir eine unerwartete Einladung zu einem exotischen Retreat&#8230; Ich befinde mich auf einer Anhöhe. Unter mir erstreckt sich ein schmales Tal. Zwischen den kahlen Bäumen hängt der Morgennebel. Es ist eiskalt. Während ich in die Stille des frühen Tages hineinlausche, wird mir bewusst, dass ich [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Ein Alptraum lässt mich um Hilfe bitten &#8211; und verschafft mir eine unerwartete Einladung zu einem exotischen Retreat&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="751" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230-1024x751.jpeg" alt="" class="wp-image-8445" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:494px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230-1024x751.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230-300x220.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230-768x563.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230-676x496.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2230.jpeg 1125w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Ich befinde mich auf einer Anhöhe. Unter mir erstreckt sich ein schmales Tal. Zwischen den kahlen Bäumen hängt der Morgennebel.</p>



<p>Es ist eiskalt.</p>



<p>Während ich in die Stille des frühen Tages hineinlausche, wird mir bewusst, dass ich träume.</p>



<p>Totenruhe, denke ich.</p>



<p>Ich bin im Land der Toten.</p>



<p>Mein Blick folgt dem mäandernden Lauf des Baches, der die Felder durchschneidet. Auf der gegenüberliegenden Uferseite führt eine schmale Straße entlang.</p>



<p>Bewegt sich dort etwas? Ich starre konzentriert auf die andere Seite des Flüßchens. Kein Zweifel: Dort drüben läuft eine Gruppe Menschen in meine Richtung.</p>



<p>Ich halte den Atem an: Das gedämpfte Knirschen des Kieses unter ihren Schritten dringt zu mir herüber. Es müssen viele sein.</p>



<p>Jetzt sind sie auf meiner Höhe angekommen. Zwischen den kahlen Zweigen der Uferbewachsung ziehen sie im Morgennebel an mir vorbei.</p>



<p>Eine Karawane von Toten.</p>



<p>In diesem Moment wird mir bewusst, dass das nicht mein Traum ist. </p>



<p>Ich bin in einem fremden Gehirn gelandet! Dies ist der Traum eines Diktators, der im Schlaf seinen Opfern begegnet.</p>



<p>Damit wache ich auf.  </p>



<p>Verstört und verängstigt! Was will mir dieser Traum sagen?</p>



<p>Dass der Auslöser für diese Traumbilder die Schatten der Toten aus dem zerbomten Nachbarhaus waren, die immer morgens zum Rauchopfer vor meiner Dachterrasse auftauchen, ist für mich klar.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/toten-tanz/"> https://www.water-runs-east.eu/toten-tanz/</a></p>



<p>Aber warum lande ich im Traum in einem fremden Gehirn? Und auch noch in dem eines Tyrannen?</p>



<p>Waren das karmische Bilder? Seit ich regelmäßig tibetisches Tantra praktiziere, passieren die seltsamsten Dinge. Jahrelang habe ich die Erzählungen meiner Sangha-Brüder und -Schwestern über karmische Träume zurückgewiesen. Die Idee, man könne im Schlaf mit Erinnerungen aus früheren Leben konfrontiert werden, fand ich albern. Ich schwieg, wenn mir solche Geschichten zu Ohren kamen &#8211; und dachte mir meinen Teil. </p>



<p>Bis ich selbst mit einem solchen Traum konfrontiert wurde. Mitten im Retreat. Die Bilder waren von höchster Intensität und vollkommend realistisch. Obwohl Ort und Zeit der Handlung mit meinem Leben nichts zu tun hatten. Nach dem Traum veränderte sich mein Leben. <a href="https://www.water-runs-east.eu/neun-im-nebel/">https://www.water-runs-east.eu/neun-im-nebel/</a></p>



<p>Seitdem sehe ich die Sache mit den &#8222;Karmischen Träumen&#8220; anders. Inzwischen halte ich es für möglich, im Schlaf Zugang zu vergangenen Leben zu finden.</p>



<p>&#8222;Und jetzt?&#8220;, frage ich mich, als ich nach dem Traum von der Toten-Karawane vor meinem Morgenkaffee sitze. &#8222;Was ist, wenn DU in einem früheren Leben dieser Diktator warst, der all diese armen Menschen auf dem Gewissen hat?&#8220;</p>



<p>Ein gruseliger Gedanke! Ich glaube es auch nicht wirklich, aber zu mindestens  25%&#8230;</p>



<p>&#8222;Throma!&#8220;, flüstert meine Innere Stimme in mein  Ohr. &#8222;Du brauchst Throma!&#8220;</p>



<p>An die zornvolle Göttin des Todes und der Nacht  &#8211; Throma Nagmo &#8211; habe ich schon länger nicht mehr gedacht. Dabei tanzte sie letztes Jahr über Monate in meinem Unterleib und brachte mein Leben gehörig durcheinander.</p>



<p>Throma ist die tibetisch-buddhistische Praxis der Friedhöfe, der Verbrennungsstätten &#8211; und der Toten. <a href="https://www.water-runs-east.eu/zwanzig-sterben-teil-eins/">https://www.water-runs-east.eu/zwanzig-sterben-teil-eins/</a></p>



<p>&#8222;Throma&#8220;, denke ich mir, &#8222;wäre vielleicht wirklich die passende Praxis für den Traum.&#8220; </p>



<p>Ich habe letztes Jahr im März in einem Retreat in der Mühle von Uriel Throma gelernt und auch die Übertragung &#8211; das Lung &#8211; des Lamas dafür erhalten. <a href="https://www.water-runs-east.eu/hypnoticed/">https://www.water-runs-east.eu/hypnoticed/</a></p>



<p>Aber die Praxis ist anspruchsvoll und ich habe sie seit dem Retreat nicht mehr geübt. Alleine bekomme ich das nie hin! <a href="https://www.water-runs-east.eu/neunzehn-damaru-und-kangling/">https://www.water-runs-east.eu/neunzehn-damaru-und-kangling/</a></p>



<p>Glücklicherweise war damals eine Frau bei dem Throma-Retreat dabei, die die Praxis gut beherrscht &#8211; und regelmäßig in Berlin ist. Ich habe ihre Telefonnummer. Nach dem Frühstück melde ich mich bei ihr und spreche mein Anliegen auf ihre Mail-Box:</p>



<p>Ich hätte heute Nacht von einer Karawane von Toten geträumt und bräuchte deshalb Throma. Ob sie Zeit und Lust hätte, mit mir zu praktizieren, damit ich mich von negativem Karma reinigen kann?</p>



<p>Die Dharma-Schwester ist im übrigen Gynäkologin mit eigener Praxis. Keine ihrer dankbaren Patientinnen ahnt, dass die kluge Ärztin, die schon hunderte von Kindern ins Leben begleitet hat, in ihrer Freizeit eine Expertin der Todes-Göttin Throma Nagmo ist.</p>



<p>Am Nachmittag ruft mich die Dharma-Schwester zurück. Mit dem gemeinsamen Praktizieren sieht es schlecht aus, erfahre ich. Denn die Dharma-Schwester ist gerade sehr beschäftigt: Neben ihrer Arbeit muss sie auch noch für unsere Khandro ein Retreat organisieren. Nächsten Februar. In Berlin!</p>



<p>Khorde Rushen.</p>



<p>Ich fahre hoch: &#8222;Khorde Rushen?&#8220; </p>



<p>Das Retreat ist so berühmt wie rar. Jeder, der intensiv Tantra praktiziert, hört früher oder später wilde Geschichten darüber. Aber wahrhaftig an einem Khorde Rushen Retreat teilgenommen haben die wenigsten. Es ist schwierig umzusetzen und wird nur sehr selten angeboten.</p>



<p>Und auf einmal ist eines bei mir um die Ecke! Und wird von meiner amerikanischen Zufluchts-Lehrerin geleitet!</p>



<p>&#8222;Die Einladung müsste in den nächsten Tagen rausgehen,&#8220; erklärt mir die Dharma-Schwester. </p>



<p>Bevor wir uns verabschieden, verspricht sie mir, dass sie mir eine Einladung schicken wird. Obwohl die diesmal nur an die Amerikaner aus der Sangha gehen wird. Die haben sich beschwert, dass immer nur Europäer in den Retreats der Khandro sitzen und sie nicht zum Zug kommen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/sangha/">https://www.water-runs-east.eu/sangha/</a></p>



<p>Zwei Stunden später ploppt eine Nachricht in meinem E-Mail-Verteiler auf: Die Einladung zu Khorde Rushen! Druckfrisch!</p>



<p>Ich bin die erste, deren Name auf der Teilnehmerliste steht!</p>



<p>Der Traum wollte mir sagen, dass ich Khorde Rushen praktizieren muss, denke ich mir am Abend. </p>



<p>Es ging nicht um Throma! Ich muss mein negatives Karma mit Khorde Rushen reinigen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/karawane/">Karawane</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">This Water runs East</a>.</p>
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		<title>Off Line</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 11:36:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Engel, Teufel, Dämonen, Dakinis, Schützer und Mamos werden zu Fantasy transformieren. Der Blog kehrt zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück&#8230; Fünf Monate lang &#8211; seit Anfang September &#8211; habe ich in diesem Blog eine Geschichte von Engeln und Dakinis erzählt. Dass &#8211; von meinem allerersten Blog-Eintrag an &#8211; alle Protagonisten der Geschichten, die ich hier schreibe, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/off-line/">Off Line</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">This Water runs East</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Engel, Teufel, Dämonen, Dakinis, Schützer und Mamos werden zu Fantasy transformieren. Der Blog kehrt zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-6604" style="width:273px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986-768x1024.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986-225x300.jpeg 225w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986-676x901.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/02/acf4c20b-fb6e-46ed-ae90-15db2791c986.jpeg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Fünf Monate lang &#8211; seit Anfang September &#8211; habe ich in diesem Blog eine Geschichte von Engeln und Dakinis erzählt.</p>



<p>Dass &#8211; von meinem allerersten Blog-Eintrag an &#8211; alle Protagonisten der Geschichten, die ich hier schreibe, die Namen christlicher Heiliger tragen, war mir nie bewusst.</p>



<p>Und dass dies in einem Blog, der sich mit buddhistischer Meditation beschäftigt, etwas seltsam ist, kam mir nie in den Sinn.</p>



<p>Wenn mich jemand darauf angesprochen hätte &#8211; was nicht geschehen ist &#8211; hätte ich gesagt: &#8222;Zufall&#8220;&#8230;</p>



<p>Maria hat sich ihr Alias selbst ausgesucht. </p>



<p>Die Entscheidung, dem Herrn der Mühle einen Erzengel zum  Paten zu geben, verdankte sich einer plötzlichen Eingebung und der Tatsache, dass Uriel den Namen mochte. </p>



<p>Suriyel wurde zum Erzengel, weil Uriel bereits einer war. </p>



<p>Alles Zufälle. </p>



<p>So es die denn wirklich gibt&#8230;</p>



<p>Letzten Sommer traf ich in Berlin-Friedrichshain auf einen zutiefst buddhistischen rundlichen Herrn mit Fusselbart. Der, beschloss ich, sollte auch in den Blog. Er brauchte ein Alias. Zwei Engel hatte ich schon, warum nicht einen dritten?</p>



<p>Ich machte mich auf die Suche nach einem stimmigen Engelsnamen &#8211; und mir wurde das erste Mal bewusst, was ich da Seltsames tat!</p>



<p>In der S-Bahn in Richtung Berlin-Südkreuz fasste ich deshalb zwei Beschlüsse: </p>



<p>Der neue Blog-Protagonist sollte nach dem Schutzengel Israfel benannt werden.</p>



<p>Und ich würde eine Reihe von Texten schreiben, in denen ich die christlichen Alias meiner Protagonisten ernst nehmen wollte. Genauso wie ihre buddhistischen Überzeugungen.</p>



<p>Ein Experiment. </p>



<p>Eine literarische Operation am offenen Herzen zweier Weltreligionen. In Echtzeit durchgeführt in meinem Blog.</p>



<p>Nachdem ich diesen Beschluss gefasst hatte, dachte ich nicht mehr weiter über die Konsequenzen meiner Pläne nach. Weder für den Blog, noch für mein Leben. </p>



<p>Es wäre zu gruselig gewesen. Die Aufgabe zu groß. Der Ärger unvorhersehbar. </p>



<p>Ich hätte es sonst nicht getan.</p>



<p>Aber die Texte &#8211; das war mir in dem Moment bewusst geworden, als mir klar war, was ich da eigentlich in meinem Blog trieb &#8211; mussten geschrieben werden. Wenn etwas so seltsam ist &#8211; und dazu so offensichtlich wie verschleiert &#8211; hat das eine tiefere Bedeutung.</p>



<p>Dann ist es Karma&#8230;</p>



<p>Ich fragte natürlich zuvor um Erlaubnis. Meine Protagonisten sind aus Fleisch und Blut &#8211; und ich bin zudem mit ihnen befreundet. </p>



<p>Maria war entzückt. <br></p>



<p>Bei den beiden Erzengeln hielt sich die Begeisterung merklich in Grenzen. Als überzeugte Buddhisten in einer Geschichte mit dem Allmächtigen und seinen himmlischen Heerscharen verbraten zu werden, behagte ihnen nicht. </p>



<p>Sie gaben trotzdem ihr Einverständnis, was ich ihnen hoch anrechnete.</p>



<p>Ich fing also an zu schreiben &#8211; und amüsierte mich köstlich dabei!</p>



<p>Zumindest anfangs&#8230;</p>



<p> Denn mit der Zeit nahm das Projekt gewaltige Ausmaße an: Ich hatte sechs Wochen für das neue Blogthema veranschlagt. Es wurden fünf Monate daraus. </p>



<p>Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt, wie alle wissen, die bis jetzt tapfer mitgelesen haben. </p>



<p>Das &#8222;Ups-Baby&#8220;, stellte sich im Laufe der letzten Wochen heraus, ist das Fragment eines Fantasy-Romans!</p>



<p>Weil ich mich unversehens von der Gattung &#8222;Blog-Text&#8220; in die Gattung &#8222;Fantasy&#8220; gebeamt hatte, wurde ich das erste Mal mit den Grenzen meines Blogs konfrontiert. Das Spielen mit verschiedenen Szenarien, das Ausarbeiten von Neben-Charakteren und parallelen Handlungssträngen &#8211; all das sprengte den Rahmen der Texte.</p>



<p>Deshalb gibt die Autorin hiermit ihre Kapitulation bekannt:  Alle Engel, Teufel, Dämonen, Beschützer und Mamos müssen leider off line gehen. </p>



<p>Dort werden sie sich in ein Manuskript verwandeln.</p>



<p>Wenn ich damit fertig bin, werde ich es alle wissen lassen.</p>



<p>Der Blog wird wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückkehren: Jeden zweiten Tag werde ich wieder getreulich von den &#8222;Grenzen des Ich&#8220; erzählen. </p>



<p>Von Zen, Vajrayana und Tantra. </p>



<p>Von Meditation, heiligen Riten und spiritueller Praxis.</p>



<p>Die Reise in den Dharma geht weiter&#8230;</p>
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		<title>Transformation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2024 16:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Herrin der Mamos erscheint im Gästehaus des Mandala. Dort nimmt sie ihre neuen Zöglinge in Augenschein… Beelzebub schluckte schwer. Mit angewidertem Gesicht stellte er seine Kaffeetasse ab und beugte sich zu Proserpina und Cabor, die ihm gegenüber saßen. &#8222;Das war eine Schnapsidee!&#8220;, stieß er mit unterdrückter Stimme hervor. &#8222;Das Frühstück ist ein Witz, die [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Die Herrin der Mamos erscheint im Gästehaus des Mandala. Dort nimmt sie ihre neuen Zöglinge in Augenschein…</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="744" height="892" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0376.jpeg" alt="" class="wp-image-6576" style="width:277px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0376.jpeg 744w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0376-250x300.jpeg 250w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0376-676x810.jpeg 676w" sizes="(max-width: 744px) 100vw, 744px" /></figure>



<p>Beelzebub schluckte schwer. Mit angewidertem Gesicht stellte er seine Kaffeetasse ab und beugte sich zu Proserpina und Cabor, die ihm gegenüber saßen. &#8222;Das war eine Schnapsidee!&#8220;, stieß er mit unterdrückter Stimme hervor. &#8222;Das Frühstück ist ein Witz, die Pensionswirtin schlimmer als jede Dämonin und dann auch noch diese&#8220; &#8211; er wies mit dem Kinn zum Tisch in der gegenüberliegenden Ecke des Speisesaales, an dem Suriyel, Uriel, Gabriel und Luzifer saßen &#8211; &#8222;Vollidioten! Wir hätten niemals hierher kommen sollen!&#8220;</p>



<p>&#8222;Du warst es, der total scharf darauf war, durch das Tor zu kommen!&#8220; zischte Proserpina ihn an. &#8222;Dir konnte es nicht schnell genug gehen!&#8220; Sie verstellte ihre Stimme: &#8222;Ich war mal ein Fruchtbarkeitsgott, lasst mich hier rein!&#8220; </p>



<p>&#8222;Halt´s Maul!&#8220; Beelzebub drosch mit der Faust auf dem Tisch, dass der Teller mit dem angeschimmelten Käse ein paar Zentimeter in die Luft hüpfte. &#8222;Du warst es, die sich auf den Pakt eingelassen hat! &#8218;Transformation!&#8216; Ich habe keinen Bock auf &#8218;Transformation!&#8216; Was soll das überhaupt sein? Ich fand es gut in der Hölle! Ich will wieder heim!&#8220; </p>



<p>Die Tür zum Speisesaal schwang auf.</p>



<p>Herein watschelte die rothäutige, bis auf den Lendenschurz nackte, Wirtin mit den hängenden Brüsten und dem, wirr vom Kopf abstehenden, schwarzen Haar. In ihrer rechten Hand drehte sie rhythmisch eine kleine Stabtrommel. Der Lärm war ohrenbetäubend. </p>



<p>Sie blieb &#8211; weiter die Trommel drehend &#8211; in der Mitte des Raumes stehen. Mit einer herrischen Geste ihrer linken Hand, forderte sie ihre Gäste auf, aufzustehen.</p>



<p>Beelzebub, Cabor, die Erzengel und Luzifer erhoben sich. </p>



<p>Proserpina verschränkte die Arme vor der Brust und blieb demonstrativ sitzen.</p>



<p> Schwere Schritte näherten sich. </p>



<p>Die Trommel verstummte.</p>



<p>&#8222;Hier kommt die ein-zopfige Mutter, die große Beschützerin, die mächtige Ekajati!&#8220;, quäkte die Wirtin des Gästehauses, bevor sie sich auf den Boden warf.</p>



<p>Durch die Tür schob sich eine mächtige Gestalt. Sie war von schwarzer Hautfarbe. Um die Hüften trug sie einen Lendenschurz aus dem Fell eines Tigers. Hals und Stirn waren mit Ketten aus Menschenschädeln geschmückt. Ein dicker blonder Zopf fiel ihren nackten Rücken hinab. Sie hatte lediglich eine Brust, die ihr bis zum Bauchnabel hing. Unter ihrer Nase ragte zwischen ihren Lippen ein spitzer langer Zahn hervor.</p>



<p>Ihr einziges &#8211; blutunterlaufenes &#8211; Auge, das in der Mitte ihrer Stirn saß, wanderte langsam durch den Raum und musterte jeden einzelnen der atemlos dort Stehenden eindringlich. Schließlich blieb ihr Blick an Proserpina hängen, die immer noch auf ihrem Stuhl saß. Blitzschnell hob sie den Arm und schleuderte das Katrika &#8211; ein kleines geschwungenes Messer &#8211; nach ihr. Mit einem satten &#8222;Plopp&#8220; bohrte sich die scharfe Klinge genau über Proserpinas Scheitel in die dicken Holzbohlen der Wand.</p>



<p>Proserpina schnappte erschrocken nach Luft, rutschte vom Stuhl und sank am Boden auf die Knie.</p>



<p>Die anderen im Raum taten es ihr nach.</p>



<p>Ekajati, auch Mahacinatara genannt &#8211; die schwarze zornvolle Emanation der Tara &#8211; Herrin aller Mamos, mächtigste aller Beschützer des Mandala der Yeshe Walmo und weise Führerin zur höchsten Leerheitserfahrung, hatte sich im Gästehaus eingefunden, um ihre neuen Schützlinge in Empfang zu nehmen. </p>
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		<title>Im Herzen des Mandala</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 09:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Stille des Palastes geht Maria ihren Verpflichtungen nach&#8230; Maria durchquerte in der Morgensonne den Innenhof. Unter ihren Füßen knirschte Kies. In den Baumwipfeln zwitscherten Vögel. Der langezogene klagende Ruf des Pfaus, der vor dem Springbrunnen auf und ab schritt, übertönte das gleichmäßige Plätschern des fallenden Wassers. Während sie, in jeder Hand einen Eimer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">In der Stille des Palastes geht Maria ihren Verpflichtungen nach&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="367" height="298" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/2c852c68-e39f-424b-98e2-73a52fd99501.jpeg" alt="" class="wp-image-6564" style="width:314px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/2c852c68-e39f-424b-98e2-73a52fd99501.jpeg 367w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/2c852c68-e39f-424b-98e2-73a52fd99501-300x244.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 367px) 100vw, 367px" /></figure>



<p>Maria durchquerte in der Morgensonne den Innenhof. Unter ihren Füßen knirschte Kies. In den Baumwipfeln zwitscherten Vögel. Der langezogene klagende Ruf des Pfaus, der vor dem Springbrunnen auf und ab schritt, übertönte das gleichmäßige Plätschern des fallenden Wassers.</p>



<p>Während sie, in jeder Hand einen Eimer tragend, dahinschritt, lauschte Maria den vertrauten Geräuschen &#8211; und der Stille.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:51px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>In den ersten  Tagen ihrer Anwesenheit war sie so überwältigt von Angst und Verwirrung gewesen, dass sie keinen klaren Gedanken fassen konnte. Die Gerüche, Farben und Klänge, die sie in jedem Augenblick umgaben, erschienen ihr wie ein Fiebertraum. Nichts schien beständig. Es war, als gäbe es in dieser seltsamen Welt keinen Fixpunkt für ihre überreizten Sinne.</p>



<p>Die Nächte brachten keine Linderung. Auf ihrem harten Lager wurde sie von seltsamen Bildern und Phantasien gequält. Es war ihr nicht möglich, zwischen Wachzuständen und Träumen zu unterscheiden. War die zornvolle blaue Göttin wirklich mehrmals um Mitternacht in ihrer schmalen Kammer erschienen? Maria wusste an den darauffolgenden Morgen nicht zu sagen, ob Yeshe Walmo sie wirklich durch den Palast und die umliegenden Gärten geführt und ihr Anweisungen gegeben hatte, oder ob das alles nur wirre Phantasien ihres überspannten Geistes gewesen waren.</p>



<p>Trotz ihrer Konfusion und Zweifel erledigte sie tagsüber, was ihr des Nachts aufgetragen worden war. Etwas anderes blieb ihr nicht zu tun: Es gab niemanden, den sie fragen, oder der ihr etwas raten hätte können.</p>



<p>Abgesehen von den Vögeln in den Bäumen, dem Pfau im Innenhof und den Rehen und Kaninchen, die sie am frühen Morgen in Gärten sah, war Maria allein.</p>



<p>In dem riesigen Palast schien niemand zu leben, außer ihr. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:54px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Inzwischen war ihr die tiefe Ruhe, die sie in einem fort umgab, vertraut. Anfangs nur für Sekunden zwischen wirren Gedanken und Angstphantasien greifbar, schien es Maria nun, als würde sie durch die Stille schwimmen wie ein Fisch. Ihr kam es vor, als triebe sie fortwährend im klaren Wasser eines Sees.</p>



<p>Hatte sie anfangs noch mit sich selbst gesprochen &#8211; verzweifelt versucht, sich selbst zu erklären, was mit ihr geschehen war, sich ihrer Wut auf Uriel, den Allmächtigen und sämtlichen Kräften und Gewalten des Himmels, der Erde und der Hölle hingegeben &#8211; waren ihre Gedanken fast vollkommend verstummt.</p>



<p>Jeder Satz, den sie im Geiste an sich selbst richtete, ließ sie zusammenzucken. Jedes Wort, stellte sie zu ihrem Erstaunen fest, störte.</p>



<p>Denn diese Stille, die Anfangs nur im Außen war, war ein Teil von ihr. Tief in ihr &#8211; hatte sie zu ihrem vollkommenen Staunen festgestellt &#8211; gab es nichts außer Weite und Ruhe.</p>



<p>Maria stellte die beiden schweren Eimer auf dem Pflaster ab, stemmte die schwere Holztür auf, griff wieder nach ihrer schweren  Last und schritt, sorgsam einen Fuß vor den anderen setzend, die steinerne Treppe in den Keller hinab.</p>



<p>Während ihre Schritte von den steinernen Wänden widerhallten, verschmolz sie vollends mit der Stille des Mandala.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:59px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
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		<title>Unverhofftes Wiedersehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 10:50:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Uriel nimmt &#8211; in Begleitung Luzifers &#8211; Quartier im Gästehaus des Mandala. Dort trifft er zu seinem Erstaunen auf seine beiden Erzengel-Kollegen Gabriel und Suriyel. &#8222;Das ist meines!&#8220; Luzifer hatte sich an Uriel vorbei in das Zimmer mit der Nummer elf gedrängt und warf mit einer weit ausholenden Bewegung sein Jacket auf das schmale Bett [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Uriel nimmt &#8211; in Begleitung Luzifers &#8211; Quartier im Gästehaus des Mandala. Dort trifft er zu seinem Erstaunen auf seine beiden Erzengel-Kollegen Gabriel und Suriyel.</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="987" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-987x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-6548" style="width:347px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-987x1024.jpeg 987w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-289x300.jpeg 289w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-768x797.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-1480x1536.jpeg 1480w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-1973x2048.jpeg 1973w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0341-676x702.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 987px) 100vw, 987px" /></figure>



<p>&#8222;Das ist meines!&#8220; Luzifer hatte sich an Uriel vorbei in das Zimmer mit der Nummer elf gedrängt und warf mit einer weit ausholenden Bewegung sein Jacket auf das schmale Bett unter dem Fenster. </p>



<p>Uriel verdrehte die Augen, während er seinen schweren Rucksack auf das schmale Bett an der Tür fallen ließ. Dass er gezwungen war, sich das Zimmer des Gästehauses mit Luzifer zu teilen, konnte nur ein Witz sein! </p>



<p>Der Zimmerkollege war schon im Badezimmer verschwunden. Dem Rauschen der Dusche lauschend, stand Uriel am Fenster und starrte hinaus. Dort draußen breitete sich eine sanfte Hügellandschaft in der Morgensonne aus. Auf einem kleinen See paddelten Enten. Ein schmaler Flußlauf führte direkt an der Grundstücksgrenze vorbei. </p>



<p>Irgendwo hier innerhalb der Grenzen des Mandalas der Yeshe Walmo musste sich Maria befinden.</p>



<p>Luzifer kam, sich das Hemd zuknöpfend, mit nassen Haaren aus dem Bad, zog sich sein Jacket wieder über und riss die Zimmertür auf. &#8222;Ich gehe Frühstücken! Kommst du mit?&#8220;</p>



<p>Während Uriel hinter ihm die Treppe ins Erdgeschoss hinunterlief, wunderte er sich über Luzifers Benehmen. Der schien sich weit weniger an Uriels Anwesenheit zu stören, als es umgekehrt der Fall war. </p>



<p>Uriel trat hinter Luzifer durch die Tür mit der Aufschrift &#8222;Speisesaal&#8220; und schnappte verblüfft nach Luft: An einem Tisch in der anderen Ecke des großen, ansonsten leeren, Raumes saßen Suriyel und Gabriel! Beide hatten die Köpfe gehoben und starrten ihrerseits mit offenen Mündern zu ihnen.</p>



<p>&#8222;Ist das hier eine Erzengel-Konferenz? Welche Ehre, dass ich auch dazu eingeladen worden bin!&#8220; Luzifer hatte sich als erstes erholt und tänzelnde mit breitem Lächeln quer durch den Raum zu den einzigen Gästen. &#8222;Ihr gestattet, dass wir uns zu euch setzen?&#8220; Damit nahm er an einem der beiden noch freien Stühle Platz.</p>



<p>&#8222;Luzifer!&#8220; Suriyel fixierte ihn über den Tisch hinweg. &#8222;Du komplettes Arschloch! Was hast du mit meinen Schutzengeln angestellt?&#8220; Mit lautem Krachen schob er seinen Stuhl zurück und stand auf.</p>



<p>Uriel legte ihm besänftigend die Hand auf die Schulter. &#8222;Beruhige dich! Den Schutzengeln geht es gut! Der Idiot&#8220;, er warf Luzifer einen verächtlichen Blick zu, &#8222;ist wieder einmal auf der ganzen Linie gescheitert!&#8220;</p>



<p>Die Tür zum Speisesaal flog auf. Während Suriyel &#8211; weiter Luzifer mit mörderischem Blick ins Visier nehmend &#8211; wieder auf seinen Stuhl sank, watschelte ihre seltsame Wirtin herein. Wie bei ihrer Ankunft war sie, abgesehen von einem Lendenschurz, nackt. Ihre schweren Brüste ruhten auf einem großen Tablett, dass sie mit grimmigem Gesichtsausdruck vor sich her trug. </p>



<p>Ohne ihre Gäste eines Blickes zu würdigen, warf sie Geschirr und Besteck auf den Tisch, knallte noch einen Brotkorb, einen Teller mit Aufschnitt und eine Thermoskanne daneben und verschwand wieder.</p>



<p>Uriel ließ den Blick angeekelt über das altbackene Brot, die sich wellende Wurst und den von Schimmel überzogenen Käse gleiten. Der Kaffee war nur eine hellbraunen Brühe, stellte er fest, als er den Inhalt der Thermoskanne in seine Tasse kippte. </p>



<p>&#8222;Es gibt keine Milch&#8220;, erklärte ihm Gabriel, die seinen suchenden Blick richtig gedeutet hatte. </p>



<p>Seufzend griff er erst nach dem Brot und suchte anschließend mit spitzen Fingern Käsescheiben heraus, die einigermaßen schimmelfrei zu sein schienen. &#8222;Was soll man auch anderes erwarten von einem Gästehaus, dass von einer  Mamo geführt wird?&#8220;</p>



<p>&#8222;Wieso &#8218;Mamo&#8216;? Und wo sind wir hier überhaupt? Wir haben keine Ahnung, wie wir hierher gekommen sind und was wir hier sollen!&#8220; Gabriel rang nach Luft.</p>



<p>&#8222;Das hier ist das Gästehaus im Mandala der Yeshe Walmo, der zornvollen weiblichen Emanation des Buddha. Ich hatte mir keinen anderen Rat gewusst, als sie in die Mühle zu rufen, um den Fluch dieses Idioten über die Schutzengel zu brechen!&#8220; Uriel warf Luzifer einen vernichtenden Blick zu. &#8222;Die Yeshe ist während der Feuer-Puja auf der Terrasse der Mühle erschienen, hat die Schutzengel befreit &#8211; und ist samt Maria wieder verschwunden!&#8220;</p>



<p>Gabriel schnappte nach Luft: &#8222;Maria ist hier irgendwo?&#8220; </p>



<p>&#8222;Nehme ich an, ja.&#8220; Uriel wiegte den Kopf. &#8222;Das ist zumindest das wahrscheinlichste: Dass Yeshe Walmo sie mit zu sich in ihr Mandala genommen hat. Obwohl ich von so etwas niemals zuvor gehört und gelesen habe. Aber die Yeshe wird auch eher selten angerufen, um alberne Machtspielchen von durchgeknallten Profilneurotikern zu beenden!&#8220;</p>



<p>Luzifer saß mit hochrotem Kopf am Tisch, starrte auf seinen Teller und schwieg.</p>



<p>&#8222;Und dann hast du uns gleich alle zusammen hierherbestellt? Du hättest uns vorher fragen können, ob wir das wollen!&#8220; Gabriel konnte ihren Ärger nur mühsam unterdrücken. </p>



<p>&#8222;Ich habe hier überhaupt nichts gemacht! Ich wollte nach Nepal ins Bön-Kloster, den Abt um Hilfe bitten! Yeshe Walmo ist die höchste Göttin der Bön-Pos, ich dachte, er weiß eine Lösung. Aber auf dem Weg dahin hat mich auf einmal eine krasse Energie erwischt, ein extrem helles Licht &#8211; und auf einmal habe ich mich vor den Toren des Mandalas wiedergefunden. Gemeinsam mit dem da!&#8220; Uriel wies mit dem Kinn auf Luzifer.</p>



<p>Der hob den Kopf: &#8222;Ich wollte ganz sicher nicht hierher kommen! Ich war gerade dabei das allererste Hochamt der Fliegen zu zelebrieren &#8211; nach 2.500 Jahren harter Arbeit &#8211; und dann machst du mir&#8220;, er spuckte vor Uriel auf den Boden aus,  &#8222;alles zunichte! Du Diletant! Und was haben wir jetzt davon? Die Dämonen werden für immer die Herrschaft über die Hölle behalten und wir sitzen hier fest!&#8220;</p>



<p>&#8222;Ich weiß nicht, ob es die Hölle überhaupt noch gibt!&#8220;, schaltete sich Suriyel ein. &#8222;Während Gabriel und ich dort waren, gab es eine gewaltige Explosion. Die Energie war so stark, dass wir bis hierher geschleudert wurden, so wie es aussieht. Keine Ahnung, was aus den ganzen Teufeln und Dämonen geworden ist.&#8220;</p>



<p>Ihre Diskussion wurde von aufgeregtem Stimmengewirr unterbrochen, dass vom Flur in den Speisesaal drang. Sie hörten das aggressive Klagen der Mamo, das von einer energischen Frauenstimme übertönt wurde. &#8222;Nein! Wir wollen nicht zuerst in unser Zimmer! Wir wollen Frühstück! Wo ist der Speisesaal?&#8220;</p>



<p>Die Tür wurde aufgerissen. Uriel glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Herein trat die gefürchtete Dämonin Proserpina, dicht gefolgt vom gefallenen Engel Cabor, wie immer mit Zylinder und Gesichtsmaske. Der letzte der neuen Gäste musste sich bücken. Sein riesiger Kopf mit den Stierhörnern wäre sonst am Türrahmen hängen geblieben: es war der Dämon Beelzebub, stellte Uriel ungläubig fest. </p>



<p>Proserpina starrte ihrerseits auf die vier am Tisch Sitzenden. &#8222;Luzifer! Und dazu noch drei Erzengel! Was für eine Scheiße geht hier ab?&#8220;</p>



<p> </p>
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		<title>Im  Gästehaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jan 2024 21:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gabriel und Suriyel finden Obdach in der Herberge des Mandala der Großen Göttin. Hinter ihnen schloss der Wolfs-Wächter mit lautem Knall das hölzerne Tor. Ohne den beiden Erzengeln, die er gerade eingelassen hatte, noch weiter Beachtung zu schenken, verschwand er in einem windschiefen Haus, das sich in den Schatten der großen Mauer duckte. Gerade begann [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Gabriel und Suriyel finden Obdach in der Herberge des Mandala der Großen Göttin. </h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="975" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-975x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-6536" style="width:438px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-975x1024.jpeg 975w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-286x300.jpeg 286w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-768x807.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-1462x1536.jpeg 1462w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-1949x2048.jpeg 1949w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/01/IMG_7598-676x710.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 975px) 100vw, 975px" /></figure>



<p>Hinter ihnen schloss der Wolfs-Wächter mit lautem Knall das hölzerne Tor. </p>



<p>Ohne den beiden Erzengeln, die er gerade eingelassen hatte, noch weiter Beachtung zu schenken, verschwand er in einem windschiefen Haus, das sich in den Schatten der großen Mauer duckte. </p>



<p>Gerade begann es zu dämmern. Das erste Morgenlicht fiel auf eine Ansiedlung von Holzhäusern, die rund um den großen Innenhof errichtet waren. Das Torwächter-Haus war das erste in der Reihe. Auf seinem Türposten prankte eine große Wolfsmaske. </p>



<p>Das Haus daneben war deutlich größer. Gabriel betrachtete fasziniert die riesige Maske eines Bullen, die über dem mächtigen Türstock hing und in der Morgensonne leuchtete. Sie schien aus Kupfer geschmiedet worden zu sein. Die beiden langen geschwungenen Hörner, die daran befestigt waren, reichten über die halbe Hausfront. </p>



<p>Suriyel riss sie aus ihren Gedanken. Er hatte sich in Bewegung gesetzt, überquerte mit energischen Schritten den Innenhof und steuerte auf das Haus zu, das sich genau gegenüber dem Eingangstor befand. Stirnrunzelnd las Gabriel, was auf dem großen Schild geschrieben stand, das in seinem Vorgarten platziert war: &#8222;Gästehaus&#8220;. </p>



<p>Beschwingt rannte sie hinter Suriyel her: Hier schien es Frühstück und ein warmes Bett zu geben! Kein Wunder, dass er es auf einmal so eilig hatte!</p>



<p>Als sie neben ihm vor der Haustür zum Stehen kam, hatte er bereits geklopft. Kurz darauf erklangen schwere Schritte. Mit lautem Klacken drehte sich ein Schlüssel im Schloss, dann schwang die Türe auf.</p>



<p>Gabriel schnappte nach Luft: Vor ihnen stand eine alte Frau. Sie war &#8211; abgesehen von einem Lendenschurz &#8211; nackt. Ihre faltiger ausgemergelter Körper war rot. Schwere Brüste hingen bis zum Bauchnabel herab. Ihr schwarzes Haar stand in wirren Büscheln vom Kopf ab. Um ihren Hals trug sie eine Kette aus Knochen und Schädeln. Um ihre Hüften hing ein dicker Lederbeutel. </p>



<p>Die Alte musterte sie aus kleinen bösen schwarzen Augen. &#8222;Was wollt ihr so früh am Morgen?&#8220;</p>



<p>Suriyel schien es die Sprache verschlagen zu haben. </p>



<p>Gabriel räusperte sich: &#8222;Frühstück und ein Bett. Oder ist das hier kein Gästehaus?&#8220;</p>



<p>Die Alte zog energisch den Rotz durch die Nase und spuckte den beiden Erzengeln vor die Füße. &#8222;Doch!&#8220;</p>



<p>Dann trat sie zur Seite und winkte sie herein. &#8222;Aber erwartet nicht zu viel! Hier gibt es nur das nötigste, damit das klar ist!&#8220;</p>



<p>Gabriel stolperte hinter Suriyel in den langen dunklen Flur. Die Alte schlufte zu einem Tresen, klaubte &#8211; dabei ununterbrochen vor sich hin schimpfend &#8211; einen Schlüssel vom Bord und knallte ihn auf die Ablage. &#8222;13&#8220;. Erster Stock rechts. Badezimmer im Flur. Ich will keine Klagen hören, verstanden?&#8220;</p>



<p>Damit schob sie sich hinter dem Tresen hervor und watschelte zu einer Tür am Ende des Flurs. Dort angekommen, drehte sie sich noch einmal zu ihnen um: &#8222;Frühstück in einer halben Stunde!&#8220; knurrte sie in ihre Richtung, bevor sie verschwand.</p>



<p>&#8222;Wow!&#8220; Suriyel griff nach dem Schlüssel. &#8222;Auf das Frühstück bin ich gespannt!&#8220;</p>
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		<title>Pakt</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/pakt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Dec 2023 17:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Proserpina, Beelzebub und Cabor lassen sich auf einen Pakt mit den Torwächtern des Mandala ein&#8230; Der Nebel begann sich zu lichten! Schwer atmend erklomm Proserpina die letzten Meter des Steilhanges. Über der kargen Hochebene, die sich vor ihr ausbreitete, pfiff ein kalter Wind. Die befestigte Straße, der sie über Stunden gefolgt waren, führte direkt auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Proserpina, Beelzebub und Cabor lassen sich auf einen Pakt mit den Torwächtern des Mandala ein&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="703" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1-703x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-6525" style="width:347px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1-703x1024.jpeg 703w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1-206x300.jpeg 206w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1-768x1119.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1-676x985.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9832-1.jpeg 931w" sizes="auto, (max-width: 703px) 100vw, 703px" /></figure>



<p>Der Nebel begann sich zu lichten! Schwer atmend erklomm Proserpina die letzten Meter des Steilhanges. Über der kargen Hochebene, die sich vor ihr ausbreitete, pfiff ein kalter Wind. Die befestigte Straße, der sie über Stunden gefolgt waren, führte direkt auf ein Tor zu, dass in eine hohe langgezogene Mauer eingelassen war.</p>



<p>Proserpina warf einen Blick zurück. Der Nebel lag wie eine dicke Decke über dem Tal. In seinen grauen Schwaden konnte sie einige Meter unter sich die schmalen Konturen des gefallenen Engels Cabors ausmachen, dicht gefolgt vom massigen Körper Beelzebubs . </p>



<p>Mit weit ausholenden Schritten nahm Cabor die letzte Steigung. Als er bei ihr angekommen war, lüftete er seinen Zylinder und wischte sich den Schweiß von der Stirn. &#8222;Ungemütliche Ecke.&#8220; Er drehte sein, mit einer schwarzen Maske bedecktes, Gesicht und pfiff beim Anblick der Mauer anerkennend durch die Zähne. &#8222;Monströses Ding. Wer immer hier lebt, versteht sich darauf, Feinde fern zu halten. Wir können nur darauf hoffen, dass wir willkommen geheißen werden.&#8220;</p>



<p>Keuchend kam Beelzebub neben ihm zum Stehen. &#8222;Mich hält keiner auf! Ich habe Hunger und brauche ein Bett! Mach Platz!&#8220; Der riesige Dämon schob Cabor grob zur Seite und eilte auf das verschlossene Holztor zu. Seine breiten Hufe knirschten im Straßenschotter. </p>



<p>&#8222;Beelzebub!&#8220; Fluchend rannte Proserpina hinter ihm her. &#8222;Hör auf damit!&#8220; </p>



<p>Ungerührt drosch Beelzebub, den Kopf mit den langen spitzen Hörnern gesenkt, gegen das dicke Holz, dass es nur so dröhnte. Proserpina, die ebenfalls vor dem Tor angekommen war, versetzte ihm einen kräftigen Tritt gegen das Schienbein. Während sich hinter der Mauer schwere Schritte näherten, zischte sie ihm von unten zu: &#8222;Hör zu, du Idiot! Egal was passiert: Du hältst den Mund! Haben wir uns verstanden?&#8220; </p>



<p>Bevor Beelzebub antworten konnte, öffnete sich &#8211; begleitet vom leisen Quietschen der Scharniere &#8211; der linke Flügel des Tores. Auf der Höhe von Beelzebubs Brust schob sich eine schwarze Hundenase durch den Spalt, die laut vernehmlich Luft einsog. Ein tiefes Grollen drang zu ihnen. &#8222;Wer seid ihr?&#8220; Die Nase zuckte nervös, während sie erneut vernehmlich schnüffelte. &#8222;Was wollt ihr im  Mandala der Großen Mutter?&#8220;</p>



<p>&#8222;Wir sind müde Wanderer, die von ihrem Weg abgekommen sind und nichts weiter erbitten als eine Mahlzeit und ein Bett für die Nacht&#8220;, ließ sich Cabor vernehmen. Er postierte sich neben den beiden anderen, immer den Blick auf die große schwarze Nase gerichtet, die über seinem Kopf weiterhin nervös zuckte. &#8222;Ist es nicht guter Brauch, Verirrte zu verköstigen und ihnen Obdach zu gewähren?&#8220;</p>



<p>Begleitet von lautem Quietschen schwang der Torflügel auf. Die schwarze Gestalt, die breitbeinig den Durchgang versperrte, starrte sie aus blauen Wolfsaugen an. Sie zog knurrend die Lefzen hoch, zeigte ihre riesigen spitzen Zähne und stieß hervor: &#8222;Nur, wenn sie guten Willens sind! Ihr riecht nach Verderbnis! Woher kommt ihr und wer seid ihr? Sprecht!&#8220;</p>



<p>Beelzebub, der den Wolfsmenschen um mehr als einen Kopf überragte, lachte höhnisch auf: &#8222;Lass uns durch, du Missgeburt!&#8220; Drohend zückte er sein Messer und ging drei Schritte auf den Wächter zu. </p>



<p>Proserpina trat kommentarlos zur Seite und überließ Beelzebub das Feld. Die Kräfteverhältnisse waren so eindeutig, dass man sich die Diskussion sparen konnte. Außerdem genoss sie es, wenn Kleinere und Schwächere litten. Das war einer der Gründe, warum sie sich vor langer Zeit für Beelzebub entschieden hatte: er konnte so wunderbar grausam sein!</p>



<p>Anstatt zurückzuweichen, senkte der Wolfswächter den Kopf, starrte dem Dämon in die Augen und knurrte: &#8222;Für diese Unverschämtheit wirst du bezahlen, Großmaul!&#8220;</p>



<p>Beelzebub lachte höhnisch auf: &#8222;Du willst uns aufhalten, Hundsfott? Du alleine gegen uns drei?&#8220; Er hob drohend das Messer und machte einen weiteren Schritt auf den Wolfsmenschen zu. &#8222;Lass uns durch, oder ich schlitze dir den Bauch auf!&#8220;</p>



<p>Auf einmal schwang, begleitet von lautem Quietschen, der zweite Torflügel auf. Proserpina schnappte laut vernehmlich nach Luft und sprang erschrocken zur Seite. Im Durchgang stand eine riesige braune Gestalt, die den Wolfswächter um mehr als zwei Köpfe überragte. Das furchteinflössende Wesen senkte den riesigen Bullenkopf, den sie auf ihrem breiten muskulösen Menschenkörper trug, richtete die langen spitzen Hörner gegen Beelzebub und brüllte: &#8222;Ich schlitze dir den Bauch auf!&#8220;</p>



<p>&#8222;Moment, Moment!&#8220; Cabor, der die Szene bis zum Auftauchen des Stiermenschen mit Genuß beobachtet hatte, schaltete sich ein. &#8222;Hier handelt es sich um ein bedauerliches Missverständnis!&#8220; Er wies auf Beelzebub, der immer noch &#8211; das Messer in der erhobenen Hand &#8211; wie festgefroren stand und mit offenem Mund auf den Stiermenschen starrte. &#8222;Unser Freund hier ist eine gute Seele, die niemandem etwas zu Leide tut!&#8220; Er trat zu dem Dämon und zischte ihm zu: &#8222;Lass das Messer fallen!&#8220; Der öffnete die Hand. Das Messer fiel, begleitet von einem hellen metallischen Klang, neben Beelzebubs Bein auf den Schotter.</p>



<p>&#8222;Er hat einfach nur Hunger!&#8220; Cabor war wieder zu Proserpina getreten und deutete erneut auf Beelzebub. &#8222;Wenn er länger nichts gegessen hat, ist er immer etwas unleidig. Er wird sich für sein ungehobeltes Betragen entschuldigen! Nicht wahr, Kanzler?&#8220;</p>



<p>Beelzebub starrte weiter auf den Stiermenschen, der ihm gegenüber stand. Und ihm auf verblüffende Weise glich.</p>



<p>&#8222;Beelzebub! Entschuldige dich!&#8220; Proserpinas schrille Stimme riss den Kanzler des Ordens der Fliege aus seiner Trance. </p>



<p>&#8222;Ja, gut. Tut mir leid!&#8220; Der Dämon seufzte schwer. &#8222;Unter Brüdern soll man sich nicht streiten.&#8220;</p>



<p>Der Stiermensch schnaubte durch die Nüstern: &#8222;Ich kenne dich nicht, &#8218;Bruder!&#8220; Er spuckte das letzte Wort geradezu aus. &#8222;Ich bin einer der zornvollen Wächter des Mandalas der Großen Mutter und gehorche ihren Gesetzen. Mit solchen wie dir habe ich nichts zu schaffen!&#8220;</p>



<p>Beelzebub starrte, den Kopf hin und her wiegend, auf den Boden. &#8222;Gerade fällt es mir ein:  Vor langer Zeit war ich einmal ein Fruchtbarkeitsgott. Ich war der Gefährte der Großen Mutter!&#8220; Er richtete sich auf und schlug sich an die Brust: &#8222;Wie konnte ich das nur vergessen! Du und ich&#8220; er zeigte mit dem Finger auf den Wächter mit dem Bullenkopf &#8222;sind uns viel ähnlicher, als du denkst.&#8220;</p>



<p>&#8222;Und warum dienst du der Großen Mutter nicht mehr? Und wage es nicht zu lügen, es ist dir eingeschrieben, dass du dich von ihr abgewandt hast!&#8220;</p>



<p>&#8222;Mein Kult wurde ausgelöscht. Ich hatte nur die Wahl, mich dem Allmächtigen zu unterwerfen, oder Satan. Die Hölle war mir lieber.&#8220; </p>



<p>Der Stier-Wächter schnaubte auf: &#8222;Du bist ein Verräter! Und ein Feigling dazu!&#8220;</p>



<p>&#8222;Und obendrein noch ein Grossmaul!&#8220;, knurrte der Wolfswächter.</p>



<p>Beelzebub nickte ergeben: &#8222;In Dreiteufelsnamen! Es ist wie es ist! Ich kann es nicht mehr ändern. Früher war ich ein Fruchtbarkeitsgott und jetzt bin ich ein Dämon. Die Sache ist gelaufen. Wir&#8220; &#8211; er wies auf seine beiden Begleiter &#8211; &#8222;sind verflucht für alle Zeiten!&#8220; </p>



<p>&#8222;Sagt wer?&#8220; Der Wolfswächter runzelte fragend die Stirn.</p>



<p>&#8222;Sie!&#8220; Beelzebub wies auf Proserpina. &#8222;Das sagt sie immer: Wir sind verflucht für alle Zeiten! Die Engel und Heiligen sind im Himmel, die Teufel und Dämonen sind in der Hölle. So lautet das Gesetz!&#8220;</p>



<p>&#8222;Das mag in eurer Welt gelten. Im Reich der Yeshe Walmo verhält es sich anders. In ihrem Mandala ist jeder willkommen, der ihre Gesetz anerkennt. Auch die zerstörerischen und zornvollen Kräfte werden hier geehrt und geachtet.&#8220;</p>



<p>Proserpina fragte mit belegter Stimme: &#8222;Das heißt, ihr wäret bereit, uns einzulassen und bei euch aufzunehmen?&#8220;</p>



<p>Der Wächter mit dem Bullenkopf nickte. &#8222;Unter der Bedingung, dass ihr euch dem Transformationsprozess unterzieht. Und ich warne euch: Der Weg ist lang und hart und wird euch an eure Grenzen bringen! Aber nur, wer sich dieser Reinigung unterwirft, findet Platz im Reich der Yeshe Walmo!&#8220;</p>



<p>Beelzebub, Proserpina und Cabor sahen einander an. Einer nach dem anderen nickte.</p>



<p>Proserpina sprach für alle drei: &#8222;Wir lassen uns auf den Handel ein. Es ist besser, als für alle Zeiten verflucht zu sein.&#8220;</p>



<p>Die beiden Wächter traten zur Seite und ließen die drei durch das Tor treten. Während sie die Flügeltüren verriegelten, flüsterte der Wolfsmensch dem Stiermenschen schmunzelnd ins Ohr: &#8222;Ekajati wird viel Spaß mit ihnen haben!&#8220;</p>
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		<title>Gebunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Dec 2023 12:07:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Erzengel Uriel und Luzifer treffen vor dem Tor zum Mandala der zornvollen Göttin der Nacht aufeinander&#8230; Uriel hob ein letztes Mal die Faust und schlug mit aller Kraft gegen das mächtige hölzerne Tor. Das laute Pochen klang weithin über die Stille der Hochebene. Er lauschte: hatte sich hinter der Tür gerade etwas geregt? Nein! [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Der Erzengel Uriel und Luzifer treffen vor dem Tor zum Mandala der zornvollen Göttin der Nacht aufeinander&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="338" height="508" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9985.jpeg" alt="" class="wp-image-6483" style="width:260px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9985.jpeg 338w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9985-200x300.jpeg 200w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></figure>



<p>Uriel hob ein letztes Mal die Faust und schlug mit aller Kraft gegen das mächtige hölzerne Tor. Das laute Pochen klang weithin über die Stille der Hochebene. Er lauschte: hatte sich hinter der Tür gerade etwas geregt?</p>



<p>Nein! Das Geräusch kam aus der anderen Richtung. Er drehte sich um. Zu seinem Erstaunen erkannte er eine Gestalt, die mit weit ausholenden Schritten auf der Straße, die vom Tal heraufführte, auf ihn zulief. </p>



<p>Der Fremde, der auf ihn zueilte, kam dem Erzengel vage vertraut vor. Uriel kniff die Augen zusammen. Der Andere trug einen schwarzen Anzug über dem weißen Hemd. Er war von großer schlanker Gestalt, das Haar dunkel. Auf seiner Stirn prankten zwei spitze Hörner.</p>



<p>Das war Luzifer!</p>



<p>Als sein ehemaliger Kollege vor ihm zum Stehen kam, hatte Uriel sich wieder gefasst. &#8222;Das nenne ich eine Überraschung.&#8220;</p>



<p>Luzifer schnappte nach Luft. &#8222;Uriel! Lange nicht gesehen! Wo kommst du denn her? Und wo sind wir hier überhaupt!&#8220;</p>



<p>&#8222;Gute Frage.&#8220; Uriel hob erneut die Faust und schlug mit aller Kraft gegen das Holztor. &#8222;Scheint keiner da zu sein.&#8220;</p>



<p>In diesem Moment erklangen schwere Schritte hinter dem verschlossenen Durchgang. Ein Schlüssel wurde knirschend im Schloss gedreht. Begleitet vom Quietschen der rostigen Scharniere schwang einer der beiden Torflügel auf.</p>



<p>Uriel trat erschrocken einen Schritt zurück und rempelte dabei Luzifer an, der hinter ihm in Deckung  gegangen war.</p>



<p>Vor ihnen stand ein riesiges schwarzes Wesen, dessen muskulöser menschlicher Körper von einem mächtigen Wolfskopf geziert wurde. Es starrte sie aus hellblauen Augen an. Dann ging es in die Knie, streckte den Hals und begann, Uriel von oben bis unten abzuschnüffeln. Danach schob es ihn mit einer entschiedenen Bewegung beiseite und wiederholte das selbe Procedere mit  Luzifer.</p>



<p>&#8222;Nanana.&#8220; Der Wolfsmensch wiegte nachdenklich den Kopf, während er sich wieder zu seiner vollen Höhe aufrichtete. Er starrte längere Zeit nachdenklich auf sie herab, bevor ein tiefes Grollen aus seiner Kehle erklang. &#8222;Ihr beide wollt also Einlass in das Mandala der großen Mutter?&#8220; </p>



<p>Uriel musste den Kopf in den Nacken legen, um dem Wächter in die Augen sehen zu können. &#8222;Ich habe nichts mit ihm zu tun.&#8220; Er wies auf Luzifer. &#8222;Was aus ihm wird, ist mir einerlei. Ich bitte dich darum, das Mandala der Yeshe Walmo betreten zu dürfen.&#8220;</p>



<p>Der Wolfsmensch nickte. &#8222;Ich sehe, du bist einer, der weiß, womit er es zu tun hat.&#8220; </p>



<p>Er starrte wieder nachdenklich auf Uriel und Luzifer herab, bevor er ein weiteres Mal seine Stimme erhob. &#8222;Du weißt&#8220;, er wandte sich erneut an Uriel, &#8222;was zu tun ist, damit ich dir ohne weitere Fragen den Zutritt in das Mandala gewähre?&#8220;</p>



<p>Uriel nickte. &#8222;Ich muss dich bei deinem Namen rufen.&#8220;</p>



<p>Der Wolfswächter nickte. &#8222;So ist es. Kennst du ihn?&#8220;</p>



<p>&#8222;Selbstverständlich.&#8220; Uriel sprach den Namen des zornvollen Wächters Yeshe Walmos laut aus.</p>



<p>Der Wolfsmensch nickte erneut. &#8222;So ist es. Aber wenn du meinen geheimen Namen kennst und um Yeshe Walmo weißt, dann hast du auch von ihren Gesetzen gehört: In dem Moment, in dem du dieses verbotene Wissen mit jemandem anderen teilst, gehst du einen karmischen Beziehung ein.&#8220; Er wies mit der Schnauze auf Luzifer. &#8222;Der da hat von dir sowohl den Namen der Hüterin dieses Mandalas als auch den meinen erfahren. Ich lasse euch nun beide ein. Aber seid euch bewusst, dass ihr innerhalb seiner Mauern aneinander gebunden seid!&#8220;</p>



<p>Damit öffnete er das Tor.</p>



<p>Uriel schritt entschlossen hindurch. Luzifer schob sich hastig an dem riesigen Wächter vorbei und eilte hinter ihm her.</p>



<p>Der Wolfsmensch sah den beiden nach, wie sie auf dem Pfad, der in das Innere des Mandalas führte, veschwanden. &#8222;Und auch außerhalb dieser Mauern, so wie es aussieht&#8230;&#8220;, murmelte er vor sich hin, während er das Tor wieder schloß und den Schlüssel im Schloss drehte. </p>
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		<title>Entthront</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/entthront/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2023 10:48:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu seiner großen Erleichterung gelangt der gefallene Erzengel Luzifer an eine Mauer und ein Tor&#8230; Luzifer hastete durch den Nebel. Unter den Sohlen seiner Lacklederschuhe knirschte der Kies. Zu seiner grenzenlosen Erleichterung war er nach längerem Umherrirren auf eine befestigte Straße gestossen. Früher oder später musste sie ihn zu einer Behausung oder Markierung führen, die [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Zu seiner großen Erleichterung gelangt der gefallene Erzengel Luzifer an eine Mauer und ein Tor&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="730" height="638" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9776-1.jpeg" alt="" class="wp-image-6463" style="width:390px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9776-1.jpeg 730w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9776-1-300x262.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/IMG_9776-1-676x591.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 730px) 100vw, 730px" /></figure>



<p>Luzifer hastete durch den Nebel. Unter den Sohlen seiner Lacklederschuhe knirschte der Kies. Zu seiner grenzenlosen Erleichterung war er nach längerem Umherrirren auf eine befestigte Straße gestossen. Früher oder später musste  sie ihn zu einer Behausung oder Markierung führen, die ihm verraten würde, wo er in Dreiteufelsnamen hingeraten war!</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:42px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Im Dahinlaufen rief er sich das Zusammentreffen mit Beelzebub und Cabor im Ätherraum ins Gedächtnis. Ihre erschrockenen Gesichter, als er die Tür aufriss. Den vor Wut schäumenden Beelzebub, wie der auf Cabor einschlug.</p>



<p>Und dann die Explosion. Das Licht!</p>



<p>Luzifers Körper war von einer unbeschreiblichen Kraft durchdrungen und regelrecht gesprengt worden. Er war sich in diesem Moment sicher gewesen, zu sterben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:42px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Stattdessen hatte er sich in seiner gewohnten teuflischen Gestalt in einer Steinwüste wiedergefunden. Umgeben von dichtem Nebel. Und völlig allein.</p>



<p>Luzifer schätzte es nicht allein zu sein. Wenn er ehrlich zu sich war, machte es ihm Angst. </p>



<p>Und er hasste es, keinen Überblick zu haben. Keine Kontrolle! </p>



<p>Üblicherweise war er es, der die Spielregeln bestimmte. Wer immer mit ihm zu tun hatte, war seinen teuflischen Plänen ausgeliefert. Seinen Kontrahenten blieb nur, zu reagieren. </p>



<p>So war es schon immer gewesen, so würde es bis an das Ende aller Tage sein. Davon war er zumindest bisher immer ausgegangen. </p>



<p>Aber irgendeine unbeschreibliche Kraft, die selbst der Allmacht Gottes überlegen zu sein schien, hatte ihn enttrohnt.</p>



<p>Das Gefühl der völligen Hilflosigkeit, das ihn überschwemmte, war nicht auszuhalten! Verzweifelt knirschte er mit den Zähnen. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:44px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Von Angst geschüttelt, beschleunigte Luzifer seine Schritte. Irgendwo an dieser Straße musste eine Behausung auftauchen. Leben! </p>



<p>Es ging aufwärts. Luzifer schritt weiter energisch aus. Nur weg von hier! </p>



<p>Schweiß tropfte ihm von der Stirn. Der Brioni-Anzug klebte an seinem Rücken. Das einzige, was er hörte, war sein eigener gepresster Atem. </p>



<p>Da! Der Nebel wurde mit jedem Schritt lichter! Vor ihm tat sich eine Hochebene auf. </p>



<p>In der Ferne entdeckte er eine riesige graue Mauer. Die Straße, auf der er lief, führte auf ein Tor darin zu. </p>



<p>Vor diesem Zugang stand ein lebendes Wesen, das einen großen Rucksack über den Schultern zu tragen schien. Gerade in diesem Moment klopfte der Fremde an das Tor. Sein lautes Pochen klang unnatürlich laut über die Hochebene. </p>



<p>Luzifer stöhnte erleichtert auf und begann zu rennen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:43px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
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		<title>Im Palast</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2023 10:17:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Taliba]]></category>
		<category><![CDATA[Von Engeln und Dakinis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maria ist in die Dienste der zornvollen Göttin der Nacht getreten und erfüllt gehorsam die Aufgabe, die ihr übertragen wurde&#8230; Mit lautem Krachen fiel das schwere Holztor hinter Maria ins Schloss. Sie trat unter den Arkaden hervor in die warme Morgensonne und überquerte &#8211; in jeder Hand einen Eimer haltend &#8211; den großen Innenhof. Ein [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Maria ist in die Dienste der zornvollen Göttin der Nacht getreten und erfüllt gehorsam die Aufgabe, die ihr übertragen wurde&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="727" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578-1024x727.jpeg" alt="" class="wp-image-6414" style="width:383px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578-1024x727.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578-300x213.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578-768x545.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578-676x480.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/12/7db92178-d8a0-478c-b6e7-773ee53c7578.jpeg 1154w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Mit lautem Krachen fiel das schwere Holztor hinter Maria ins Schloss. Sie trat unter den Arkaden hervor in die warme Morgensonne und überquerte &#8211; in jeder Hand einen Eimer haltend &#8211; den großen Innenhof. </p>



<p>Ein Schwarm leuchtend roter Vögel flog bei ihrem Anblick erschrocken auf und schwirrte unter lautem &#8222;schip schip&#8220; auf eine der großen Palmen, die ihre Schatten über die Dächer des Palastes der Yeshe Walmo warfen. </p>



<p>Vor dem monoton plätschernden Springbrunnen in der Mitte des Innenhofs stolzierte ein prächtiger Pfau. Seine langgezogenen klagenden Rufe begleiteten Maria, als sie &#8211; auf der gegenüberliegenden Seite der Freifläche angekommen &#8211; einen Durchgang betrat und auf den ausgetretenen Steinstufen den Weg in die Tiefe nahm.</p>



<p>Fackeln steckten in den gemauerten Wänden. Sie erleuchteten die breite Treppe und den unterirdischen Saal, der sich vor Maria auftat.</p>



<p>Auf den beiden Längsseiten des riesigen Raumes standen unter dem, von Säulen gestützten, Deckengewölbe in regelmäßigen Abständen je vier große schwarze Amphoren. An der Stirnseite befand sich eine weitere der großen dunklen Vasen.  </p>



<p>Maria stellte die beiden schweren hölzernen Eimer ab. Die Metallgriffe hatten sich tief in ihre Handflächen eingegraben. In dem einen Behältnis, das nun zu ihrer Rechten stand, befanden sich gewöhnliche helle Kiesel. Der andere, den sie in ihrer Linken getragen hatte, war mit Steine gefüllt, die von weißer, rötlicher, blauer und grüner Farbe waren.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:39px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Wie jeden Morgen hatte Maria den Palast zu Beginn der Dämmerung verlassen. Als die ersten Sonnenstrahlen auf die Wiesen und Gärten des Mandala fielen, war Maria &#8211; in jeder Hand einen Eimer &#8211; den gewohnten Weg gegangen, so wie Yeshe Walmo es sie gelehrt hatte. An jeder der heiligen Stätten, die sie passierte, sammelte sie farbige Steine ein, die in Pyramiden davor aufgehäuft waren. Am Ufer des Flusses, der &#8211; von klarem Wasser gespeist &#8211; das Mandala durchquerte, füllte sie den anderen Eimer mit Kieseln.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:44px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
</div>


<p>Maria zog eine Fackel aus der eiserner Halterung und schritt, die zuckende Flamme in der erhobenen Hand, an eine große Metallschale, die sich in der Mitte des unterirdischen Saales befand. Das geheime Mantra der zornvollen Göttin rezitierend, entzündete sie das Holz, das sorgfältig aufgeschichtet in der Mulde lag.</p>



<p>Weiter unaufhörlich das Mantra rezitierend stand sie &#8211; die flackernde Fackel in der Hand &#8211; und beobachtete, wie die kleine Flamme sich von den  Spänen nährte, rauchend wuchs, bis die großen Holzscheite Feuer fingen. Lodernde Feuerzungen begannen zum Knistern und Knacken des Feuers zu tanzen. </p>



<p>Nachdem sie die Fackel wieder zurück in die Halterung gesteckt hatte, begann Maria mit ihrer Arbeit. </p>



<p>Wie jeden Tag war es an ihr, die neun Amphoren zu füllen. </p>



<p>Sie beugte sich über die Eimer und nahm einen Kiesel in ihre rechte Hand und einen der bunten Steine in ihre Linke. Maria richtete sich auf, strich sich das lange dunkle Haar aus dem Gesicht und wanderte, in jeder ihrer Handflächen die glatte kalte Oberfläche und die Härte der Steine spürend, die Augen halb geschlossen,  im Kreis durch den großen Raum. Alles was sie hörte, war ihr eigener tiefer Atem. <br></p>



<p>Schließlich blieb sie vor einer der Amphoren in der Mitte der linken Raumseite stehen. Sie musste sich auf die Zehenspitzen stellen, um &#8211; den linken Arm nach oben ausgestreckt &#8211; einen bläulich leuchtenden Stein in das Gefäß zu werfen. Aus seiner Tiefe erklang ein dumpfes &#8222;Klong&#8220; als dieser auf den Boden aufschlug.</p>



<p>Danach durchquerte Maria den Saal und warf den hellen Kiesel in die Amphore, die der anderen gegenüber lag. Wieder erklang das dumpfe Geräusch, als der Kiesel auf dem Grund des Gefäßes zu liegen kam.</p>



<p>Maria kehrte zu den beiden Eimern zurück, griff sich erneut mit ihrer rechten Hand einen Kiesel, mit ihrer Linken einen bunten Stein. Danach nahm sie ihre konzentrierte Wanderung durch den Saal wieder auf, kam nach ein paar Minuten vor einer anderen Amphore zum stehen, warf den bunten Stein in diese und den grauen Kiesel in ein anderes Gefäß.</p>



<p>So wie Yeshe Walmo es sie gelehrt hatte.</p>



<p>Das tat sie, bis sich kein einziger Kiesel und kein einziger Stein mehr in den beiden Eimern befanden.</p>



<p>Das Feuer in der Metallschale war längst niedergebrannt. Müde schleppte sich Maria, die beiden leeren Eimer tragend, die breite Treppe hoch.</p>



<p>Über dem großen Innenhof hing die Abenddämmerung. Aus einem der prächtigen Gärten des Palastes der Yeshe Walmo klang der langgezogene klagende Ruf eines Pfaus zu ihr.</p>



<p>Maria wusste nicht, wie lange sie bereits in den Diensten der großen Mutter stand. Es war ihr, als hätte sie Zeit ihrer Existenz nie etwas anderes getan, als Steine und Kiesel zu sammeln und zu verteilen.</p>



<p>Auf dass, dem Willen der Yeshe Walmo  folgend, das Gesetz der wechselseitigen Abhängigkeiten im Universum wirken konnte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1004" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4276" style="width:46px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-1004x1024.jpg 1004w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-294x300.jpg 294w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-768x783.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte-676x689.jpg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2023/09/Putte.jpg 1255w" sizes="auto, (max-width: 1004px) 100vw, 1004px" /></figure>
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