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	<title>Das Buddhistische Zentrum Archive - This Water runs East</title>
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	<description>Berichte von den Grenzen des Ich</description>
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	<title>Das Buddhistische Zentrum Archive - This Water runs East</title>
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		<title>Totensonntag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 11:24:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Riwo SangChö]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das sonntägliche Rauchopfer im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain bekommt spontan eine protestantische Note&#8230; Um dreizehn Uhr sind wir mit der &#8222;Grünen Tara&#8220; &#8211; dem ersten Teil unserer wöchentlichen Sonntagspraxis &#8211; durch. https://www.water-runs-east.eu/gruene-tara/ Wie immer haben wir knapp zwei Stunden dafür gebraucht. Denn wir praktizieren die Grüne Tara in der langen tibetischen &#8222;Tempel-Version&#8220; und nicht in [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Das sonntägliche Rauchopfer im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain bekommt spontan eine protestantische Note&#8230; </h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="859" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581-1024x859.jpeg" alt="" class="wp-image-9648" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:421px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581-1024x859.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581-300x252.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581-768x644.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581-676x567.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3581.jpeg 1125w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Um dreizehn Uhr sind wir mit der &#8222;Grünen Tara&#8220; &#8211; dem ersten Teil unserer wöchentlichen Sonntagspraxis &#8211; durch. <a href="https://www.water-runs-east.eu/gruene-tara/">https://www.water-runs-east.eu/gruene-tara/</a></p>



<p>Wie immer haben wir knapp zwei Stunden dafür gebraucht. Denn wir praktizieren die Grüne Tara in der langen tibetischen &#8222;Tempel-Version&#8220; und nicht in der &#8211; im Westen üblichen &#8211; verkürzten Weise.</p>



<p>Trotz der Länge und Komplexität unserer Praxis &#8211; und der Tatsache, dass es im ungeheizten Tempel des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichshain im Winter ungemütlich kalt ist &#8211; haben sich heute wieder dreizehn Leute eingefunden, um gemeinsam zu rezitieren, zu singen und zu meditieren.</p>



<p>Nachdem wir fertig sind, versichern wir uns gegenseitig, was wir doch wieder einmal für eine schöne gemeinsame Praxis hatten! Danach flüchten die anderen in die gemütliche Teestube des Zentrums, in der die Heizkörper glühen. </p>



<p>Israfel und ich machen einen Abstecher in die Küche, die sich in einem Nebengebäude befindet. Wir wärmen die Gemüsesuppe mit den bayerischen Semmelknödeln auf, die wir beide gestern fabriziert haben.<a href="https://www.water-runs-east.eu/hausmannskost/"> https://www.water-runs-east.eu/hausmannskost/</a></p>



<p>Als in der Teestube alle vor ihren dampfenden Tellern sitzen, breitet sich Schweigen über dem Tisch aus. Wir falten die Hände, Suriyel spricht das kurze tibetische Tischgebet. </p>



<p>Während der Mahlzeit diskutieren wir das anstehende Programm. Suryiel möchte ein &#8222;kleines&#8220; Rauchopfer in einer Schale machen, anstelle des üblichen Feuers auf der Terrasse. Zu Schulungszwecken. Er hat &#8211; erklärt er uns &#8211; eine neue unkomplizierte Methode entdeckt, den Instant-Powder ohne Räucherkohle zu opfern. Die möchte er heute präsentieren. <a href="https://www.water-runs-east.eu/do-it-yourself-sang-pulver/">https://www.water-runs-east.eu/do-it-yourself-sang-pulver/</a></p>



<p>Kurz überlege ich, ob Akzeptanz angemessen ist &#8211; oder Widerspruch?</p>



<p>&#8222;Widerspruch!&#8220;, befiehlt mir meine intuitive Innere Stimme.</p>



<p>&#8222;Ach komm, Suriyel!&#8220;, rufe ich deshalb aus. &#8222;Mach ein Feuer! Bitte!&#8220;</p>



<p>&#8222;Ich mache doch ein Feuer! Ein ganz kleines!&#8220;, kommt es zurück.</p>



<p>&#8222;Du weißt genau was ich meine! Ich möchte ein großes! In der Feuerschale!&#8220; Dazu setze ich einen erstklassigen Hunde-Blick auf.</p>



<p>Jetzt ist es an Suriyel zu überlegen, ob Akzeptanz angemessen ist &#8211; oder Widerspruch.</p>



<p>Er entscheidet sich für Akzeptanz. &#8222;Ja, gut. Wenn du das willst. Machen wir halt ein großes Rauchopfer.&#8220;</p>



<p>Alle am Tisch schauen erfreut. Anscheindend hat sich außer mir nur keiner getraut, Suriyel zu widersprechen.</p>



<p>Bevor wir im Tempel alles für das Rauchopfer vorbereiten, spüle ich mit einer Dharma-Schwester das schmutzige Geschirr. &#8222;Weißt du, das heute Totensonntag ist?&#8220;, fragt sie mich währenddessen. </p>



<p>&#8222;Nein, wusste ich nicht. Ich bin katholisch. Bei uns sind das Allerheiligen und Allerseelen. Die waren schon am 1. und 2. November.&#8220;</p>



<p>Die Dharma-Schwester versenkt den nächsten Suppenteller im Spülwasser. &#8222;Meine Mutter ist evangelisch. Der ist Totensonntag wichtig. Da rufe ich sie immer an.&#8220;</p>



<p>Auf dem Weg in den Tempel komme ich an einem Dharma-Bruder vorbei. Der steht im Flur und spricht besänftigtend ins Telefon.</p>



<p>Kurz darauf lässt er sich auf dem Meditationskissen zu meiner Rechten nieder. &#8222;Wusstest du, das heute Totensonntag ist?&#8220;</p>



<p>&#8222;Ja. Aber nur, weil es mir gerade gesagt wurde. Ich bin katholisch.&#8220;</p>



<p>Der Dharma-Bruder seufzt. &#8222;Ich habe es vergessen! Dabei ist meine Oma vor ein paar Wochen gestorben! Heute wurde im Gottesdienst ihr Namen verlesen, weil Totensonntag ist, und meine Mutter war ganz aufgelöst, weil ich nicht angerufen habe!&#8220; Es ist dem Dharma-Bruder anzusehen, wie unglücklich er über die Situation ist.</p>



<p>Ich überlege, wie wir ihm beistehen können. &#8222;Sollen wir das Rauchopfer für deine Oma machen? Wo sie doch gerade gestorben ist?&#8220;</p>



<p>&#8222;Sie ist schon im August gestorben!&#8220; </p>



<p>Ja, gut, das ist deutlich länger als die 49 Tage, die Verstorbene im Bardo &#8211; dem Zwischenreich von Leben und Tod &#8211; verbringen. So wird es im tibetischen Buddhismus gelehrt. Außerdem praktiziert man für Verstorbene nicht Riwo SangChöd &#8211; das Rauchopfer, das wir gleich machen werden &#8211; sondern Sur. <a href="https://www.water-runs-east.eu/sur/">https://www.water-runs-east.eu/sur/</a></p>



<p>Egal! &#8222;Wir sind flexibel!&#8220;, erkläre ich dem Dharma-Bruder.  &#8222;Wir können trotzdem Rauchopfer für deine Oma machen.&#8220; Maktiel, die an der großen Trommel Platz genommen hat, lacht belustigt auf. </p>



<p>&#8222;Es ist eher&#8230; Meine Mutter&#8230;&#8220;</p>



<p>Der Dharma-Bruder macht sich erkennbar weniger Sorgen um die Wiedergeburt seiner Oma, als um das Wohlbefinden seiner Mutter. Es ist doch gut, dass wir kein Sur, sondern ein Riwo Sangchö machen werden, denke ich. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>



<p>&#8222;Wie heißen denn deine Oma und deine Mutter?&#8220;</p>



<p>&#8222;Hildegard und Hannelore.&#8220;</p>



<p>Während wir über Oma und Mutter diskutieren, wurden die Vorbereitungen für das Rauchopfer abgeschlossen. Die Feuerschale, in der das Holz kunstvoll zu einem Turm aufgeschichtet ist, steht auf der Terrasse des Tempels. Davor sind auf einem Tischchen die Opfergaben aufgereiht. </p>



<p>Suriel zündet den Holzstoss an. Begleitet von lautem Knistern zucken die ersten Feuerzungen in die Höhe. </p>



<p>Dann kommt er zu uns und nimmt auf dem Meditationskissen zu meiner Linken Platz. </p>



<p>&#8222;Wir machen heute Sang für Hildegard und Hannelore! Das sind die verstorbene Oma und die Mama von &#8230;&#8220;, erkläre ich ihm. &#8222;Weil heute Totensonntag ist!&#8220;</p>



<p>Suriyel versteht erkennbar kein Wort. &#8222;Wir machen immer Sang für alle!&#8220;</p>



<p>&#8222;Für alle &#8211; und heute ganz besonders für Hildegard und Hannelore! Du musst es auch sagen, damit es wirkt!&#8220;</p>



<p>Suriyel weiß immer noch nicht, was gerade los ist, nickt aber ergeben. &#8222;Gut, dann machen wir heute Sang für alle und ganz besonders für Hildegard und Hannelore!&#8220; Er kämpft hörbar mit den ungewohnten deutschen Namen.</p>



<p>&#8222;Weil Totensonntag ist.&#8220;</p>



<p>Das ignoriert er. Als Pole, denke ich, weiß er vermutlich nicht einmal was &#8218;Totensonntag&#8216; ist. &#8222;Das ist wie &#8218;Allerheiligen&#8216; und &#8218;Allerseelen&#8216; für Protestanten!&#8220;, schiebe ich schnell hinterher.</p>



<p>Auch das sagt ihm erkennbar nichts. Leider weiß ich nicht, wie die Feiertage auf Polnisch heißen.</p>



<p>Suriyel ist es egal. Er schlägt den Gong und stimmt das erste Sutra an. Während die Flammen in der Feuerschale höher und höher steigen und die Hitze die feuchten Terrassenbohlen dampfen lässt, nehmen wir Zuflucht, entwickeln Bodhichitta und laden die Gäste ein. </p>



<p>Die Buddhas, Bodhisattvas, Schützer, Dakinis, alle Naturgeister, Tiere, Menschen und alle anderen sichtbaren und unsichtbaren Wesen, mit denen wir in Verbindung stehen.</p>



<p>Und Hildegard und Hannelore&#8230;</p>



<p>Als wir bei der Opferung angekommen sind, steht Suriyel auf, geht zur Terrasse und wirft die Opfergaben in die Flammen. </p>



<p>Weißer Rauch steigt aus der Feuerschale auf und windet sich wie eine dicke Schlange in den grauen Herbsthimmel.</p>



<p>Auf Israfels Vorschlag hin singen wir, nachdem wir mit dem Rauchopfer durch sind, noch drei Mal das Dewa Chen Gebet für eine glückliche sofortige Wiedergeburt von Hildegard und Hannelore.</p>



<p>Hinterher sitzen alle auf ihren Kissen und sind geradezu betäubt vom Ritual. Nie zuvor haben wir ein solch perfektes Rauchopfer hinbekommen als das heutige am Totensonntag! Das Feuer, der Rauch, die Musik der Instrumente, unser Gesang &#8211; alles war genau so, wie es sein soll.</p>



<p>&#8222;Ich bin mir sicher, dass davon etwas bei deiner Oma und deiner Mutter angekommen ist!&#8220;, flüstere ich dem Dharma-Bruder zu meiner Rechten zu.</p>



<p>Der nickt. &#8222;Ganz sicher! Ich werde gleich meine Mutter anrufen und ihr sagen, dass wir für sie und Oma gebetet haben. Sie wird sich sehr darüber freuen!&#8220; Damit steht er auf und eilt &#8211; sein Handy aus der Jackentasche ziehend &#8211; aus dem Tempel.</p>



<p></p>
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		<title>Hurra-Aktion</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/hurra-aktion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2024 13:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Tantra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Fund des Pfarrhauses löst starke Emotionen aus &#8211; nicht nur in mir, sondern auch bei den Menschen, die mit mir verbunden sind&#8230; Nach der Besichtigung des evangelischen Pfarrhauses ist mein Bruder enthusiastisch &#8211; während ich verzweifelt bin. https://www.water-runs-east.eu/besichtigung/ So hatte ich mir mein zukünftiges Leben nicht vorgestellt! Noch wenige Tage zuvor war ich die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Der Fund des Pfarrhauses löst starke Emotionen aus &#8211; nicht nur in mir, sondern auch bei den Menschen, die mit mir verbunden sind&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9524" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:408px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-768x1024.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-225x300.jpeg 225w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-676x901.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/IMG_3214-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Nach der Besichtigung des evangelischen Pfarrhauses ist mein Bruder enthusiastisch &#8211; während ich verzweifelt bin. <a href="https://www.water-runs-east.eu/besichtigung/">https://www.water-runs-east.eu/besichtigung/</a></p>



<p>So hatte ich mir mein zukünftiges Leben nicht vorgestellt! Noch wenige Tage zuvor war ich die gewesen, die in einer Spirituellen WG am Prenzlauer Berg lebt, Fantasy und Blogtexte schreibt, mit ihren spannenden Freunden im Buddhistischen Zentrum von Friedrichshain abhängt, nebenher ein &#8222;Zentrum für Praktische Spiritualität&#8220; betreibt und meditiert. <a href="https://www.water-runs-east.eu/plaene/">https://www.water-runs-east.eu/plaene/</a></p>



<p>Und jetzt auf einmal das: Ein riesiges denkmalgeschütztes unsaniertes evangelisches Pfarrhaus von 1800, mitten im Nirgendwo der Mecklenburgischen Provinz. </p>



<p>Das soll ich kaufen? Dort soll ich leben?</p>



<p>Allein?</p>



<p>Während sich mein Bruder auf der Rückfahrt von der Besichtigung in Sanierungsphantasien ergeht, sitze ich auf dem Beifahrersitz und fürchte mich!</p>



<p>Mein Bruder ist Zimmermann und Bauingenieur: Kein Dach zu marode, kein Fußboden zu verfault&#8230; <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch-eiche/">https://www.water-runs-east.eu/rauch-eiche/</a></p>



<p>Ich dagegen bin gerade mal in der Lage, Dübel zu setzen und Ikea-Möbel zusammenzuschrauben. Gut, Lampen kann ich auch noch anschließen, aber damit sind meine handwerklichen Fertigkeiten auch schon erschöpft.</p>



<p>Meinen Klagegesang, ich wäre dem nicht gewachsen und würde ganz bestimmt scheitern, wischt mein Bruder zur Seite: &#8222;Ich liefere das Know-how und die Kontakte, du organisierst vor Ort. Das ist doch kein Problem!&#8220;</p>



<p>&#8222;Und was ist, wenn die Handwerker Mist bauen? Ich sehe so was nicht!&#8220;</p>



<p>&#8222;Wir leben im 21. Jahrhundert&#8220;, antwortet mein Bruder ungerührt. &#8222;Du schickst mir ein Video auf WhatsApp und ich sage dir, ob es passt.&#8220;</p>



<p>Na dann&#8230;</p>



<p>Damit auch alle Freunde und Familienmitglieder an meiner Neuendeckung teilhaben können, produziert mein Bruder, nachdem wir zurück in Berlin sind, am heimischen Computer ein kurzes Video über das Pfarrhaus. Er bastelt es innerhalb einer halben Stunde aus den Aufnahmen der Drohne zusammen, die er während des Besichtigungstermins über das Pfarrhaus und die Nebengebäude fliegen ließ. Die Bilder von den Löchern in den Dächern und der schiefen Giebelwand des Stalls schneidet er heraus.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/besichtigung/"> https://www.water-runs-east.eu/besichtigung/</a></p>



<p>Als er mit dem Video fertig ist, darf ich mir ein Stück aus seiner selbst komponierten Liedersammlung aussuchen. Ich habe nur die Wahl zwischen Pop, Rock und Techno. Nichts davon passt wirklich, aber egal. </p>



<p>Kurz darauf verschicke ich sein zweiminütiges &#8222;Werbevideo&#8220; des Pfarrhauses, unterlegt mit rhythmischem Rock.</p>



<p>Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: es dominiert Begeisterung.</p>



<p>Allerdings gibt es auch kritische Rückmeldungen. Am harschesten fällt die von Suriyel aus. <a href="https://www.water-runs-east.eu/suriyel/">https://www.water-runs-east.eu/suriyel/</a></p>



<p>Der ist auch Handwerker. Er muss die Löcher in den Dächern nicht gesehen haben um zu wissen, was es bedeutet, ein mehr als 200 Jahre altes Haus zu sanieren.</p>



<p>Von solchen &#8222;Hurra-Aktionen&#8220; würde er überhaupt nichts halten, erfahre ich umgehend. Ob ich denn überhaupt einen Business-Plan hätte?</p>



<p>Ich glaube erst, mich verlesen zu haben: Suriyel ist in meinen Augen der letzte, der etwas von &#8222;Business&#8220; vesteht!</p>



<p>Und überhaupt: &#8222;Hurra-Aktion&#8220;. </p>



<p>Wenn mir gerade nach etwas ganz sicher nicht der Sinn steht, dann ist es &#8222;Hurra!&#8220;&#8230;</p>



<p>Aber so läuft es eben zwischen uns. <a href="https://www.water-runs-east.eu/karma/">https://www.water-runs-east.eu/karma/</a></p>
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		<title>Online-Sur</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/online-sur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 10:19:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltags-Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle WG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maktiel und ich testen meinen neuen Homemade-Sur-Powder während eines Online-Rauchopfers via Zoom&#8230; Am Abend des 27. Juli bekomme ich Besuch von Maktiel. Mit ihrer orangen Wollmütze über dem Kopf und ihrem Laptop unter dem Arm steht sie vor der Tür der Spirituellen WG. Wir wollen gemeinsam den Home-Made-Sur-Powder ausprobieren! Dafür brauchen wir ein Feuer. Aus [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/online-sur/">Online-Sur</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">This Water runs East</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Maktiel und ich testen meinen neuen Homemade-Sur-Powder während eines Online-Rauchopfers via Zoom&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-9123" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:502px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-1024x768.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-300x225.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-768x576.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2330-676x507.jpeg 676w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Am Abend des 27. Juli bekomme ich Besuch von Maktiel. Mit ihrer orangen Wollmütze über dem Kopf und ihrem Laptop unter dem Arm steht sie vor der Tür der Spirituellen WG.</p>



<p>Wir wollen gemeinsam den Home-Made-Sur-Powder ausprobieren! </p>



<p>Dafür brauchen wir ein Feuer. Aus Kohle. So ist es in den traditionellen tibetisch-buddhistischen Anweisungen festgeschrieben.</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:62px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Ich bin etwas besorgt, ob ich ein Feuer zustande bringe. Im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum macht das immer Suryiel. Wenn der nicht da ist, übernimmt Israfel das Kommando.</p>



<p>Deshalb habe ich dort keine Chance, mich in der Kunst des Feuermachens zu üben.</p>



<p>Weil das auch zum Rauchopfer-Praktizieren dazugehört, habe ich mir darum vor ein paar Wochen eine eigene Feuerschale besorgt. Dazu ein Spaltbeil, Grillanzünder und ein cooles professionelles Feuerzeug, wie Suriyel eines hat.</p>



<p>Anfang Juli absolvierte ich unter den besorgten Blicken von Esther mein erstes &#8222;richtiges&#8220; Riwo SangChö im Garten der Spirituellen WG. Denn traditionell wird die Opfergabe in einem Holzfeuer verbrannt. Die kleine glühende Kohletablette, auf der ich das Sang täglich absolviere, ist eine Notlösung.</p>



<p>Nachdem ich Holz klein gehackt und aufgeschichtet hatte, rief ich Esther. Die kam &#8211; und brachte einen Eimer Wasser mit. Ihrem Gesichtsausdruck war anzusehen, dass sie ernsthaft fürchtete, ich könne ihr Haus abfackeln.</p>



<p>Weit gefehlt! Wir hatten nicht zu viel Feuer, sondern zu wenig!</p>



<p>Als wir im Ritualtext zur Stelle kamen, während der der Sang-Powder in das Feuer gekippt werden muss, war kein Feuer mehr da!  Ich hatte zu wenig Holz aufgeschichtet &#8211; und es auch noch zu früh angezündet!</p>



<p>Mein eigenes erstes Riwo SangChö in der Feuerschale war ein Fiasko&#8230;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:68px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Heute werde ich einen zweiten Versuch starten, in meiner Feuerschale ein vernünftiges Rauchopfer zu fabrizieren.</p>



<p>Ich kippe eine ordentliche Portion Grillkohle in die Schale, schiebe eine halbe Packung Grillanzünder zwischen die schwarzen Brocken und halte die Flamme meines Profi-Feuerzeugs gegen die Holzwolle. Die brennt wie Zunder. Es dauert keine zehn Minuten bis die Kohlen glühen.</p>



<p>Ich atme erleichtert auf. Na bitte! Geht doch!</p>



<p>Maktiel ist es inzwischen gelungen, unser Internet zu zähmen. Gerade noch rechtzeitig! Sie ruft den Zoom-Link auf. Der Bildschirm ihres Laptops füllt sich mit den Gesichtern der Online-Sangha. Eine Frau beginnt ohne lange Vorrede mit der Rezitation des Praxis-Textes. Maktiel hat ihn ausgedruckt mitgebracht. In der fremden Online-Sangha werden die traditionellen Texte nicht &#8211; wie bei uns &#8211; in Tibetisch, sondern in Englisch rezitiert.</p>



<p>Wir sehen nur das gesenkte Gesicht der Frau, die den Unze &#8211; den Vorbeter &#8211; gibt. Sie rezitiert in rasender Geschwindigkeit. Wir haben Mühe, mitzukommen.</p>



<p>Der selbstgemachte Sur-Powder steht griffbereit vor mir auf dem Gartentisch. Zwei Meter von uns entfernt glüht die Kohle in der Feuerschale.</p>



<p>Maktiel und ich haben beide während Retreats an Sur-Ritualen teilgenommen. Wir wissen deshalb, dass bei Sur &#8211; im Gegensatz zum Sang &#8211; nicht nur einmal, sondern mehrmals während des Rituals geopfert wird.</p>



<p>Nur wann?</p>



<p>Die Frau auf dem Bildschirm rezitiert und rezitiert. </p>



<p>&#8222;Ich glaube, wir haben die erste Runde verpasst&#8220;, stößt Maktiel hektisch hervor, während sie eine Seite der Textkopie umblättert.</p>



<p>&#8222;Soll ich einfach mal was reinkippen?&#8220;, frage ich sie besorgt. </p>



<p>Was sollen unsere unsichtbaren Gäste und vor allem die armen formlosen Wesen im Bardo denken, wenn sie von uns zum Sur eingeladen werden und dann bekommen sie nichts zu essen?</p>



<p>Auf Maktiels zustimmendes Nicken hin kippe ich einen gehäuften Esslöffel Sur-Powder über die glühende Kohle. </p>



<p>Weiße Rauchfäden steigen auf. Der Geruch, der sich ausbreitet, ist phantastisch.</p>



<p>Der Sur-Powder funktioniert!</p>



<p>Der Rest ist eine Katastrophe. Wir finden bis zum Abschluss des Rituals nicht heraus, an welchen Textstellen das Pulver über die Kohle gegeben werden muss. Ich kippe einfach immer wieder auf Verdacht einen Löffel davon ins Feuer und hoffe dabei darauf, dass uns alle Buddhas, Bodhisattvas, Schützer sowie alle Wesen der sechs Bereiche inklusive der, die gerade im Bardo festhängen, unseren ungeschickten ersten Versuch verzeihen mögen.</p>



<p>Als das Ritual abgeschlossen und die Zoom-Konferenz beendet ist, sind Maktiel und ich schweißgebadet und unzufrieden mit uns, unserem Sur &#8211; und der Welt.</p>



<p>Wir haben ganz offensichtlich ein Problem&#8230;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
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		<title>Sur-Powder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 08:17:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltags-Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sur &#8211; das Rauchopfer für alle Wesen, die sich im Reich zwischen Leben und Tod aufhalten &#8211; beschäftigt mich weiterhin&#8230; Im Juni entschied Rinpoche, dass im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum von Friedrichshain kein Sur &#8211; das Rauchopfer für die Verstorbenen im Bardo &#8211; abgehalten werden sollte. https://www.water-runs-east.eu/sur/ Doch damit war Sur nicht aus der Welt. Der Besuch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Sur &#8211; das Rauchopfer für alle Wesen, die sich im Reich zwischen Leben und Tod aufhalten &#8211; beschäftigt mich weiterhin&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="845" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-845x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9102" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:311px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-845x1024.jpeg 845w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-248x300.jpeg 248w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-768x930.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-1268x1536.jpeg 1268w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-1691x2048.jpeg 1691w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835-676x819.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2835.jpeg 1847w" sizes="auto, (max-width: 845px) 100vw, 845px" /></figure>



<p>Im Juni entschied Rinpoche, dass im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum von Friedrichshain kein Sur &#8211; das Rauchopfer für die Verstorbenen im Bardo &#8211; abgehalten werden sollte. <a href="https://www.water-runs-east.eu/sur/">https://www.water-runs-east.eu/sur/</a></p>



<p>Doch damit war Sur nicht aus der Welt. </p>



<p>Der Besuch der beiden Fremden, die im Frühsommer im Tempel aufgetaucht waren, um einen Segen für eine Verstorbene zu erbitten, war das Signal gewesen, dass etwas im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum fehlte.</p>



<p>Die Information, dass es dort eine Leerstelle gab, die gefüllt werden wollte. </p>



<p>Mit dem Rauchopfer Sur.</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:67px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Das Rauchopfer Sur ist Teil des Dharma &#8211; der Lehre Buddhas, die zur Befreiung führt. Buddhistische Praktiken haben ihre eigene Macht und folgen ihren eigenen Gesetzen.</p>



<p>Wenn die karmischen Voraussetzungen gegeben sind, manifestieren sie sich&#8230;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:66px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Wie sich in den Wochen nach dem Besuch der beiden Fremden zeigen sollte, war Sur in unserer Sangha aufgetaucht, um zu bleiben.</p>



<p>Im Juli begann Maktiel &#8211; die Dharma-Schwester, die bei Ritualen die große Trommel schlägt und den Bodhi-Baum hütet &#8211; gemeinsam mit der europäischen Online-Sangha eines tibetischen Lama das Rauchopfer Sur zu praktizieren. Einmal wöchentlich via Zoom.</p>



<p>Leider hatte sie keinen Sur-Powder. Denn wie bei Sang wird auch bei Sur eine spezielle &#8222;Geister-Nahrung&#8220; verbrannt. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauchopfer/"> https://www.water-runs-east.eu/rauchopfer/</a></p>



<p>Der Sang-Powder, den Maktiel jeden morgen bei ihrem Riwo Sangchö opfert, stammt aus meiner Herstellung. <a href="https://www.water-runs-east.eu/do-it-yourself-sang-pulver/">https://www.water-runs-east.eu/do-it-yourself-sang-pulver/</a></p>



<p>&#8222;Weißt du auch, wie man Sur-Powder zubereitet?&#8220;, fragte mich Maktiel.  </p>



<p>Ich wusste es nicht. </p>



<p>Nach einer Internet-Recherche war ich klüger: Sur-Powder besteht aus sechs traditionellen tibetischen Heilkräutern, die mit Tsampa &#8211; geröstetem Gerstenmehl &#8211; vermengt werden. Deutlich unkomplizierter als der Sang-Powder!</p>



<p>&#8222;Wenn du mit europäischen Heilkräutern zufrieden bist, kann ich dir einen machen&#8220;, schrieb ich Maktiel zurück.</p>



<p>Weil die damit einverstanden war, produzierte ich am nächsten Tag meinen ersten eigenen Sur-Powder. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="819" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-819x1024.jpg" alt="" class="wp-image-9114" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:348px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-819x1024.jpg 819w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-240x300.jpg 240w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-768x960.jpg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-1229x1536.jpg 1229w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-1639x2048.jpg 1639w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/Sur-Powder-676x845.jpg 676w" sizes="auto, (max-width: 819px) 100vw, 819px" /></figure>



<p>Er riecht super!</p>



<p></p>
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		<title>Sur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2024 07:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltags-Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das tibetisch-buddhistische Rauchopfer &#8222;Sur&#8220; nährt alle Wesen, die sich im Bardo &#8211; dem Reich zwischen Leben und Tod &#8211; befinden&#8230; Es muss irgendwann im Mai oder Juni passiert sein. Im Rückblick kann sich niemand mehr an den genauen Zeitpunkt erinnern. Genauso wenig, wie an die Namen der Frau und des Mannes, die auf einmal im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Das tibetisch-buddhistische Rauchopfer &#8222;Sur&#8220; nährt alle Wesen, die sich im Bardo &#8211; dem Reich zwischen Leben und Tod &#8211; befinden&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="782" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668-782x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9078" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:315px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668-782x1024.jpeg 782w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668-229x300.jpeg 229w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668-768x1006.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668-676x885.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/09/IMG_2668.jpeg 1125w" sizes="auto, (max-width: 782px) 100vw, 782px" /></figure>



<p>Es muss irgendwann im Mai oder Juni passiert sein. Im Rückblick kann sich niemand mehr an den genauen Zeitpunkt erinnern.</p>



<p>Genauso wenig, wie an die Namen der Frau und des Mannes, die auf einmal im Tempel des Tibetisch-Buddhistischen Zentrums standen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/das-buddhistische-zentrum/">https://www.water-runs-east.eu/das-buddhistische-zentrum/</a></p>



<p>Sie tauchten während der wöchentlichen Sonntagspraxis auf. </p>



<p>Still standen sie in einer Ecke und warteten geduldig, bis wir unsere &#8222;Grünen Tara&#8220; Puja abgeschlossen hatten.</p>



<p>Ich sah sie aus den Augenwinkeln, während ich &#8211; gemeinsam mit den anderen aus der Sangha &#8211; den tibetischen Praxistext rezitierte. Die Frau war blaß, ihr Haar unfrisiert. Mit verkrampften Händen drückte sie ein verwaschenes kleines Kissen an ihre Brust. Der Mann hatte schützend den Arm um ihre Schulter gelegt. Auch er sah müde und verstört aus.</p>



<p>Nach dem Ende der Grünen Tara sprach das Paar Suriyel an. Eine nahe Angehörige der Frau war gestorben. Sie baten Suriyel um einen Segen für die Verstorbene. Die Frau drückte Suriyel das kleine Kissen in die Hand.</p>



<p>Er dürfe keinen Segen sprechen, erklärte er den beiden, er wäre kein Lama.</p>



<p>Glücklicherweise waren wir mit unserem Sonntagsprogramm noch nicht zu Ende: Das Riwo SangChö stand noch aus!<a href=" https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/"> https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/</a></p>



<p>Geistesgegenwärtig lud Suriyel das Paar zum Rauchopfer ein. Nachdem wir alle im Halbkreis um die Feuerschale Platz genommen hatte, erklärte er in die Runde, dass wir das heutige Riwo SangChö der verstorbenen Anna widmen würden.</p>



<p>Was wir dann auch taten. </p>



<p>Nach der Zeremonie verschwanden die beiden Gäste. Sie verflüchtigten sich wie Rauch. Keiner hat sie seitdem wieder im Zentrum gesehen. </p>



<p>&#8222;Das hast du schön gemacht!&#8220;, lobte ich Suriyel hinterher. &#8222;Aber es war das falsche Ritual! Sie hätten Sur gebraucht!&#8220;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:97px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Denn Sur ist die Nachtschwester von Sang. </p>



<p>Beide Rauchopfer sind Ausdruck selbstloser Großzügigkeit.</p>



<p>Traditionell wird in den tibetisch-buddhistischen Klöstern jeden Morgen das Rauchopfer &#8222;Sang&#8220; zelebriert. Unser RiwoSangChö ist nur eine von vielen Varianten. Alle Sang Rituale dienen der Anhäufung positiver Verdienste und gelten als Königsweg zur Beseitigung von Hindernissen und Widerständen, mit denen wir im Alltag konfrontiert sind.</p>



<p>Am Abend wird in den tibetisch-buddhistischen Klöstern traditionell das Rauchopfer Sur für alle Verstorbenen praktiziert, die sich gerade im Bardo befinden.</p>



<p>Der tibetisch-buddhistischen Tradition nach dauert der Aufenthalt im Reich zwischen Leben und Tod neunundvierzig Tage. Für die große Mehrheit der Wesen ist das Bardo kein angenehmer Ort: Gequält von schwer erträglichen Traumzuständen, in denen sie mit den karmischen Verstrickungen vergangener Leben konfrontiert werden, an Hunger, Durst und Kälte leidend, befinden sie sich in einer beklagenswerten Situation. Nicht jedem Wesen gelingt es zudem, nach neunundvierzig Tagen den Bardo zu verlassen und in den Kreislauf der Wiedergeburten zurückzukehren. Manche von ihnen sind so schwach und verwirrt, dass sie im Bardo gefangen bleiben. </p>



<p>Um diesen armen hilflosen Wesen zu helfen, wird Sur praktziert. Die heilige Kraft des Feuers verwandelt das Speiseopfer &#8211; bestehend aus Mehl und Heilkräutern &#8211; in nährenden Rauch. Dieser wird durch die kraftvolle Energie von Meditation, der Rezitation von Mantras und dem Einsatz von Mudras transformiert. </p>



<p>Der magische Rauch, der durch das Sur-Ritual entsteht, dient der Stärkung und Stabilisierung der körperlosen schwachen Wesen im Bardo. Beschenkt mit Kraft und Klarheit ist es ihnen früher oder später möglich, das Reich zwischen Leben und Tod zu verlassen und erneut wiedergeboren zu werden.</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:135px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Suriyel weißt meinen Einwand, unser RiwoSangChö wäre das falsche Ritual für die trauernden Angehörigen, wie für die verstorbene Frau, gewesen, trotzdem zurück.</p>



<p>&#8222;Das Sang war nicht falsch. Das dient auch den Verstorbenen. Sur wäre nur besser gewesen.&#8220;</p>



<p>So sieht es auch Rinpoche &#8211; der Gründer und Leiter des Zentrums von Friedrichshain &#8211; als Suriyel ihn ein paar Wochen später um die Erlaubnis bittet, zusätzlich zum Sang auch noch ein regelmäßiges Sur im Tempel abhalten zu dürfen.</p>



<p>Suriyel solle sich auf das Sang konzentrieren. Ein weiteres Rauchopfer wäre nicht notwendig.</p>



<p>Wir hatten beide mit einer Absage gerechnet. Rinpoche &#8211; ein hoher tibetischer Lama &#8211; reist unermüdlich von Kontinent zu Kontinent, um in all seinen Tibetisch-Buddhistischen Zentren nach dem Rechten zu sehen. Unser Zentrum in Berlin ist nur eines von vielen. Dass Rinpoche weder Zeit noch Nerven dafür hat, aus der Ferne neben dem Dauerkonflikt um unser Sang auch noch den Ärger um unser Sur in seinem Zentrum in Berlin zu befrieden, ist uns beiden nachvollziehbar. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>



<p>Als Suriyel mit die Entscheidung des Rinpoche übermittelt, bin ich trotzdem enttäuscht. Suriyel wohl auch. Obwohl er es nicht zugibt.</p>



<p>Aber so ist es nun mal. Kein Sur im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum von Friedrichshain&#8230;</p>
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		<title>Online-Lung</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/online-lung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2024 10:22:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Riwo SangChö]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir bekommen die Ermächtigung für ein mehr als tausend Jahre altes tibetisch-buddhistisches Ritual via Zoom&#8230; Um halb acht Uhr morgens stehe ich vor dem tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain. Heute bekommen wir hier Lung für unser traditionelles tibetisch-buddhistisches Rauchopfer! Deshalb ist das Tor bereits geöffnet. Zwei aus der Rauchopfer-Gruppe sind seit sieben Uhr morgens hier, um [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/online-lung/">Online-Lung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">This Water runs East</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Wir bekommen die Ermächtigung für ein mehr als tausend Jahre altes tibetisch-buddhistisches Ritual via Zoom&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-1024x577.jpeg" alt="" class="wp-image-8280" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:483px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-1024x577.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-300x169.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-768x433.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-1536x866.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-2048x1155.jpeg 2048w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2030-676x381.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Um halb acht Uhr morgens stehe ich vor dem tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain. </p>



<p>Heute bekommen wir hier Lung für unser traditionelles tibetisch-buddhistisches Rauchopfer! Deshalb ist das Tor bereits geöffnet. Zwei aus der Rauchopfer-Gruppe sind seit sieben Uhr morgens hier, um alles für das feierliche Ereignis vorzubereiten.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/lung/"> https://www.water-runs-east.eu/lung/</a></p>



<p>Ich hänge meine feuchte Jacke an die Garderobe im Flur und schiebe den Vorhang zum Tempel beiseite.</p>



<p>Der ist hell erleuchtet. Auf dem Altar &#8211; zu Füßen der riesigen Buddha-Statue &#8211; sind die Opfer-Schalen mit frischem Wasser gefüllt. Dazwischen brennen Kerzen. Der schwere Geruch von Räucherstäbchen hängt in der Luft. </p>



<p>Nachdem ich meine drei Niederwerfungen vor dem Altar vollzogen habe, eile ich den anderen zur Hilfe. Jemand schaltet den Beamer an, den Suriyel uns gestern Abend an die Tempel-Decke montiert hat: </p>



<p>Auf der Leinwand erscheint eine Terrasse. Darauf ist ein großer Ofen aus Ton platziert, in dem ein Holzfeuer brennt. Sanft streicht der Rauch aus dem Kamin der Feuerstelle.</p>



<p>Noch fünfzehn Minuten!</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:123px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Bevor er sich gestern Abend verabschiedete, hat Suriyel die Feuerschale für uns präperiert. Kunstvoll stapelt sich das Holz darin fünfzig Zentimeter hoch. Dazwischen sind Grillanzünder patziert, damit wir das Feuer ganz sicher zum Brennen bringen.</p>



<p>Wir müssen heute morgen ohne Suriyel auskommen. Er ist der einzige von uns, der bereits Lung &#8211; die feierliche Übertragung der Praxis &#8211; erhalten hat. Deshalb darf er ausschlafen.</p>



<p>Im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Sonntags-Sangha. Die laufen gerade alle ein. Die meisten erkennbar unausgeschlafen. Aber es hilft nichts: Wenn wir Lung für das Riwo Sangchö haben wollen, dann hier und heute &#8211; und auf ungewöhnlichem Wege.</p>



<p>Denn eigentlich wird das Lung direkt übertragen: Der Lehrer sitzt auf seinem Thron und liest den Schülern feierlich den Praxistext auf Tibetisch vor. Getragen von der Intention, diese in die jahrhundertealte Linie der Meisterinnen und Meister aufzunehmen, die diese Praxis entwickelt und ausgeführt haben.</p>



<p>So ist es seit altersher üblich. Eigentlich ist es nur dann ein Lung. Der tibetische Buddhismus heißt nicht umsonst &#8222;Lamaismus&#8220;: In keiner anderen buddhistischen Tradition ist die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler so eng und verbindlich wie hier.</p>



<p>Allerdings braucht man dafür einen leibhaftigen Lama. </p>



<p>Den das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain nicht vorrätig hat. Es funktioniert ohne &#8222;Präsenz-Lama&#8220;. Der Gründer des Zentrums &#8211; ein hoher tibetischer Würdenträger &#8211; kommt mehrmals im Jahr vorbei. Andere Lamas werden eingeladen, um Seminare und Teachings zu geben.</p>



<p>Obwohl inzwischen seit eineinhalb Jahren jeden Sonntag ein Riwo Sangchö im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain praktiziert wird, hat es sich irgendwie nie ergeben, dass einer von den &#8222;Besuchs-Lamas&#8220; Lung für das Riwo Sangchö gegeben hat.</p>



<p>Warum auch immer&#8230;</p>



<p>Und das, obwohl aus der Sonntags-Sangha regelmäßig um das Lung gebeten wird.</p>



<p>Inzwischen ist nicht nur die Frustration in der Rauchopfer-Gruppe groß, es macht sich auch immer stärker Unbehagen breit. Schließlich wurden wir bereits in andere buddhistische Zentren geschickt, um dort unser Rauchopfer zu präsentieren. <a href="https://www.water-runs-east.eu/auftritt/">https://www.water-runs-east.eu/auftritt/</a></p>



<p>Wir wurden sogar schon eingeladen, um es bei anderen Mitgliedern unserer Sangha zu praktizieren. Auf das wir gute Energie damit schaffen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/keller-geister/">https://www.water-runs-east.eu/keller-geister/</a></p>



<p>Und das alles ohne Lung! </p>



<p>Wir fühlen uns wie Hochstapler. Da können wir noch so viel üben: ohne Lung keine vernünftige Praxis!</p>



<p>Es musste also dringend eine Lösung her! Nur welche?</p>



<p>Schließlich die erlösende Nachricht: Ein Mitglied unserer Sangha erfährt zufällig, dass der Lama einer anderen Sangha an einem Samstag im Juni Lung geben wird.</p>



<p>Online. Via Zoom!</p>



<p>Jeder, der Zuflucht genommen hat &#8211; egal bei welchem Lehrer &#8211; kann daran teilnehmen, wird uns auf Nachfrage erklärt.</p>



<p>Obwohl die Skepsis groß ist, was von einem Online-Lung zu halten ist, lassen wir uns darauf ein.</p>



<p>Besser ein Lung über Zoom, als gar keines, beschließen wir.</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:149px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Damit das Lung &#8211; trotz der seltsamen Umstände &#8211; würdevoll und feierlich über die Bühne geht, wollen wir nicht nur passiv bei dem Rauchopfer der Online-Sangha des fremden Lamas zusehen.</p>



<p>Wir werden parallel zur Zoom-Veranstaltung ein Rauchopfer auf der Terrasse unseres Tempels veranstalten!</p>



<p>Deshalb hat Suiyel gestern Abend die Feuerschale vorbereitet. Bevor er nach Hause ging, schärfte er mir noch ein, am Morgen auf keinen Fall zu vergessen, bei der Feuerwache anzurufen! </p>



<p>Das ist deshalb das erste, was ich mache, nachdem ich meine Niederwerfungen beendet habe. Die Nummer der Feuerwache ist unter meinen Kontakten gespeichert. Als der diensthabende Feuerwehrmann abhebt, sage ich brav den Spruch auf, den ich schon so oft von Suriyel gehört habe: &#8222;Hier ist das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain. Wir werden bis etwa 13 Uhr ein Ritualfeuer mit starker Rauchentwicklung abhalten.&#8220; Ich muss meinen Namen, meine Telefonnummer und die Adresse des Zentrums hinterlassen.</p>



<p>Ich beende das Gespräch mit dem Gefühl der Erheiterung. Heute bin zur Abwechslung ich mal &#8222;die Spinnerin mit dem Ritualfeuer&#8220;. Obwohl man als Feuerwehrmann in Berlin sicher härteres erlebt als ein paar Exzentriker, die mit sehr viel Rauch Buddhas, Bodhisattvas und alle fühlenden Wesen aus den sechs Daseinsbereichen nähren&#8230;</p>



<p>Als ich wieder in den Tempel komme, züngeln die ersten Flammen aus der Feuerschale, die Israfel auf die Terrasse platziert hat. </p>



<p>Ich bin verstimmt: eigentlich wollte ich das Feuer hüten. Das Holz &#8211; dicke Eichenscheite &#8211; habe ich gestern bei meinem Zimmerer-Bruder besorgt.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/rauch-eiche/"> https://www.water-runs-east.eu/rauch-eiche/</a></p>



<p>Auch der Instant-Powder, der während der Opferungen verbrannt werden wird, ist von mir. Eine Spezialmischung, die ich extra für unser Lung zubereitet habe. <a href="https://www.water-runs-east.eu/healing-plant/">https://www.water-runs-east.eu/healing-plant/</a></p>



<p>Aber nun gut. Schließlich geht es um &#8222;Ego-Losigkeit&#8220;! Da wäre es höchst unpassend, wenn ich mich mit Israfel um das Feuer streiten würde.</p>



<p>Noch zwei Minuten bis acht Uhr. Wir nehmen auf unseren Sitzunterlagen Platz und starren auf die Leinwand. Dort flackert weiterhin das Feuer im Brennofen auf der Terrasse vor sich hin.</p>



<p>Wir sitzen und warten. Warum passiert nichts?</p>



<p>Jemand aus der Gruppe ruft den Zoom-Link mit seinem Handy auf. &#8222;Es gab gerade eine Durchsage: Noch eine Minute, dann geht es los!&#8220;</p>



<p>Im Tempel bricht Panik aus. Warum funktioniert die Tonübertragung nicht? Gestern haben die beiden Techniker bis Mitternacht Kabel verlegt und die Lautsprecher an das Mischpult angeschlossen. Und jetzt das!</p>



<p>Ich krame mein Handy aus der Tasche, rufe mit fliegenden Fingern den Zoom-Link auf und stelle den Lautstärke-Regler bis zum Anschlag hoch.</p>



<p>Gerade noch rechtzeitig: Auf der Leinwand erscheint der  Lama. Er nickt würdig in die &#8211; visuelle &#8211; Runde. </p>



<p>Dann beginnt er sofort mit dem Lung!</p>



<p>Wir sitzen mit angehaltenem Atem und lauschen den Worten, die aus meinem Handy in den Tempel klingen.</p>



<p>Auf einmal springt Israfel auf und jagt zur Terrasse: Brennende Holzscheite sind von Suiyels kunstvollem Turm auf die Holzplanken gefallen und haben bereits zu rauchen begonnen.</p>



<p>Während wir anderen dem Lama zuhören, beobachten wir Israfel dabei, wie er hektisch die brennenden Scheite von der Terrasse befördert und die Brandstellen austritt.</p>



<p>Das ist wahrhaftig ein dramatisches Lung!</p>



<p>Erstaunlicherweise hat es &#8211; trotz der Übertragung via Zoom und der bescheidenen Tonqualität &#8211; beeindruckende Kraft.</p>



<p>Es fühlt sich nicht anders an &#8211; stelle ich fest &#8211; als eine &#8222;klassisches&#8220; Übertragung!</p>



<p>Nachdem wir das Lung erhalten haben, zelebrieren wir acht Rauchopfer hintereinander: Wir im Tempel &#8211; und parallel dazu die Online-Sangha abwechselnd in verschiedenen Städten Europas und in den USA.</p>



<p>Um zwölf Uhr mittags verabschieden sich alle von einander: auch die Sonntags-Sangha des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Berlin-Friedrichshain winkt fröhlich in die Kamera, bevor die Zoom-Übertragung beendet wird.</p>



<p>Danach machen wir es uns in der Teestube bei einem späten Frühstück gemütlich und feiern unser Lung.</p>



<p>Das wirken wird. Keine Frage&#8230;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:150px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p></p>
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		<title>Lung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 14:34:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Riwo SangChö]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir bekommen endlich die Ermächtigung, das traditionelle tibetisch-buddhistische Rauchopfer zu praktizieren&#8230; Als ich leise die Haustür der Spirituellen WG hinter mir ins Schloss ziehe, ist es gerade einmal kurz vor sieben Uhr morgens. Völlig übermüdet trabe ich die Schönhauser Allee entlang. Über den stählernen Trägern der Hochbahn spannt sich der Morgenhimmel in dumpfem Grau. Sanft, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Wir bekommen endlich die Ermächtigung, das traditionelle tibetisch-buddhistische Rauchopfer zu praktizieren&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="423" height="472" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2106-1.jpeg" alt="" class="wp-image-8322" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2106-1.jpeg 423w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/07/IMG_2106-1-269x300.jpeg 269w" sizes="auto, (max-width: 423px) 100vw, 423px" /></figure>



<p>Als ich leise die Haustür der Spirituellen WG hinter mir ins Schloss ziehe, ist es gerade einmal kurz vor sieben Uhr morgens.</p>



<p> Völlig übermüdet trabe ich die Schönhauser Allee entlang. Über den stählernen Trägern der Hochbahn spannt sich der Morgenhimmel in dumpfem Grau. Sanft, aber unerbittlich geht seit Stunden Nieselregen nieder.</p>



<p>Eigentlich ist es einer dieser Samstage, die man am Besten im Bett verbringt. </p>



<p>Mir fiel das Aufstehen heute trotzdem nicht schwer. Und das trotz meines Schlafdefizits!</p>



<p>Als ich die Treppen zum Bahnsteig hinunterlaufe, fährt mit lautem Rumpeln die Ringbahn ein. Ein paar letzte Partygänger hängen in den Sitzen. Draußen zieht Berlin vorbei.</p>



<p>Am Frankfurter Ring steige ich aus und schlage den Weg ins tibetisch-buddhistische Zentrum ein.</p>



<p>Das ich gerade einmal vor sieben Stunden verlassen habe!</p>



<p>Denn am vorherigen Abend waren wir bis Mitternacht damit beschäftigt gewesen, alles für den großen Moment heute Morgen vorzubereiten:</p>



<p>Wir bekommen Lung!</p>



<p>Für das Riwo Sang Chö!</p>



<p>Das traditionelle tibetisch-buddhistische Rauchopfer wird inzwischen seit eineinhalb Jahren jeden Sonntag im tibetisch-buddhistischen Zentrum praktiziert. </p>



<p>Und der einzige, der Lung für das Riwo Sang Chö hat, ist Suriyel.</p>



<p>Was eigentlich ein Unding ist!</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:97px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p>Denn im tibetischen Buddhismus ist die Ausübung von Meditationspraxen an strenge Regeln gebunden.</p>



<p>Eine davon lautet: Nur wer Lung &#8211; die feierliche Ermächtigung eines Lehrers &#8211; für eine Praxis erhalten hat, darf sich ihr widmen. </p>



<p>Das ist nicht nur Formsache! Denn wer das Lung übertragen bekommt, erhält nicht nur die offizielle Erlaubnis für die Ausübung der Praxis. </p>



<p>Er wird in die Traditionslinie aufgenommen, aus der diese Praxis hervorgegangen ist. </p>



<p>In dem Moment, in dem der Lama feierlich die magischen Worte des Praxistexts auf tibetisch ausspricht, vollzieht sich eine Transformation. Die Teilnehmer der Zeremonie hören auf, isoliere Individuen zu sein. </p>



<p>Durch die feierliche Übertragung werden die Schüler vom mächtigen Energiestrom der Praxis aufgesogen und zu winzigen Partikel der vielen Jahrhunderte alten Linie. Die ganze Kraft all der mächtigen Meister und Meisterinnen, die sich in dieser Praxis geübt haben, steht ihnen von nun an zur Verfügung.</p>



<p>Gleichzeitig wird es durch das Lung möglich, dass die Energie-Tropfen, die diese neuen Mitglieder der Linie generieren, wenn sie sich der Praxis widmen, in den karmischen Fluß der Traditionslinie eingespeist werden.</p>



<p>Jeder, der Lung erhält, kann gewiss sein, dass er von nun an über mehr verfügt, als seine eigenen bescheidenen Kräfte. Er wird durch die Energie aller Praktizierenden der Linie getragen, die sich über viele Generationen dieser Praxis gewidmet haben.</p>



<p>Ohne Lung zu praktizieren ist eine nette, aber wenig fruchtbare Angelegenheit.</p>



<p>Erst das Lung ermöglicht den vollen Zugang zur Macht einer Meditationspraxis.</p>



<p>Und jeder, der den Unterschied schon einmal erlebt hat, wird das bestätigen&#8230;</p>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:145px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>
</div>


<p></p>
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		<title>Keller-Geister</title>
		<link>https://www.water-runs-east.eu/keller-geister/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 09:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Rauchopfer-Trupp des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichshain erhält eine sehr spezielle Anfrage&#8230; Nach unserem allerersten Rauchopfer-Auftritt im Chinesischen Tempel von Kreuzberg sind wir erleichtert und zufrieden. https://www.water-runs-east.eu/auftritt/ Das tibetisch-buddhistische Riwo Sang Chöd, dass wir auf der Terrasse des Tempels zelebriert haben, hat die örtlichen Naturgeister besänftigt und dem neuen Gebäude Segen gebracht. https://www.water-runs-east.eu/rauch/ Davon sind [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Der Rauchopfer-Trupp des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichshain erhält eine sehr spezielle Anfrage&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="572" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-572x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-8060" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:326px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-572x1024.jpeg 572w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-167x300.jpeg 167w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-768x1376.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-676x1211.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800.jpeg 810w" sizes="auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px" /></figure>



<p>Nach unserem allerersten Rauchopfer-Auftritt im Chinesischen Tempel von Kreuzberg sind wir erleichtert und zufrieden.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/auftritt/"> https://www.water-runs-east.eu/auftritt/</a></p>



<p>Das tibetisch-buddhistische Riwo Sang Chöd, dass wir auf der Terrasse des Tempels zelebriert haben, hat die örtlichen Naturgeister besänftigt und dem neuen Gebäude Segen gebracht. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>



<p>Davon sind wir alle überzeugt, denn genauso hat es sich für uns während des Zeremoniells angefühlt.</p>



<p>Ob unsere zahlreichen Zuschauer das ebenso erlebt haben, bleibt uns verborgen. Dass während des einstündigen Zeremoniells alle konzentriert und still dabei saßen und niemand aufstand und ging, werten wir aber als positives Feedback.</p>



<p>Erst nachdem wir fertig sind, verlassen die Besucher des Vesak-Festes die Terrasse. Der nächste Programmpunkt &#8211; ein Vortrag &#8211; findet im Haupttempel im ersten Stock des Gebäudes statt.</p>



<p>Wir bleiben zurück, um aufzuräumen.</p>



<p>Unser allererstes öffentliches Riwo Sang Chöd ist zu Ende. Das nächste wird wohl in einem Jahr stattfinden. Beim nächsten Vesak. </p>



<p>Bis dahin wird jeder für sich täglich zuhause sein Rauchopfer praktizieren. Jeden Sonntag werden wir uns &#8211; wie üblich &#8211;  hinter den hohen Mauern des tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain treffen, um gemeinsam unser Rauchopfer zu zelebrieren.</p>



<p>So denke ich, während ich meine tibetische Glocke und meine kleine Sanduhrtrommel &#8211; die Damaru &#8211; einpacke. <a href="https://www.water-runs-east.eu/damaru/">https://www.water-runs-east.eu/damaru/</a></p>



<p>Weit gefehlt!</p>



<p>Denn genau in diesem Moment erhalten wir die nächste Einladung!</p>



<p>Die schöne Lu aus der chinesischen Sanga unseres tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichhain ist es, die sich von Suriyel ein Rauchopfer wünscht.</p>



<p>Während der die Ritualgegenstände in seinen Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt packt, erklärt sie ihm ihr Problem:</p>



<p>Lu möchte ein veganes chinesisches Restaurant eröffnen. Sie hat in Friedrichshain Räume im Erdgeschoss eines Altbaus angemietet. Seit Februar ist sie mit der Renovierung beschäftigt. Jetzt ist alles fast fertig.</p>



<p>Nur &#8211; leider, leider &#8211; ist irgend etwas mit dem Keller nicht in Ordnung. Die Energie ist schlecht! Geradezu unerträglich!</p>



<p>Lu ist deshalb sehr besorgt. Schließlich sollen dort die Lebensmittel für das Restaurant gelagert werden. Und überhaupt: Sie fürchtet um den Erfolg ihres Unternehmens!</p>



<p>Deshalb fragt sie Suriyel, ob er nicht kommen kann, um bei ihr im Keller ein Riwo Sang Chöd zu praktizieren. Auf das die verärgerten Naturgeister befriedet werden, die Schützer aktiviert und die Buddhas und Boddhisattvas dem Restaurant ihren Segen schenken mögen.</p>



<p>Und das bitte schnell! In zwei Wochen soll das Restaurant eröffnet werden!</p>



<p>So kommt es, dass wir bereits am nächsten Tag &#8211; einem Sonntag &#8211; wieder in Rauchopfer-Mission unterwegs sind.</p>



<p>Nachdem wir erst &#8222;Grüne Tara&#8220; im Tempel und danach unser sonntägliches Sang im Garten des tibetisch-buddhistischen Zentrums absolviert haben, machen wir uns auf den Weg zu Lu.</p>



<p>Glücklicherweise ist ihr neues Restaurant gerade einmal zwei Straßen vom Zentrum entfernt. Lu packt die große Ritualtrommel in den Kofferraum ihres Autos und fährt schon mal vor.</p>



<p>Wir anderen laufen zu Fuß. Suriyel trägt seinen Baumarkt-Koffer mit den Zeremonien-Gegenständen, ich schleppe die Fahrradtasche mit Glocke und Damaru. Die Darma-Schwester, die immer die große Trommel schlägt und eine chinesische Freundin von Lu sind auch noch mit von der Partie.</p>



<p>Dass wir gerade auf dem Weg in ein veganes chinesisches Restaurant sind, um dort ein mehr als tausend Jahre altes tibetisches Ritual abzuhalten, um böse Geister zu vertreiben, erfreut und erheitert mich zutiefst.</p>



<p>So, finde ich, soll das Leben sein. Wenn es anders ist, läuft etwas verkehrt.</p>



<p>&#8222;Wir sind buddhistische &#8218;Ghost-Busters&#8216;!&#8220;, erkläre ich Suriyel, während unsere schräge Truppe unter blühenden Linden durch Friedrichshain läuft. &#8222;Oder besser: &#8218;Gost-Feeders&#8216;!&#8220; </p>



<p>Suryiel schweigt dazu. Aber ich sehe ihm an, dass ihn die Situation genauso erheitert wie mich.</p>



<p>Als die aufgekratzte Truppe bei Lu ankommt, werden wir von ihr mit offenen Armen empfangen.</p>



<p>Der Weg in den Keller führt an der Küche des Restaurants vorbei. Auf dem Herd stehen große Schüsseln mit Bergen von Gemüse. Ein schweigsamer Chinese schnippelt Zwiebeln.</p>



<p>Das Gemüse wäre für uns, erklärt uns Lu. Nach dem Ritual würde sie uns zum Essen einladen.</p>



<p>Fantastische Aussichten!</p>



<p>Aber erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen.</p>



<p>Als wir nacheinander im Gänsemarsch auf einer schmalen Stiege in den Keller hinunter steigen, weiß ich sofort, was Lu meint: Die Energie dort fühlt sich wirklich furchtbar an! Dabei riecht es nicht modrig. Es ist auch nicht übermäßig dunkel. Aber trotzdem ist es, als stünde man in einer dumpfen drückenden grauen Wolke.</p>



<p>Dabei wäre es schon viel besser geworden, versichert uns unsere Gastgeberin.</p>



<p>Sie hat auch einiges dafür getan: Quer über die riesige Fläche spannt sich eine lange Reihe tibetischer Gebetsfahnen. In der dunkelsten Ecke des riesigen Kellerraums hat Lu zwei große goldene elektrische Gebetsmühlen aufgestellt, die sich ununterbrochen drehen und dabei aus unsichtbaren Lautsprechern in monotonem Sing-Sang tibetische Gebete plärren.</p>



<p>Ich bin fasziniert von den elektrischen Gebetsmühlen: Wir haben die selben im Tempel des tibetisch-buddhistischen Zentrums. Auch dort stehen sie &#8211; sich unaufhörlich drehend &#8211; in einer Ecke. Aber dass sie auch noch beten können, wusste ich nicht.</p>



<p>Man könne die Lautsprecher auf &#8222;Null&#8220; stellen, erklärt mir Lu. Ich bin erleichtert, als sie das jetzt auch bei den ihren macht. Das blecherne Geleier schmerzt mir in den Ohren.</p>



<p>Wir müssen improvisieren. In Lu&#8217;s Restaurant gibt es weder Meditationskissen noch Schreintische. Es dauert trotzdem höchstens eine Viertelstunde, dann sind wir startklar.</p>



<p>Zusammen mit Lu rezitieren, singen und musizieren wir, was das Zeug hält. Alles um uns glüht vor Energie.</p>



<p>Als wir beim Opfern der Speisen angekommen sind, steht Suriyel auf, nimmt die rauchende Schale und wandert mit ihr in der Hand, unaufhörlich das Mantra &#8222;Om Ah Hung&#8220; rezitierend, erst durch den Keller, dann die Stiege hoch in das Restaurant und dort durch alle Räume. </p>



<p>Wir folgen ihm im Gänsemarsch, jede mit der Mala in der Hand, ebenfalls konzentriert das Mantra rezitierend. </p>



<p>Vor jeder Buddha-Figur &#8211; von denen es bei Lu in jedem Raum mindestens eine gibt &#8211; stellt Suriyel einen der brennenden Räucherkegel aus der Opferschale ab.</p>



<p>Am Ende sind wir wieder im Keller angelangt. Dort lassen wiruns  erneut auf unseren provisorischen Plätzen nieder und schließen das Ritual feierlich ab.</p>



<p>Hinterher ist Lu erleichtert und dankbar. </p>



<p>Und wir anderen finden auch, dass wir einen guten Job gemacht haben! Das dumpfe drückende Gefühl ist aus dem Keller verschwunden.</p>



<p>Als wir &#8211; erschöpft und glücklich &#8211; hintereinander die steile Kellerstiege hochklettern, begrüßt uns das Sonnelicht eines späten Sonntagnachmittags. Es kommt uns vor, als hätten wir nicht nur ein paar Stufen, sondern einige Jahrhunderte und eine völlig fremde Welt hinter uns gelassen.</p>



<p>Die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, die an der grauen Hauswand des Altbaus vorbeilaufen, ahnen nicht, was hier gerade geschehen ist: Die &#8218;Ghost-Feeders&#8216; des tibetisch-buddhistischen Zentrums haben bereits zum zweiten Mal in zwei Tagen ihre spirituelle Mission erfolgreich abgeschlossen!</p>



<p>Geister-Füttern macht hungrig! </p>



<p>Glücklicherweise ist das Essen fertig. Wir lassen uns an einer großen Tafel nieder. Lu stellt eine große Schüssel mit köstlichen chinesischen Gemüsegerichten nach der anderen vor uns auf den Tisch. Dazu gibt es fantastischen chinesischen Grünen Tee. </p>



<p>Wir sind begeistert von dem tollen Essen &#8211; und Lu ist glücklich über unser Entzücken. </p>



<p>Denn die tibetisch-buddhistischen &#8218;Ghost-Busters&#8216; sind die allerersten Gäste in Lu&#8217;s neuem Restaurant. </p>



<p>Dass wir nicht nur so viel gute Energie geschaffen haben, sondern jetzt auch noch so entzückt von ihrem chinesisch-veganen Essen sind, wertet die schöne Lu als positives Zeichen.</p>



<p>Wir können ihr nur zustimmen: Dieses Restaurant wird ganz sicher der Renner werden&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-8069" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-1024x768.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-300x225.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-768x576.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-2048x1536.jpeg 2048w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1722-676x507.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>Auftritt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 10:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain zelebriert an Vesak sein erstes öffentliches Riwo Sang Chöd&#8230; Als ich nach meiner Ankunft im chinesisch-buddhistischen Tempel von Kreuzberg auf die riesige Terrasse trete, sehe ich, dass Suriyel seine Feuerschale für das Rauchopfer exakt zwei Meter vor der Glasfront des Speisesaals aufgestellt hat. https://www.water-runs-east.eu/vesak/ Der Anblick lässt mich schaudern. Der [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain zelebriert an Vesak sein erstes öffentliches Riwo Sang Chöd&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="642" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-642x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-8035" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:475px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-642x1024.jpeg 642w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-188x300.jpeg 188w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-768x1224.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-964x1536.jpeg 964w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-676x1077.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1.jpeg 1125w" sizes="auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px" /></figure>



<p>Als ich nach meiner Ankunft im chinesisch-buddhistischen Tempel von Kreuzberg auf die riesige Terrasse trete, sehe ich, dass Suriyel seine Feuerschale für das Rauchopfer exakt zwei Meter vor der Glasfront des Speisesaals aufgestellt hat.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/vesak/"> https://www.water-runs-east.eu/vesak/</a></p>



<p>Der Anblick lässt mich schaudern. </p>



<p>Der chinesische Tempel ist niegelnagelneu. Dazu unfassbar groß, unfassbar edel und unglaublich steril. </p>



<p>Zumindest für Buddhisten wie uns, die wir aus dem bezaubernden, aber armen und chaotischen tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain kommen. </p>



<p>Suriyels große rostige Feuerschale, die verloren auf der riesigen, strahlend weißen Terrasse steht, markiert exakt den Punkt, an dem diese beiden buddhistischen Welten aufeinanderprallen.</p>



<p>Geblendet von der Morgensonne halte ich Ausschau nach ihrem Besitzer. Der schleppt gerade sein Equipement für das Rauchopfer aus dem Auto, das vor dem Haupteingang geparkt ist, herbei. Damit es schneller geht, hat er einfach den Bauzaun ausgehebelt, der die Terrasse vom Rohbau der Tiefgarage abtrennt. Gerade turnt er behende über das Mäuerchen der halbfertigen Auffahrt. </p>



<p>Als Suriyel seine riesige blaue Ikea-Tüte mit den Speiseopfern und Grillanzündern neben mir abstellt, spare ich mir die Begrüßung.</p>



<p>Stattdessen zeige ich anklagend auf die Feuerschale: &#8222;Die kann da nicht stehen bleiben! Wir kriegen total Ärger!&#8220;</p>



<p>&#8222;Das ist abgesprochen! Die bleibt da!&#8220; Suriyel dreht sich um, springt über das Mäuerchen und entschwindet wieder.</p>



<p>Ich bleibe fassungslos zurück. </p>



<p>Unser traditionelles tibetisches Riwo Sang Chöd soll während der Mittagspause stattfinden. Die Veranstalter haben beschlossen, dass das Rauchopfer auf der Terrasse vor dem Speisesaal die perfekte Unterhaltung während des Essens darstellt.</p>



<p>Was grundsätzlich eine gute Idee ist. Zumal der riesige Speisesaal zur Terrasse hin komplett verglast ist. </p>



<p>Allerdings ist seine hohe Decke auch mit einer beeindruckenden Zahl von High-Tech-Rauchmeldern bestückt. Und ich weiß besser als die Organisatoren der Veranstaltung, was für eine riesige Rauchwolke Suriyel in seiner Feuerschale zustande bringt.</p>



<p>Wer das noch nicht erlebt hat, hat keine Ahnung davon, dass so etwas überhaupt möglich ist!</p>



<p>Für mich ist &#8211; wer immer Suriyel erlaubt hat, die Feuerschale direkt vor dem Speisesaal aufzustellen &#8211; einfach nur unglaublich naiv.</p>



<p>Ich muss meine Phantasie nicht anstrengen, um mir die Katastrophe auszumalen: Wir, unser Rauchopfer auf der Terrasse praktizierend &#8211; und die versammelte buddhistische Community Berlins, die ihre Pappteller mit chinesischen Nudeln umklammert, während sie vor dem schrillen Piepen der Rauchmelder aus dem Speisesaal flieht.</p>



<p>Wir werden in die Lokalgeschichte eingehen! Mit einem Skandal, über den sich auch in zwanzig Jahre alle noch köstlich amüsieren werden!</p>



<p>Als Suriyel das nächste Mal auftaucht &#8211; diesmal schleppt er die große Trommel und seine Zimbeln herbei &#8211; zeigt er sich völlig unbeeindruckt von meinen Ängsten. Ich würde hier nur katastrophisieren und überhaupt hätte er jetzt definitiv keine Zeit für solche Albernheiten!</p>



<p>Damit verschwindet er ein weiteres Mal hinter dem Bauzaun.</p>



<p>Ich bleibe hilflos zurück. Und beschließe, dass jetzt der Moment gekommen ist, mich in Akzeptanz zu üben. Und auf ein Wunder zu hoffen.</p>



<p>Etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Ich kenne Suriyel inzwischen gut genug, um zu wissen, dass Widerstand sinnlos ist.</p>



<p>Weil das Riwo Sang Chöd über magische Kräfte verfügt, manifestiert sich das Wunder bereits eine halbe Stunde später in Form des chinesischen Assistenten des Tempel-Leiters. Einer der freiwilligen Helfer aus der Sangha des Tempels hat ihm zugetragen, was gerade auf der Terrasse vor sich geht. Der Assistent ist glücklicherweise weit weniger naiv als die Organisatoren des Vesak-Festes. </p>



<p>In gebieterischem Ton erklärt mir der Assistent, dass die Feuerschale hier nicht stehen bleiben könne. Der Meister &#8211; erfahre ich &#8211; wünsche das Rauchopfer genau da! Er zeigt auf eine Art Amphietheater, das ein paar Stufen tiefer direkt an die Terrasse anschließt. </p>



<p>Ohne Frage der perfekte Platz für unser Riwo Sang Chöd! Erleichtert nehme ich die Feuerschale, trage sie die Treppenstufen hinunter und platziere sie in der Mitte der weiten Fläche.</p>



<p>Als Suriyel kurz darauf ein weiteres Mal auftaucht und über die Entscheidung des Meisters informiert wird, trägt er sie zu meiner Erleichterung mit Würde. </p>



<p>Kurz nach 12 Uhr ist es dann so weit: Im gleißenden Licht der Mittagssonne nehmen acht Freiwillige aus der Sangha des tibetisch-buddhistischen Zentrums Friedrichhains hinter vier Klapptischen Platz. Vor uns liegen unsere Rezitationstexte, dazu die traditionellen tibetischen Glocken und die kleinen Handtrommeln. Eine von uns schlägt die große Standtrommel. <a href="https://www.water-runs-east.eu/generalprobe/">https://www.water-runs-east.eu/generalprobe/</a></p>



<p>Am Kopfende  &#8211; zentral in der Mitte &#8211; habe ich einen kleinen Klapptisch nur für Suryiel platziert. Das machen wir zuhause nicht so, da sitzt er zwischen den anderen Praktizierenden. Heute finde ich es passend: Er ist schließlich der Zeremonienmeister! Er schaut kurz irritiert, bevor er schulterzuckend Platz nimmt.</p>



<p>Was als nächstes kommt, lässt mich wieder nach Luft schnappen! Weil es in der Sonne so heiß ist,  zieht er sich einfach sein T-Shirt über den Kopf, bevor er sich sein traditionelles tibetisches Umschlagtuch, dass er immer bei Zeremonien trägt, um den nackten Oberkörper wickelt.</p>



<p>Nachdem ich mich von dem Schock erholt habe, stelle ich fest, dass er jetzt perfekt in das Amphietheater passt! Mit seinem Wickeltuch sieht er aus wie ein römischer Konsul!</p>



<p>Inzwischen sitzen mindestens fünfzig Nudeln essende Buddhisten auf der Terrasse. Alle warten auf den nächsten Programmpunkt: Das traditionelle tibetische Rauchopfer des buddhistischen Zentrums von Friedrichshain.</p>



<p>Begleitet von den interessierten Blicken der Zuschauer steht Suriyel auf und überquert die große freie Fläche es Amphietheaters, um das kunstvoll gestapelte Brennholz in der Feuerschale zu entzünden. Bevor er das macht, packt er mit ungerührter Miene die beiden Griffe der Schale, hebt sie hoch, trägt sie die Treppenstufen hoch und stellt sie wieder auf die Terrasse.</p>



<p>Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. </p>



<p>So viel zum Willen des Meisters&#8230;</p>



<p>Die ersten Feuerzungen lodern auf.  Das Knacken der brennenden Holzscheite klingt über die weite Terrassenfläche. In den Bäumen zwischern Vögel.</p>



<p>Ansonsten ist es vollkommend still. </p>



<p>Angeleitet von Suriyel rezitieren wir den mehr als 1000 Jahre alten tibetischen Text. Als wir das erste Mal die Trommeln drehen und die Glocken schwenken, bin ich mir sicher, dass sie da sind: All unsere unsichtbaren Geister-Gäste, für die wir hier und jetzt das Speiseopfer darbringen.</p>



<p>Als Suriyel die traditionellen Opfergaben ins Feuer wirft und die brennenden Speisen in einer dicken weißen Rauchwolke zum Himmel aufsteigen, während wir in monotonem Singsang wieder und wieder das Mantra &#8222;Om Ah Hung&#8220; rezitieren, vibriert alles um uns vor Energie.</p>



<p>Ohne Zweifel: Wir sind zur rechten Zeit am rechten Ort. Und wir tun, was zu tun ist. </p>



<p>Hinterher sind wir uns sicher, dass unser Rauchopfer nicht nur ein &#8222;gelungener Programmpunkt&#8220; des Vesak-Festes war.</p>



<p>Wir haben gutes Karma geschaffen. Und ein paar zutiefst gekränkte örtliche Naturgeister milde gestimmt, die keiner um Erlaubnis gefragt hat, bevor hier mit den Baumaßnahmen für den Tempel begonnen wurde.</p>



<p>Was für ein Glück, dass es das Riwo Sang Chöd gibt&#8230;</p>
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		<title>Generalprobe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 12:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir üben das traditionelle tibetische Rauchopfer &#8211; Riwo Sang Chöd &#8211; für unseren Auftritt am höchsten buddhistischen Feiertag&#8230; Das buddhistische Zentrums von Friedrichshain wird zur Ehren von Vesak ein Riwo Sang Chöd präsentieren! https://www.water-runs-east.eu/vesak/ Denn das Zentrum gehört einer Traditionslinie des tibetischen Buddhismus an. Das traditionelle Rauchopfer ist eine ihrer Basis-Praktiken. https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/ Dieses historische Ereignis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Wir üben das traditionelle tibetische Rauchopfer &#8211; Riwo Sang Chöd &#8211; für unseren Auftritt am höchsten buddhistischen Feiertag&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>



<p>Das buddhistische Zentrums von Friedrichshain wird zur Ehren von Vesak ein Riwo Sang Chöd präsentieren! <a href="https://www.water-runs-east.eu/vesak/">https://www.water-runs-east.eu/vesak/</a></p>



<p>Denn das Zentrum gehört einer Traditionslinie des tibetischen Buddhismus an. Das traditionelle Rauchopfer ist eine ihrer Basis-Praktiken. <a href="https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/">https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/</a></p>



<p>Dieses historische Ereignis wird am ersten Juni-Wochenende im chinesischen Chan-Kloster von Kreuzberg stattfinden!</p>



<p>Die Frage ist nur: Werden sich genug Unerschrockene für den Auftritt finden?</p>



<p>Denn es ist das eine, gut versteckt hinter hohen Mauern an einem mehr als tausend Jahre alten schamanischen Ritus teilzunehmen.</p>



<p>Und etwas ganz anderes, sich zu einer solch befremdlichen Handlung vor den Augen der Öffentlichkeit zu bekennen!</p>



<p>Und mag die auch noch so buddhistisch sein&#8230;</p>



<p>Als ich die Neuigkeit über unseren Auftritt an Vesak in der Whats-App-Gruppe der Sonntagspraktizierenden verkünde, bin ich gespannt, wie die Rückmeldungen ausfallen werden:</p>



<p>Es finden soch doch tatsächlich drei Mutige, die bereit sind, mitzumachen!</p>



<p>Mit Suriyel und mir wären wir zu fünft. Ich bin erleichtert: Das ist nicht beeindruckend, aber ausreichend. </p>



<p>Während der nächstens Sonntagstreffen im Zentrum sammle ich dann noch vier halbe bis dreiviertelte Zusagen ein: Wenn es sich an dem Tag ergeben würde, wäre man dabei, wird mir gesagt.</p>



<p>Am Ende, denke ich, werden wir wohl um die sieben Leute sein.</p>



<p>Dafür, dass wir das zweitgrößte buddhistische Zentrum Berlins repräsentieren, ist das eine bescheidene Truppe.</p>



<p>Aber angesichts der  Herausforderung ist die Zahl erfreulich hoch.</p>



<p>An den folgenden Sonntagen wird im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain fleißig für den ersten Auftritt der Gruppe geübt. </p>



<p>Es klappt ganz gut, finde ich. Suriyel ist auch zufrieden. </p>



<p>Und schließlich: Die Generalprobe! </p>



<p>Am letzten Sonntag vor dem Vesak-Fest schleppen wir Sitzunterlagen, Meditationskissen, Schreintischen, Musikinstrumente, Sakralgegenstände, Holz, Speiseopfer und die große Feuerschale ins Freie.</p>



<p>Während der Zeremonie geben wir alles!</p>



<p>Suriyel schlägt die Zimbeln, eine Dharma-Schwester die große Trommel. Dazu schwenken alle die traditionellen tibetischen Handglocken und drehen die kleine Damaru.</p>



<p>Wir rezitieren und singen, dass es eine Freude ist.</p>



<p>Suriyels Rauchfahne ist von beeindruckender Dichte und von perfekt weißer Farbe.</p>



<p>Hinterher sind wir alle sehr zufrieden mit unserem Rauchopfer. Wenn wir das nächsten Sonntag noch einmal so hinbekommen, wäre das super!</p>



<p>Am Abend meldet sich eine Dharma-Schwester, die nicht an der Sonntagspraxis teilgenommen hat, in der Whats-App-Gruppe.</p>



<p>Was denn los gewesen wäre bei uns heute im Zentrum? Wir hätten bei unserem Rauchopfer einen Krach gemacht, dass man uns auch noch zwei Straßen weiter gehört hätte! Es klang, schreibt sie, als wäre eine Horde Fußballfans durch das Viertel gezogen!</p>



<p>Wie man es macht, macht man es verkehrt. Vor allem, wenn es um das Riwo Sang Chöd geht. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/generalprobe/">Generalprobe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">This Water runs East</a>.</p>
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