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	<title>Berlin, Berlin Archive - Water runs East</title>
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	<description>Berichte von den Grenzen des Ich</description>
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	<title>Berlin, Berlin Archive - Water runs East</title>
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		<title>Kastanienallee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2024 10:35:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Pfarrhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Spirituelle WG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich darf mit Maktiel einen letzten schönen Tag am Prenzlauer Berg verbringen und bekomme eine wilde Zeit-Geschichte erzählt&#8230; Den Tag, an dem ich mich von meinem Leben als Berlinerin verabschiede, verbringe ich mit Maktiel. Mit ihrer gelben Strickmütze über den kurzgeschorenen Haaren steht sie am frühen Nachmittag an der Prenzlauer Allee vor einem koreanischen Ladenlokal. [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Ich darf mit Maktiel einen letzten schönen Tag am Prenzlauer Berg verbringen und bekomme eine wilde Zeit-Geschichte erzählt&#8230;</h2>


<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="900" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f-900x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-9696" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:389px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f-900x1024.jpeg 900w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f-264x300.jpeg 264w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f-768x874.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f-676x769.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/11/7716c135-f5f0-41ae-897c-ad28ac87e81f.jpeg 926w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Den Tag, an dem ich mich von meinem Leben als Berlinerin verabschiede, verbringe ich mit Maktiel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrer gelben Strickmütze über den kurzgeschorenen Haaren steht sie am frühen Nachmittag an der Prenzlauer Allee vor einem koreanischen Ladenlokal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem wir uns begrüßt haben, muss ich erst einmal mein Fahrrad absperren.  Ich ziehe mein zwei Kilo schweres 150€-Schloss aus dem Rucksack. Mit dem Profi-Blick der Alt-Berlinerin hat Maktiel ein stabiles Verkehrschild am Straßenrand ausgemacht: &#8222;Das da drüben sieht gut aus!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen bin ich geübt. Ich schaffe es innerhalb weniger Sekunden, das unhandliche Schloss um Pfosten und Fahrradrahmen zu schieben und abzusperren. Das ist in etwa die selbe Geschwindigkeit, in der in Berlin Fahrräder geklaut werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ich in die Stadt gezogen bin, lasse ich mein Fahrrad niemals unbeaufsichtigt, wenn ich es nicht mit meinem Monster-Schloss an einem stabilen Gegenstand fixiert habe. Nicht mal für zwei Minuten beim Bäcker mache ich eine Ausnahme. Berliner common sense&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Koreanischen Ladenlokal ergattern wir einen winzigen Tisch vor der Theke. Selbstbedienung. Die bunt tätowierte Frau hinter der Kasse bittet um eine Bestellung in Englisch. Während draußen Nieselregel auf dem Prenzlauer Berg niedergeht, löffeln Maktiel und ich Bibimbap.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Stunde später wandern wir gemeinsam durch den Kiez. Vorbei an der Gethsemane-Kirche schiebe ich mein Fahrrad, danach über den Weihnachtsmarkt in den Höfen der Kulturbrauerei. Wir kreuzen die Schönhauser Allee. Über unseren Köpfen rauscht auf hohen Metallstelzen die U-Bahn in Richtung Alexanderplatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kastanienallee reiht sich ein Szene-Laden an den anderen. Öko-Klamotten, schicker Krims-Krams, cross-over Restaurants in allen Schatierungen &#8211; vorzugsweise vegan. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An einem sympathisch stabilen Fahrradständer in der Oderberger Straße schließe ich mein Rad ab. Maktiel lotst mich in ein schlecht geheiztes Café, in dem Christbaumkugeln von der Decke baumeln. Auf einem durchgesessenen Sofa essen wir Buttermilchwaffeln mit Zimt-Zucker und unterhalten uns über das, was uns beiden am wichtigsten ist: Meditation, Praxis, Retreats&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Nebentisch sitzt eine schöne Frau &#8222;of color&#8220; mit dicken Dreatlocks. Sie stillt ihren Sohn, während sie sich in breitem Amerikanisch bei einer asiatisch aussehenden Frau über die hohen Lebenshaltungskosten in New York beklagt. Später kommt der Vater dazu &#8211; ebenfalls mit prächtigen Dreatlocks unter der Strickmütze &#8211; und wird von seinem Sohn begeistert begrüßt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist es dunkel geworden. Maktiel und ich brechen auf in Richtung Szene-Kino. Wir wollen &#8222;No other Land&#8220; anschauen. Der Film über ein palästinensisches Dorf im Westjordanland hat die Auszeichnung &#8222;bester Dokumentarfilm&#8220; der Berlinale gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterwegs erzählt mir Maktiel, wie sie vor einigen Jahren erst knapp einen Selbstmordanschlag in Jerusalem überlebte, danach im Schockzustand in einen Bus flüchtete und sich in Bethlehem wiederfand. Später kletterte sie, von jüdischen Siedlern mit Müll beworfen, über Hebrons Hausdächer und passierte Straßensperren des israelischen Militärs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorraum des Kinos ist vage beleuchtet. Der schmale Mann hinter dem Tresen schüttelt bedauernd den Kopf, als wir nach zwei Tickets für &#8222;No other Land&#8220; verlangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der ist schon ausverkauft.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube erst, mich verhört zu haben. Mittwochabends um 18:15 Uhr? Wie kann das sein?</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben nur zweiundreißig Plätze. Die sind schnell weg.&#8220; Der Mann hinter dem Tresen zuckt bedauernd die Schultern. &#8222;Er läuft noch bis Ende Dezember.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schlagartig bin ich das erste Mal mit &#8222;nach Berlin&#8220; konfrontiert. Ich weiß nicht, ob ich im Dezember in der Stadt sein werde. Meine &#8222;In Between Phase&#8220; hat hier und jetzt begonnen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Eine Stunde später bin ich wieder in meinem WG-Zimmer. Zuvor habe ich die Kündigung für meinen Mietvertrag im Späti um die Ecke aufgegeben. Per Einwurf-Einschreiben, damit alles seine Richtigkeit hat. Morgen wird sie im Briefkasten vor der Haustür liegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Zeit in Berlin geht hier und jetzt zu Ende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was schade ist. Es gefällt mir hier. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder besser: es hat mir hier gefallen&#8230;</p>
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		<title>Keller-Geister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 09:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Rauchopfer-Trupp des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichshain erhält eine sehr spezielle Anfrage&#8230; Nach unserem allerersten Rauchopfer-Auftritt im Chinesischen Tempel von Kreuzberg sind wir erleichtert und zufrieden. https://www.water-runs-east.eu/auftritt/ Das tibetisch-buddhistische Riwo Sang Chöd, dass wir auf der Terrasse des Tempels zelebriert haben, hat die örtlichen Naturgeister besänftigt und dem neuen Gebäude Segen gebracht. https://www.water-runs-east.eu/rauch/ Davon sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Der Rauchopfer-Trupp des tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichshain erhält eine sehr spezielle Anfrage&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img decoding="async" width="572" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-572x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-8060" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:326px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-572x1024.jpeg 572w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-167x300.jpeg 167w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-768x1376.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800-676x1211.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1800.jpeg 810w" sizes="(max-width: 572px) 100vw, 572px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach unserem allerersten Rauchopfer-Auftritt im Chinesischen Tempel von Kreuzberg sind wir erleichtert und zufrieden.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/auftritt/"> https://www.water-runs-east.eu/auftritt/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tibetisch-buddhistische Riwo Sang Chöd, dass wir auf der Terrasse des Tempels zelebriert haben, hat die örtlichen Naturgeister besänftigt und dem neuen Gebäude Segen gebracht. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon sind wir alle überzeugt, denn genauso hat es sich für uns während des Zeremoniells angefühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob unsere zahlreichen Zuschauer das ebenso erlebt haben, bleibt uns verborgen. Dass während des einstündigen Zeremoniells alle konzentriert und still dabei saßen und niemand aufstand und ging, werten wir aber als positives Feedback.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst nachdem wir fertig sind, verlassen die Besucher des Vesak-Festes die Terrasse. Der nächste Programmpunkt &#8211; ein Vortrag &#8211; findet im Haupttempel im ersten Stock des Gebäudes statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir bleiben zurück, um aufzuräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser allererstes öffentliches Riwo Sang Chöd ist zu Ende. Das nächste wird wohl in einem Jahr stattfinden. Beim nächsten Vesak. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin wird jeder für sich täglich zuhause sein Rauchopfer praktizieren. Jeden Sonntag werden wir uns &#8211; wie üblich &#8211;  hinter den hohen Mauern des tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain treffen, um gemeinsam unser Rauchopfer zu zelebrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So denke ich, während ich meine tibetische Glocke und meine kleine Sanduhrtrommel &#8211; die Damaru &#8211; einpacke. <a href="https://www.water-runs-east.eu/damaru/">https://www.water-runs-east.eu/damaru/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weit gefehlt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn genau in diesem Moment erhalten wir die nächste Einladung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die schöne Lu aus der chinesischen Sanga unseres tibetisch-buddhistischen Zentrums von Friedrichhain ist es, die sich von Suriyel ein Rauchopfer wünscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der die Ritualgegenstände in seinen Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt packt, erklärt sie ihm ihr Problem:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lu möchte ein veganes chinesisches Restaurant eröffnen. Sie hat in Friedrichshain Räume im Erdgeschoss eines Altbaus angemietet. Seit Februar ist sie mit der Renovierung beschäftigt. Jetzt ist alles fast fertig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur &#8211; leider, leider &#8211; ist irgend etwas mit dem Keller nicht in Ordnung. Die Energie ist schlecht! Geradezu unerträglich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lu ist deshalb sehr besorgt. Schließlich sollen dort die Lebensmittel für das Restaurant gelagert werden. Und überhaupt: Sie fürchtet um den Erfolg ihres Unternehmens!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb fragt sie Suriyel, ob er nicht kommen kann, um bei ihr im Keller ein Riwo Sang Chöd zu praktizieren. Auf das die verärgerten Naturgeister befriedet werden, die Schützer aktiviert und die Buddhas und Boddhisattvas dem Restaurant ihren Segen schenken mögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das bitte schnell! In zwei Wochen soll das Restaurant eröffnet werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kommt es, dass wir bereits am nächsten Tag &#8211; einem Sonntag &#8211; wieder in Rauchopfer-Mission unterwegs sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem wir erst &#8222;Grüne Tara&#8220; im Tempel und danach unser sonntägliches Sang im Garten des tibetisch-buddhistischen Zentrums absolviert haben, machen wir uns auf den Weg zu Lu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise ist ihr neues Restaurant gerade einmal zwei Straßen vom Zentrum entfernt. Lu packt die große Ritualtrommel in den Kofferraum ihres Autos und fährt schon mal vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir anderen laufen zu Fuß. Suriyel trägt seinen Baumarkt-Koffer mit den Zeremonien-Gegenständen, ich schleppe die Fahrradtasche mit Glocke und Damaru. Die Darma-Schwester, die immer die große Trommel schlägt und eine chinesische Freundin von Lu sind auch noch mit von der Partie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass wir gerade auf dem Weg in ein veganes chinesisches Restaurant sind, um dort ein mehr als tausend Jahre altes tibetisches Ritual abzuhalten, um böse Geister zu vertreiben, erfreut und erheitert mich zutiefst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, finde ich, soll das Leben sein. Wenn es anders ist, läuft etwas verkehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sind buddhistische &#8218;Ghost-Busters&#8216;!&#8220;, erkläre ich Suriyel, während unsere schräge Truppe unter blühenden Linden durch Friedrichshain läuft. &#8222;Oder besser: &#8218;Gost-Feeders&#8216;!&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Suryiel schweigt dazu. Aber ich sehe ihm an, dass ihn die Situation genauso erheitert wie mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die aufgekratzte Truppe bei Lu ankommt, werden wir von ihr mit offenen Armen empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg in den Keller führt an der Küche des Restaurants vorbei. Auf dem Herd stehen große Schüsseln mit Bergen von Gemüse. Ein schweigsamer Chinese schnippelt Zwiebeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gemüse wäre für uns, erklärt uns Lu. Nach dem Ritual würde sie uns zum Essen einladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fantastische Aussichten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir nacheinander im Gänsemarsch auf einer schmalen Stiege in den Keller hinunter steigen, weiß ich sofort, was Lu meint: Die Energie dort fühlt sich wirklich furchtbar an! Dabei riecht es nicht modrig. Es ist auch nicht übermäßig dunkel. Aber trotzdem ist es, als stünde man in einer dumpfen drückenden grauen Wolke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wäre es schon viel besser geworden, versichert uns unsere Gastgeberin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hat auch einiges dafür getan: Quer über die riesige Fläche spannt sich eine lange Reihe tibetischer Gebetsfahnen. In der dunkelsten Ecke des riesigen Kellerraums hat Lu zwei große goldene elektrische Gebetsmühlen aufgestellt, die sich ununterbrochen drehen und dabei aus unsichtbaren Lautsprechern in monotonem Sing-Sang tibetische Gebete plärren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin fasziniert von den elektrischen Gebetsmühlen: Wir haben die selben im Tempel des tibetisch-buddhistischen Zentrums. Auch dort stehen sie &#8211; sich unaufhörlich drehend &#8211; in einer Ecke. Aber dass sie auch noch beten können, wusste ich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man könne die Lautsprecher auf &#8222;Null&#8220; stellen, erklärt mir Lu. Ich bin erleichtert, als sie das jetzt auch bei den ihren macht. Das blecherne Geleier schmerzt mir in den Ohren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen improvisieren. In Lu&#8217;s Restaurant gibt es weder Meditationskissen noch Schreintische. Es dauert trotzdem höchstens eine Viertelstunde, dann sind wir startklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen mit Lu rezitieren, singen und musizieren wir, was das Zeug hält. Alles um uns glüht vor Energie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir beim Opfern der Speisen angekommen sind, steht Suriyel auf, nimmt die rauchende Schale und wandert mit ihr in der Hand, unaufhörlich das Mantra &#8222;Om Ah Hung&#8220; rezitierend, erst durch den Keller, dann die Stiege hoch in das Restaurant und dort durch alle Räume. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir folgen ihm im Gänsemarsch, jede mit der Mala in der Hand, ebenfalls konzentriert das Mantra rezitierend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor jeder Buddha-Figur &#8211; von denen es bei Lu in jedem Raum mindestens eine gibt &#8211; stellt Suriyel einen der brennenden Räucherkegel aus der Opferschale ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende sind wir wieder im Keller angelangt. Dort lassen wiruns  erneut auf unseren provisorischen Plätzen nieder und schließen das Ritual feierlich ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinterher ist Lu erleichtert und dankbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wir anderen finden auch, dass wir einen guten Job gemacht haben! Das dumpfe drückende Gefühl ist aus dem Keller verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir &#8211; erschöpft und glücklich &#8211; hintereinander die steile Kellerstiege hochklettern, begrüßt uns das Sonnelicht eines späten Sonntagnachmittags. Es kommt uns vor, als hätten wir nicht nur ein paar Stufen, sondern einige Jahrhunderte und eine völlig fremde Welt hinter uns gelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger, die an der grauen Hauswand des Altbaus vorbeilaufen, ahnen nicht, was hier gerade geschehen ist: Die &#8218;Ghost-Feeders&#8216; des tibetisch-buddhistischen Zentrums haben bereits zum zweiten Mal in zwei Tagen ihre spirituelle Mission erfolgreich abgeschlossen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geister-Füttern macht hungrig! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise ist das Essen fertig. Wir lassen uns an einer großen Tafel nieder. Lu stellt eine große Schüssel mit köstlichen chinesischen Gemüsegerichten nach der anderen vor uns auf den Tisch. Dazu gibt es fantastischen chinesischen Grünen Tee. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind begeistert von dem tollen Essen &#8211; und Lu ist glücklich über unser Entzücken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die tibetisch-buddhistischen &#8218;Ghost-Busters&#8216; sind die allerersten Gäste in Lu&#8217;s neuem Restaurant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass wir nicht nur so viel gute Energie geschaffen haben, sondern jetzt auch noch so entzückt von ihrem chinesisch-veganen Essen sind, wertet die schöne Lu als positives Zeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können ihr nur zustimmen: Dieses Restaurant wird ganz sicher der Renner werden&#8230;</p>



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		<title>Auftritt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 10:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain zelebriert an Vesak sein erstes öffentliches Riwo Sang Chöd&#8230; Als ich nach meiner Ankunft im chinesisch-buddhistischen Tempel von Kreuzberg auf die riesige Terrasse trete, sehe ich, dass Suriyel seine Feuerschale für das Rauchopfer exakt zwei Meter vor der Glasfront des Speisesaals aufgestellt hat. https://www.water-runs-east.eu/vesak/ Der Anblick lässt mich schaudern. Der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Das tibetisch-buddhistische Zentrum von Friedrichshain zelebriert an Vesak sein erstes öffentliches Riwo Sang Chöd&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="642" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-642x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-8035" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:475px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-642x1024.jpeg 642w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-188x300.jpeg 188w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-768x1224.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-964x1536.jpeg 964w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1-676x1077.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/06/IMG_1703-1.jpeg 1125w" sizes="auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich nach meiner Ankunft im chinesisch-buddhistischen Tempel von Kreuzberg auf die riesige Terrasse trete, sehe ich, dass Suriyel seine Feuerschale für das Rauchopfer exakt zwei Meter vor der Glasfront des Speisesaals aufgestellt hat.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/vesak/"> https://www.water-runs-east.eu/vesak/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anblick lässt mich schaudern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Tempel ist niegelnagelneu. Dazu unfassbar groß, unfassbar edel und unglaublich steril. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumindest für Buddhisten wie uns, die wir aus dem bezaubernden, aber armen und chaotischen tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Suriyels große rostige Feuerschale, die verloren auf der riesigen, strahlend weißen Terrasse steht, markiert exakt den Punkt, an dem diese beiden buddhistischen Welten aufeinanderprallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geblendet von der Morgensonne halte ich Ausschau nach ihrem Besitzer. Der schleppt gerade sein Equipement für das Rauchopfer aus dem Auto, das vor dem Haupteingang geparkt ist, herbei. Damit es schneller geht, hat er einfach den Bauzaun ausgehebelt, der die Terrasse vom Rohbau der Tiefgarage abtrennt. Gerade turnt er behende über das Mäuerchen der halbfertigen Auffahrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Suriyel seine riesige blaue Ikea-Tüte mit den Speiseopfern und Grillanzündern neben mir abstellt, spare ich mir die Begrüßung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen zeige ich anklagend auf die Feuerschale: &#8222;Die kann da nicht stehen bleiben! Wir kriegen total Ärger!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das ist abgesprochen! Die bleibt da!&#8220; Suriyel dreht sich um, springt über das Mäuerchen und entschwindet wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bleibe fassungslos zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser traditionelles tibetisches Riwo Sang Chöd soll während der Mittagspause stattfinden. Die Veranstalter haben beschlossen, dass das Rauchopfer auf der Terrasse vor dem Speisesaal die perfekte Unterhaltung während des Essens darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was grundsätzlich eine gute Idee ist. Zumal der riesige Speisesaal zur Terrasse hin komplett verglast ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist seine hohe Decke auch mit einer beeindruckenden Zahl von High-Tech-Rauchmeldern bestückt. Und ich weiß besser als die Organisatoren der Veranstaltung, was für eine riesige Rauchwolke Suriyel in seiner Feuerschale zustande bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das noch nicht erlebt hat, hat keine Ahnung davon, dass so etwas überhaupt möglich ist!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist &#8211; wer immer Suriyel erlaubt hat, die Feuerschale direkt vor dem Speisesaal aufzustellen &#8211; einfach nur unglaublich naiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich muss meine Phantasie nicht anstrengen, um mir die Katastrophe auszumalen: Wir, unser Rauchopfer auf der Terrasse praktizierend &#8211; und die versammelte buddhistische Community Berlins, die ihre Pappteller mit chinesischen Nudeln umklammert, während sie vor dem schrillen Piepen der Rauchmelder aus dem Speisesaal flieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden in die Lokalgeschichte eingehen! Mit einem Skandal, über den sich auch in zwanzig Jahre alle noch köstlich amüsieren werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Suriyel das nächste Mal auftaucht &#8211; diesmal schleppt er die große Trommel und seine Zimbeln herbei &#8211; zeigt er sich völlig unbeeindruckt von meinen Ängsten. Ich würde hier nur katastrophisieren und überhaupt hätte er jetzt definitiv keine Zeit für solche Albernheiten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit verschwindet er ein weiteres Mal hinter dem Bauzaun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bleibe hilflos zurück. Und beschließe, dass jetzt der Moment gekommen ist, mich in Akzeptanz zu üben. Und auf ein Wunder zu hoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas anderes bleibt mir nicht übrig. Ich kenne Suriyel inzwischen gut genug, um zu wissen, dass Widerstand sinnlos ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil das Riwo Sang Chöd über magische Kräfte verfügt, manifestiert sich das Wunder bereits eine halbe Stunde später in Form des chinesischen Assistenten des Tempel-Leiters. Einer der freiwilligen Helfer aus der Sangha des Tempels hat ihm zugetragen, was gerade auf der Terrasse vor sich geht. Der Assistent ist glücklicherweise weit weniger naiv als die Organisatoren des Vesak-Festes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In gebieterischem Ton erklärt mir der Assistent, dass die Feuerschale hier nicht stehen bleiben könne. Der Meister &#8211; erfahre ich &#8211; wünsche das Rauchopfer genau da! Er zeigt auf eine Art Amphietheater, das ein paar Stufen tiefer direkt an die Terrasse anschließt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne Frage der perfekte Platz für unser Riwo Sang Chöd! Erleichtert nehme ich die Feuerschale, trage sie die Treppenstufen hinunter und platziere sie in der Mitte der weiten Fläche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Suriyel kurz darauf ein weiteres Mal auftaucht und über die Entscheidung des Meisters informiert wird, trägt er sie zu meiner Erleichterung mit Würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach 12 Uhr ist es dann so weit: Im gleißenden Licht der Mittagssonne nehmen acht Freiwillige aus der Sangha des tibetisch-buddhistischen Zentrums Friedrichhains hinter vier Klapptischen Platz. Vor uns liegen unsere Rezitationstexte, dazu die traditionellen tibetischen Glocken und die kleinen Handtrommeln. Eine von uns schlägt die große Standtrommel. <a href="https://www.water-runs-east.eu/generalprobe/">https://www.water-runs-east.eu/generalprobe/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Kopfende  &#8211; zentral in der Mitte &#8211; habe ich einen kleinen Klapptisch nur für Suryiel platziert. Das machen wir zuhause nicht so, da sitzt er zwischen den anderen Praktizierenden. Heute finde ich es passend: Er ist schließlich der Zeremonienmeister! Er schaut kurz irritiert, bevor er schulterzuckend Platz nimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was als nächstes kommt, lässt mich wieder nach Luft schnappen! Weil es in der Sonne so heiß ist,  zieht er sich einfach sein T-Shirt über den Kopf, bevor er sich sein traditionelles tibetisches Umschlagtuch, dass er immer bei Zeremonien trägt, um den nackten Oberkörper wickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem ich mich von dem Schock erholt habe, stelle ich fest, dass er jetzt perfekt in das Amphietheater passt! Mit seinem Wickeltuch sieht er aus wie ein römischer Konsul!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen sitzen mindestens fünfzig Nudeln essende Buddhisten auf der Terrasse. Alle warten auf den nächsten Programmpunkt: Das traditionelle tibetische Rauchopfer des buddhistischen Zentrums von Friedrichshain.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begleitet von den interessierten Blicken der Zuschauer steht Suriyel auf und überquert die große freie Fläche es Amphietheaters, um das kunstvoll gestapelte Brennholz in der Feuerschale zu entzünden. Bevor er das macht, packt er mit ungerührter Miene die beiden Griffe der Schale, hebt sie hoch, trägt sie die Treppenstufen hoch und stellt sie wieder auf die Terrasse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So viel zum Willen des Meisters&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Feuerzungen lodern auf.  Das Knacken der brennenden Holzscheite klingt über die weite Terrassenfläche. In den Bäumen zwischern Vögel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten ist es vollkommend still. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angeleitet von Suriyel rezitieren wir den mehr als 1000 Jahre alten tibetischen Text. Als wir das erste Mal die Trommeln drehen und die Glocken schwenken, bin ich mir sicher, dass sie da sind: All unsere unsichtbaren Geister-Gäste, für die wir hier und jetzt das Speiseopfer darbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Suriyel die traditionellen Opfergaben ins Feuer wirft und die brennenden Speisen in einer dicken weißen Rauchwolke zum Himmel aufsteigen, während wir in monotonem Singsang wieder und wieder das Mantra &#8222;Om Ah Hung&#8220; rezitieren, vibriert alles um uns vor Energie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne Zweifel: Wir sind zur rechten Zeit am rechten Ort. Und wir tun, was zu tun ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinterher sind wir uns sicher, dass unser Rauchopfer nicht nur ein &#8222;gelungener Programmpunkt&#8220; des Vesak-Festes war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben gutes Karma geschaffen. Und ein paar zutiefst gekränkte örtliche Naturgeister milde gestimmt, die keiner um Erlaubnis gefragt hat, bevor hier mit den Baumaßnahmen für den Tempel begonnen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für ein Glück, dass es das Riwo Sang Chöd gibt&#8230;</p>
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		<title>Generalprobe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 12:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir üben das traditionelle tibetische Rauchopfer &#8211; Riwo Sang Chöd &#8211; für unseren Auftritt am höchsten buddhistischen Feiertag&#8230; Das buddhistische Zentrums von Friedrichshain wird zur Ehren von Vesak ein Riwo Sang Chöd präsentieren! https://www.water-runs-east.eu/vesak/ Denn das Zentrum gehört einer Traditionslinie des tibetischen Buddhismus an. Das traditionelle Rauchopfer ist eine ihrer Basis-Praktiken. https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/ Dieses historische Ereignis [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Wir üben das traditionelle tibetische Rauchopfer &#8211; Riwo Sang Chöd &#8211; für unseren Auftritt am höchsten buddhistischen Feiertag&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="259" height="344" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg" alt="" class="wp-image-8007" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686.jpeg 259w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1686-226x300.jpeg 226w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das buddhistische Zentrums von Friedrichshain wird zur Ehren von Vesak ein Riwo Sang Chöd präsentieren! <a href="https://www.water-runs-east.eu/vesak/">https://www.water-runs-east.eu/vesak/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das Zentrum gehört einer Traditionslinie des tibetischen Buddhismus an. Das traditionelle Rauchopfer ist eine ihrer Basis-Praktiken. <a href="https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/">https://www.water-runs-east.eu/riwo-sang-choed/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses historische Ereignis wird am ersten Juni-Wochenende im chinesischen Chan-Kloster von Kreuzberg stattfinden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist nur: Werden sich genug Unerschrockene für den Auftritt finden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn es ist das eine, gut versteckt hinter hohen Mauern an einem mehr als tausend Jahre alten schamanischen Ritus teilzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und etwas ganz anderes, sich zu einer solch befremdlichen Handlung vor den Augen der Öffentlichkeit zu bekennen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mag die auch noch so buddhistisch sein&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich die Neuigkeit über unseren Auftritt an Vesak in der Whats-App-Gruppe der Sonntagspraktizierenden verkünde, bin ich gespannt, wie die Rückmeldungen ausfallen werden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es finden soch doch tatsächlich drei Mutige, die bereit sind, mitzumachen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Suriyel und mir wären wir zu fünft. Ich bin erleichtert: Das ist nicht beeindruckend, aber ausreichend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der nächstens Sonntagstreffen im Zentrum sammle ich dann noch vier halbe bis dreiviertelte Zusagen ein: Wenn es sich an dem Tag ergeben würde, wäre man dabei, wird mir gesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende, denke ich, werden wir wohl um die sieben Leute sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür, dass wir das zweitgrößte buddhistische Zentrum Berlins repräsentieren, ist das eine bescheidene Truppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber angesichts der  Herausforderung ist die Zahl erfreulich hoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den folgenden Sonntagen wird im tibetisch-buddhistischen Zentrum von Friedrichshain fleißig für den ersten Auftritt der Gruppe geübt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es klappt ganz gut, finde ich. Suriyel ist auch zufrieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich: Die Generalprobe! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am letzten Sonntag vor dem Vesak-Fest schleppen wir Sitzunterlagen, Meditationskissen, Schreintischen, Musikinstrumente, Sakralgegenstände, Holz, Speiseopfer und die große Feuerschale ins Freie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Zeremonie geben wir alles!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suriyel schlägt die Zimbeln, eine Dharma-Schwester die große Trommel. Dazu schwenken alle die traditionellen tibetischen Handglocken und drehen die kleine Damaru.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir rezitieren und singen, dass es eine Freude ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suriyels Rauchfahne ist von beeindruckender Dichte und von perfekt weißer Farbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinterher sind wir alle sehr zufrieden mit unserem Rauchopfer. Wenn wir das nächsten Sonntag noch einmal so hinbekommen, wäre das super!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend meldet sich eine Dharma-Schwester, die nicht an der Sonntagspraxis teilgenommen hat, in der Whats-App-Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was denn los gewesen wäre bei uns heute im Zentrum? Wir hätten bei unserem Rauchopfer einen Krach gemacht, dass man uns auch noch zwei Straßen weiter gehört hätte! Es klang, schreibt sie, als wäre eine Horde Fußballfans durch das Viertel gezogen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie man es macht, macht man es verkehrt. Vor allem, wenn es um das Riwo Sang Chöd geht. <a href="https://www.water-runs-east.eu/rauch/">https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>
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		<title>Vesak</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 12:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Das Buddhistische Zentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das chinesische Kloster in Kreuzberg zelebriert ein buddhistisches Fest &#8211; und alle buddhistischen Zentren Berlins helfen mit&#8230; Am Vollmondtag des vierten Monats jedes lunaren Jahres feiern Buddhisten in aller Welt Vesak. Dann wird der Geburt, der Erleuchtung und dem Tod Buddhas gedacht. Das ist wie Weihnachten, Pfingsten und Ostern an einem Tag! In Berlin hat [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Das chinesische Kloster in Kreuzberg zelebriert ein buddhistisches Fest &#8211; und alle buddhistischen Zentren Berlins helfen mit&#8230;<br></h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="826" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633-826x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-7982" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633-826x1024.jpeg 826w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633-242x300.jpeg 242w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633-768x952.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633-676x838.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/05/IMG_1633.jpeg 1125w" sizes="auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Vollmondtag des vierten Monats jedes lunaren Jahres feiern Buddhisten in aller Welt Vesak. Dann wird der Geburt, der Erleuchtung und dem Tod Buddhas gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wie Weihnachten, Pfingsten und Ostern an einem Tag!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Berlin hat sich die Tradition eingebürgert, dass das Vesak-Fest jedes Jahr reihum von einem anderen buddhistischen Zentrum der Stadt ausgerichtet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitglieder desjenigen Buddhistischen Zentrums, dem die Aufgabe zufällt, in diesem Jahr das große Fest zu organisieren, befinden sich schon Monate vor dem Fest &#8211; das auf einen Tag zwischen Ende April und Anfang Juni fällt &#8211; im Ausnahmezustand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle anderen Buddhisten Berlins dürfen sich von den zurückliegenden Strapazen &#8222;ihres&#8220; Vesak erholen und sich auf ein entspanntes Fest freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr trifft es das große chinesische Chan-Kloster in Kreuzberg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar erhält das Tibetisch-Buddhistische Zentrum von Friedrichshain deshalb von der chinesischen Dharma-Verwandtschaft die Einladung zum Vesak-Fest. Weil der vierte Vollmond des neuen Jahres auf Donnerstag, den 23. Mai fällt, findet das Fest am Wochenende danach statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erfahre von der Einladung, als ich, nach meinem Umzug nach Berlin Ende Februar, an meiner ersten Orga-Team-Sitzung im Zentrum teilnehme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist auch das erste Mal, dass ich von &#8222;Vesak&#8220; höre. Das Fest stammt aus der Theravada-Tradition, der ältesten noch existierenden Schultradition des Buddhismus. Sie wird heute vor allem in Thailand, Myanmar, Sri Lanka und Kambodscha praktiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil meine Zen-Tradition der jüngeren Schullinie des Mahayana angehört und aus Japan stammt, bin ich bisher noch nie mit dem Fest in Berührung gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im japanischen Zen wird das Fest von Buddhas Erleuchtung am 8. Dezember gefeiert. Das ist unser &#8222;Bodhi-Tag&#8220;. Zuvor findet &#8211; gemäß der japanischen Tradition &#8211; immer ein siebentägiges intensives Retreat statt . In dieser &#8222;Rohatsu&#8220; bereiten sich die Praktizierenden durch Meditation und Schweigen auf das Fest vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als mir die anderen Teilnehmer der Orga-Runde erklären, was es mit diesem &#8222;Vesak&#8220; auf sich hat, freue mich darüber, auch noch das Fest einer anderen Tradition erleben zu dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnell wird mir während der Orga-Sitzung allerdings klar, dass ich wieder einmal viel zu passiv  gedacht habe! Ich werde &#8211; stellt sich heraus &#8211; nicht nur als Gast im Chinesischen Tempel erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich soll einen Programmpunkt mitgestalten! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Einladung des chinesischen KLosters ging mit der Bitte einher, alle anderen Zentren mögen sich mit einem Angebot am Tagesprogramm beteiligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und zwar mit einer Praxis oder einem Ritus, der typisch für die Tradition des jeweiligen Zentrums ist.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorstand des Tibetisch-Buddhistischen Zentrums von Friedrichshain zerbrach sich gemeinsam den Kopf darüber, was man der versammelten Berliner Community an Vesak präsentieren könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende fiel die Entscheidung, alle Buddhisten Berlins am hauseigenen Riwo Sang Chöd teilhaben zu lassen.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/rauch/"> https://www.water-runs-east.eu/rauch/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Suriyel praktiziert es jeden Sonntag als offenes Angebot im Tempel des Tibetisch-Buddhistischen Zentrums. Und ich bin &#8211; zusammen mit ein paar Anderen &#8211; regelmäßig mit dabei und mache mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In kleinem Rahmen. Ohne Publikum&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass auf einmal von mir erwartet wird, vor sämtlichen Buddhisten Berlins ein schamanisches Rauchopfer zu präsentieren, trifft mich unvorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drücken will ich mich aber auch nicht. Am Ende steht Suriyel alleine da. Das kommmt nicht in Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also nicke ich ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Runde reagiert erleichtert über meine Einwilligung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wie gut, dass du dabei sein wirst!&#8220;, schallt mir entgegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das Orga-Team hat noch einen weiteren Aufrag für mich, erfahre ich umgehend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich solle doch bitte darauf achten, dass Suriyel sich benimmt! Er möge bitte nur ein kleines Feuer im Garten der chinesischen Dharma-Brüder und -Schwestern entfachen. Und um Himmels Willen nicht zu viel Rauch produzieren! Und nicht zu viel Krach machen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tibetisch-Buddhistische Zentrum von Friedrichshain will schließlich einen guten Eindruck hinterlassen &#8211; und keinen Ärger produzieren!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde, denke ich im Stillen, an Vesak nicht nur als Tantra-Praktizierende gefordert sein, sondern auch noch als Kindermädchen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Na toll&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Spirituelle WG</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Esther möchte eine &#8222;Spirituelle WG&#8220; gründen &#8211; und ich bin auserwählt, das erste Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden&#8230; Am Sonntag, dem 23. Oktober 2023 besichtige ich am Prenzlauer Berg ein WG-Zimmer. https://www.water-runs-east.eu/prenzlauer-berg/ Dass Esther &#8211; die Vermieterin und Mitbewohnerin &#8211; speziell ist, bemerkt man nicht auf den ersten Blick. Aber auf dem zweiten. Schon während [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/spirituelle-wg/">Spirituelle WG</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Esther möchte eine &#8222;Spirituelle WG&#8220; gründen &#8211; und ich bin auserwählt, das erste Mitglied dieser Gemeinschaft zu werden&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="873" height="764" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1088-1.jpeg" alt="" class="wp-image-7516" style="width:674px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1088-1.jpeg 873w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1088-1-300x263.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1088-1-768x672.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1088-1-676x592.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 873px) 100vw, 873px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>&#8222;Intuition is the ability of experts to rapidly solve complicated problems that are highly difficult for the average person. </em>[&#8230;]<em> These findings suggest that experts, after long-term, focused training, can use these evolutionarily-old brain structures for &#8222;intuitive&#8220; decision-making, which, in non-experts, are only involved in primitive behaviors.&#8220; </em> <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29887530/">https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29887530/</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, dem 23. Oktober 2023 besichtige ich am Prenzlauer Berg ein WG-Zimmer. <a href="https://www.water-runs-east.eu/prenzlauer-berg/">https://www.water-runs-east.eu/prenzlauer-berg/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Esther &#8211; die Vermieterin und Mitbewohnerin &#8211; speziell ist, bemerkt man nicht auf den ersten Blick. Aber auf dem zweiten. Schon während sie mich durch ihr Haus führt, bin ich beeindruckt von der tiefen Ruhe, die sie ausstrahlt. Dass sie intensiv meditiert, ist offensichtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin fasziniert, dass sie diese Qualität der Präsenz nicht durch buddhistische Praxis, sondern durch eine spezielle Form des christlichen Gebets erreicht hat. Dass dies möglich ist, wusste ich bisher nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir uns &#8211; nachdem die Führung beendet ist &#8211; mit einer Tasse Tee am Küchentisch niederlassen, haben wir uns viel zu erzählen. Ich lasse mir von Esther die Prinzipien ihrer täglichen Praxis erklären, sie sich die meinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir gleichen unsere Biographien ab und stellen verblüffende Parallelen fest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das, was uns am stärksten verbindet &#8211; so sehe ich das zumindest &#8211; sind unsere &#8222;Inneren Stimmen&#8220;. Beide tragen wir diese autonome Instanz in uns. Und beide sind wir in der Lage, sie nicht nur bewusst zu hören, sondern auch ihren Anweisungen zu folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es andere Menschen gibt, die das &#8211; wie ich &#8211; können, wusste ich bisher nur aus der Literatur. Leibhaftig ist mir noch niemand begegnet, der diese Fähigkeit besitzt. Oder &#8211; was wahrscheinlicher ist &#8211; niemand hat sich bisher dazu bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ich pflege darüber zu schweigen. Aus den bekannten Gründen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/?p=7380&amp;preview=true">https://www.water-runs-east.eu/?p=7380&amp;preview=true</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Esther so offen darüber spricht, erlebe ich als beglückend. Ich bin doch tatsächlich auf eine Seelenverwandte gestossen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Esther ist auch erfreut darüber, dass ich an ihrem Küchentisch sitze. Sie plane &#8211; so erklärt sie mir im Laufe unseres Gesprächs &#8211; eine &#8222;spirituelle WG&#8220;. Sie wolle mit Gleichgesinnten zusammenleben! Und ganz besonders erfreulich findet sie es, dass ich Buddhistin bin. Denn der Buddhismus &#8211; vor allem der tibetische &#8211; hätte sie schon immer fasziniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorletzten Freitag sinierte sie nach dem Aufwachen über ihre Pläne und rief &#8211; aus einem Impuls heraus &#8211; das einschlägige Online-Portal auf. Exakt zu dem Zeitpunkt, als ich &#8211; 120 Kilometer entfernt &#8211; in Leipzig meine &#8222;WG-Zimmer-gesucht&#8220;-Anzeige hochgeladen hatte. <a href="https://www.water-runs-east.eu/die-anzeige/">https://www.water-runs-east.eu/die-anzeige/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste, was auf Esthers Bildschirm aufploppte, war die Annonce einer dauermeditierenden Buddhistin und Autorin gleichen Alters und mit dem selben Beruf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einmal verstand ich, warum meine &#8222;Innere Stimme&#8220; an diesem Freitagmorgen so beharrlich darauf bestanden hatte, ich müsse SOFORT die Annonce schreiben! Nicht einmal eine Tasse Morgenkaffee hatte sie mir zugestanden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder. Ich gehe davon aus, dass unser beider &#8222;Innere Stimmen&#8220; in direktem Kontakt miteinander standen. So stelle ich mir das zumindest vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch immer: Esther und ich haben zusammen gefunden. Der Gründung der &#8222;Spirituellen WG&#8220; am Prenzlauer Berg stand nichts mehr im Wege&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/spirituelle-wg/">Spirituelle WG</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
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		<title>Prenzlauer Berg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 07:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich besichtige das WG-Zimmer im Haus einer &#8222;Spirituellen Heilerin&#8220; in Berlin-Mitte &#8211; und beschließe, an den Prenzlauer Berg zu ziehen&#8230; Neun Tage nach der überraschenden Antwort auf mein Zimmer-Gesuch mache ich mich auf den Weg zum Prenzlauer Berg. https://www.water-runs-east.eu/?p=7288&#38;preview=true Als die Sonntagspraxis im Buddhistischen Zentrum in Friedrichshain zu Ende gegangen ist, nehme ich die Ringbahn. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/prenzlauer-berg/">Prenzlauer Berg</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Ich besichtige das WG-Zimmer im Haus einer &#8222;Spirituellen Heilerin&#8220; in  Berlin-Mitte &#8211; und beschließe, an den Prenzlauer Berg zu ziehen&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1011" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-1011x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-7397" style="width:254px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-1011x1024.jpeg 1011w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-296x300.jpeg 296w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-768x778.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-1516x1536.jpeg 1516w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-2021x2048.jpeg 2021w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_1101-676x685.jpeg 676w" sizes="auto, (max-width: 1011px) 100vw, 1011px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Neun Tage nach der überraschenden Antwort auf mein Zimmer-Gesuch mache ich mich auf den Weg zum Prenzlauer Berg. <a href="https://www.water-runs-east.eu/?p=7288&amp;preview=true">https://www.water-runs-east.eu/?p=7288&amp;preview=true</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Sonntagspraxis im Buddhistischen Zentrum in Friedrichshain zu Ende gegangen ist, nehme ich die Ringbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Draußen zieht Berlin-Mitte vorbei. Drinnen hocken und stehen Berliner in allen Variationen: Übergewichtige Frauen mit künstlichen Wimpern und Fingernägeln in knallengen Jeans. Rentner in Wanderkluft. Eine Familie mit Bollerwagen. Zugekiffte Jugendliche. Ein schwarz gekleidetes Pärchen mit ganz vielen Tattoos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dazwischen: Ich. Beschäftigt mit der bangen Frage, was ich hier &#8211; bitteschön &#8211; soll? <a href="https://www.water-runs-east.eu/metropole/">https://www.water-runs-east.eu/metropole/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">An der S-Bahn-Station &#8222;Schönhauser Allee&#8220; muss ich aussteigen. Erst geht es ein Stück die vierspurige Straße entlang. Dann biege ich in eine ruhige Seitenstraße ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich &#8211; die Hausnummern abzählend &#8211; den Gehweg entlang laufe, spüre ich ein unangenehmes Ziehen im Magen. Die Angst hat mich fest im Griff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Situation, in die ich mich selbst laviert habe, ist wieder einmal mehr als befremdlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst zwang mich meine Innere Stimme, ein schräges Zimmer-Gesuch online zu stellen. Tenor: &#8222;Ich bin dauermeditierende Buddhistin und Autorin.&#8220; <a href="https://www.water-runs-east.eu/?p=7288&amp;preview=true">https://www.water-runs-east.eu/?p=7288&amp;preview=true</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf kam umgehend eine Antwort. Von einer &#8222;Spirituellen Heilerin&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später wird sich herausstellen, dass dies das einzige seriöse Angebot auf meine Anzeige bleiben wird. Alles andere, was sonst noch in meinem Postfach aufploppt, ist Scam. Die akute Wohnungsnot in Berlin zieht jede Menge Betrüger an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So erfreulich die Offerte deshalb ist: Ein weniger exotisches Zimmerangebot wäre mir lieber gewesen. Ich hause schließlich seit beinahe zwei Jahren &#8211; zusammen mit zwei verschrobenen Mitbewohnern und einem Theurang &#8211; in einer verwunschen Altbauwohnung in Leipzig. Zur Untermiete. Das ist so anstrengend wie bedrückend. Nicht nur mein Ego findet, dass ich mir etwas Erholung und Normalität verdient hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das aktuelle Angebot klingt nicht danach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin vor der richtigen Hausnummer angekommen. Ein schmales modernes Townhouse in freundlichem Gelb. Nervös drücke ich den Klingelknopf. Wie wohl eine &#8222;Spirituelle Heilerin&#8220; aussieht? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz normal, stellt sich heraus, als die Haustür aufgeht. Esther ist klein, blond, energisch und herzlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde eingelassen und bekomme das Haus präsentiert. Das ist toll: hell, in schönen Farben gehalten und großzügig geschnitten. Es gibt eine offene Küche  &#8211; und sogar einen Garten! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im dritten Stock schließlich das freie Zimmer. Es handelt sich um ein großes Studio. Inklusive einer eigenen Dachterrasse mit Blick auf die begrünten Innenhöfe des Straßenzugs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sprachlos &#8211; was mir nicht oft passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Stunden später verabschiedet mich Esther. Sie hat mir versprochen, zügig den Mietvertrag zu schicken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten März werde ich an den Prenzlauer Berg ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Ego ist glücklich und zufrieden darüber. Es könnte sogar sein, dass es die Innere Stimme lobt. Wenn auch nur ganz leise. Obwohl ich nichts gehört habe, würde es mich nicht wundern&#8230;</p>
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		<title>Nachricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 07:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Innere Stimme diktiert mir eine schräge WG-Zimmer-Anzeige — und ich erhalte umgehend eine Antwort. Über Synchronizität und den Mut, der Inneren Stimme zu folgen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/nachricht-meine-weise-innere-stimme-diktiert-eine-wg-anzeige-katharina-kaintz/">Nachricht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Meine Innere Stimme diktiert mir eine schräge WG-Zimmer-Gesucht-Anzeige &#8211; und ich erhalte umgehend eine Antwort&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-7302" style="width:399px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-768x1024.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-225x300.jpeg 225w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-676x901.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/Daniela-Photo-Zimmer-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag, den 13. Oktober, jagt mich meine Innere Stimme unmittelbar nach der Morgenmeditation an den Schreibtisch. Mein Flehen, sie möge mir doch zumindest noch einen Kaffee zugestehen, bleibt unerhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Jetzt! Sofort!&#8220;, fährt sie mich an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergeben starte ich den Laptop.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Meditation hatte mir meine Innere Stimme ins Ohr geflüstert, was ich zu tun habe: Ich müsse ein Zimmer-Gesuch verfassen. Den Text teilte sie mir ebenfalls mit. Wort für Wort. Inklusive der Quadratmeter und der Höchstgrenze der Miete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;So groß?&#8220;, frage ich zweifelnd, während ich tippe, was mir aufgetragen wurde. &#8222;Und so teuer???&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Innere Stimme schweigt. Sie hat mir gesagt, was es zu sagen gibt. Jedes weitere Wort wäre Energieverschwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe gelernt, ihr zu gehorchen. Genau dafür praktiziere ich seit Jahren Zen. Damit ich tue, was ansteht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dabei mein Ego ausblende. <a href="https://www.water-runs-east.eu/schizophrene-beziehungskrise/">https://www.water-runs-east.eu/schizophrene-beziehungskrise/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn dem fällt einiges zum Auftrag der Inneren Stimme ein.  Und definitv nichts positives! </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bist du wahnsinnig geworden?&#8220;, fährt es mich an. Seine Stimme überschlägt sich vor Angst und Wut. &#8222;Du hast keine Ahnung, wie die Schlacht ausgehen wird! <a href="https://www.water-runs-east.eu/?p=7263&amp;preview=true">https://www.water-runs-east.eu/?p=7263&amp;preview=true</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Warte gefälligst ab, bist du weißt, ob du dir das leisten kannst!&#8220; Es muss kurz Luft holen, bevor es kreischt: &#8222;Und heute ist auch noch Freitag, der 13.!!!!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich blende das hysterische Gekeife des Egos aus, so gut es geht. Dank der exakten Vorgaben der Inneren Stimme brauche ich gerade einmal eine Stunde, dann ist die &#8222;WG-Zimmer-Gesucht&#8220;-Anzeige geschrieben, korrigiert und hochgeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach darf ich mir endlich einen Espresso kochen. Während ich das Aluminium-Kännchen auf den altertümlichen Herd stelle, beruhige ich mein Ego: &#8222;Du musst dich nicht so aufregen. Es wird sich niemand auf das Gesuch melden! Der Text war viel zu schräg!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine volle Kaffeetasse balancierend, wandere ich zurück an meinen Schreibtisch. Einen Schluck nehmend, rufe ich, bevor ich anfange zu arbeiten, meine E-Mails ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Sie haben eine Antwort auf ihre Anzeige erhalten.&#8220;, informiert mich das Wohnungs-Portal, auf dem ich gerade einmal vor zwanzig Minuten meine Anfrage platziert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verblüfft rufe ich die Nachricht auf. Esther hat mir geschrieben, lese ich. Ein paar magere Zeilen: Sie würde ein Zimmer am Prenzlauer Berg vermieten. Exakt in der Größe und zu dem Preis, den ich angegeben hatte. Angehängt ein Photo des Zimmers: Helle Holzdielen, eine Fensterfront. Davor ein großer Balkon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach ja: Sie wäre &#8222;Spirituelle Heilerin&#8220; &#8211; und habe dasselbe Fach wie ich studiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Ego schluchzend neben dem Schreibtisch zusammenbricht, schmunzelt die Innere Stimme zufrieden vor sich hin&#8230;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Neugierig auf die Arbeit mit Träumen und Innerer Stimme? Mehr über meine Methode: <a href="https://katharina-kaintz.com/wie-ich-arbeite/">https://katharina-kaintz.com/wie-ich-arbeite/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/nachricht-meine-weise-innere-stimme-diktiert-eine-wg-anzeige-katharina-kaintz/">Nachricht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
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		<title>Betriebsstörung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein unerwartetes Ereignis macht meine Zukunftspläne zunichte und versetzt mein Ego in Angst und Schrecken&#8230; Die innere Gewissheit, ich würde in naher Zukunft in die gemütliche Altbauwohnung des Schutzengels Israfel in Berlin-Friedrichshain einziehen, hält gerade einmal eine Woche. https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/ Ein paar Tage bevor der ereignisreiche September sein Ende findet, meldet sich Karma mit einer schallenden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.water-runs-east.eu/betriebsstoerung/">Betriebsstörung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.water-runs-east.eu">Water runs East</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Ein unerwartetes Ereignis macht meine Zukunftspläne zunichte und versetzt mein Ego in Angst und Schrecken&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-1024x724.jpeg" alt="" class="wp-image-7267" style="width:530px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-1024x724.jpeg 1024w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-300x212.jpeg 300w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-768x543.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-1536x1086.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1-676x478.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/c109cd0b-f8e7-4ebd-b6be-f28141ab9d1f-1.jpeg 1807w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die innere Gewissheit, ich würde in naher Zukunft in die gemütliche Altbauwohnung des Schutzengels Israfel in Berlin-Friedrichshain einziehen, hält gerade einmal eine Woche. <a href="https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/">https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar Tage bevor der ereignisreiche September sein Ende findet, meldet sich Karma mit einer schallenden Ohrfeige.<a href="https://www.water-runs-east.eu/falken/"> https://www.water-runs-east.eu/falken/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erreicht mich in Form einer E-Mail. Gefolgt von einem Telefonanruf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am anderen Ende: mein altes Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Septembertage verbringe ich damit, die Tragweite der über mich hereinbrechenden Ereignisse zu verdauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ihre Konsequenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am ersten Oktober lelefoniere ich mit Israfel. Und teile ihm mit, dass ich leider nicht bei ihm einziehen kann. Die Hiobsbotschaft aus meiner unabgeschlossenen Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass ich nicht mehr die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen erfülle, um einen Mietvertrag für seine Wohnung zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Tagen vor dem Gespräch mit Israfel war ich gezwungen, eine harte Entscheidung zu treffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war meine Innere Stimme, die nüchtern beschloss, in den Krieg zu ziehen. Wenn es notwendig war, für Dharma und Sangha die Klinge zu kreuzen &#8211; wohlan! <a href="https://www.water-runs-east.eu/zuflucht/">https://www.water-runs-east.eu/zuflucht/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ego war &#8211; nachdem es die Mail gelesen und dem Telefonat gelauscht hatte &#8211; in panischer Angst unter die Bettdecke gekrochen. Dort bibberte es seit Tagen vor sich hin. Als es realisierte, wozu die Innere Stimme bereit war, heulte es hohl auf, kniff die Augen zusammen, hielt sich unter der Decke die Ohren zu und stellte sich tot.<a href=" https://www.water-runs-east.eu/schizophrene-beziehungskrise/"> https://www.water-runs-east.eu/schizophrene-beziehungskrise/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seufzend nehme ich am frühen Morgen des 2. Oktober auf meinem Meditationskissen Platz. Über dem schönen Waldstraßenviertel hängt die Finsternis des Herbstes. Meine verwunschenen Mitbewohner schlafen noch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In die Stille hinein knarren die ausgetretenen Dielen des Flurs. Der Theurang hat sein Versteck auf der Garderobe verlassen und presst seine Nase von Außen gegen den Spalt meiner Zimmertür. Ausgehungert wie er ist, versucht er, etwas von der positiven Energie meiner Morgenmeditation abzubekommen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/spirits/">https://www.water-runs-east.eu/spirits/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sitze auf meinem Kissen, atme in der Dunkelheit und lausche seinem gierigen Schnüffeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Alles wird gut!&#8220;, flüstert mir meine Innere Stimme ins Ohr. &#8222;Vertrau mir!&#8220; </p>
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		<title>Falken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Apr 2024 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berlin, Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg zum Probewohnen in Berlin-Friedrichshain bekomme ich am magischen Elstermühlgraben ein Zeichen geschenkt&#8230; Der September nähert sich seinem Ende. Der Monat ist ereignisreich verlaufen. Anfang September begann ich mit einem neuen Blog-Thema. Arbeitstitel: &#8222;Die Engel von Friedrichshain&#8220;. Es war auf vier bis sechs Wochen angelegt. Gerade entwickelt es sich zum Mamut-Projekt und droht, [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading has-small-font-size">Auf dem Weg zum Probewohnen in Berlin-Friedrichshain bekomme ich am magischen Elstermühlgraben ein Zeichen geschenkt&#8230;</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-7226" style="width:391px;height:auto" srcset="https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-768x1024.jpeg 768w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-225x300.jpeg 225w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-1152x1536.jpeg 1152w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-1536x2048.jpeg 1536w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-676x901.jpeg 676w, https://www.water-runs-east.eu/wp-content/uploads/2024/04/IMG_0751-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der September nähert sich seinem Ende. Der Monat ist ereignisreich verlaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang September begann ich mit einem neuen Blog-Thema. Arbeitstitel:  &#8222;Die Engel von Friedrichshain&#8220;. Es war auf vier bis sechs Wochen angelegt. Gerade entwickelt es sich zum Mamut-Projekt und droht, mir über den Kopf zu wachsen. <a href="https://www.water-runs-east.eu/israfel/">https://www.water-runs-east.eu/israfel/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte September fiel mein &#8222;Probe-Wohnen&#8220; bei Israfel genau auf das Mönlam &#8211; das traditionelle tibetische Gebetsfest &#8211; im Buddhistischen Zentrum in Friedrichshain. <a href="https://www.water-runs-east.eu/moenlam/">https://www.water-runs-east.eu/moenlam/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Innere Stimme hatte beschlossen, ich müsse nach Berlin ziehen &#8211; und Israfel hatte ein freies Zimmer anzubieten. <a href="https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/">https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Probe-Wohn-Wochenende gehe ich davon aus, dass ich bei Israfel einziehen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn alles &#8211; so verwirrend und überwältigend es auch ist &#8211; vollzieht sich auf vollkommend natürliche Weise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vertraute karmische Flow….</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings hatte ich &#8211; zu Beginn von Probe-Wohnen und Mönlam &#8211; ein Zeichen geschenkt bekommen, das ich nicht zu deuten weiß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es begegnete mir auf dem Weg zum Bahnhof am magischen Elstermühlgraben. Dort, wo der Naga wohnt. <a href="https://www.water-runs-east.eu/spirits/">https://www.water-runs-east.eu/spirits/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich &#8211; in Gedanken beim am Abend beginnenden Probe-Wohnen &#8211; am Kanal vorbeilief, ertönte ganz in der Nähe der schrille Ruf eines Greifvogels. Ich legte den Kopf in den Nacken und starrte in den herbstblauen Himmel. Der war leer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber irgendwo musste der Vogel sein! Seine rhythmischen Schreie hallten durch das Gründerzeit-Viertel. Suchenden Blickes lief ich weiter &#8211; und entdeckte einen Falken, der auf dem First eines Art-Deco-Hauses hockte. War er krank?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich versuchte, mir einen Reim aus der Sache zu machen, ertönten plötzlich Greifvogel-Rufe vom Himmel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst konnte ich nur sechs schwarze Punkte erkennen, die über den Dächern des Waldstraßenviertels kreisten.  Aber innerhalb kurzer Zeit waren die Vögel so nah, dass Silhouetten und Farben keinen Zweifel ließen: Am Elstermühlgraben hatten sich sieben Wanderfalken eingefunden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">War das ein Elternpaar mit seinen gerade flügge gewordenen Kindern? Oder eine Schar Jungvögel? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch nie hatte ich so viele Falken gleichzeitig gesehen! Und dann auch noch in der Leipziger Innenstadt! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das so seltsame wie seltene Schauspiel absorbierte mich. Ich stand, den Kopf in den Nacken gelegt, und starrte abwechselnd auf die kreisenden Raubvögel am Himmel und den einen auf dem Dachfirst, lauschte ihren schrillen Schreien, die das gleichmäßige Rauschen des Verkehrs auf dem Ring übertönten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer gefühlten Ewigkeit schreckte mich ein Gedanke aus meiner Trance: In einer halben Stunde ging mein Zug nach Berlin!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wandte mich schweren Herzens ab und machte mich auf den Weg in die Fußgängerzone in der Annahme, ich würde die Vögel zurücklassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ein paar Minuten später &#8211; ich hatte inzwischen den Ring überquert &#8211; ertönten erneut schrille Raubvogel-Rufe. Der Falke, den ich zuerst entdeckt hatte, war über den Goerdelerring geflogen und saß jetzt auf dem Dachfirst eines Hauses am Richard-Wagner-Platz. Über ihm kreisten die anderen sechs Wanderfalken. Ihre Schreie halten über die belebte Fußgängerzone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu meinem Erstaunen schien keiner der Passanten das seltene Ereignis zu registrieren. Niemand um mich blieb stehen, hob den Kopf und versuchte herauszufinden, woher die Rufe kamen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lediglich die Stadttauben verstanden, was es geschlagen hatte. Ein Schwarm schoss direkt an mir vorbei. Die Vögel flogen so tief, dass ihre Bäuche beinahe das ausgetretene Kopfsteinpflaster streiften. Innerhalb von Sekunden waren sie in einer dunklen Tordurchfahrt verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf meinem Weg durch die Altstadt begleiteten mich unaufhörlich die schrillen Schreie der Wanderfalken. Im Schutz von Dachfirsten und Erkern kauerten Tauben in Todesangst. Die frechen Spatzen, die sich sonst um die Essensreste an den Mülleimern balgten, waren verschwunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber keiner der Passanten realisierte, dass er gerade gerade ein ornithologisches Kriegsgebiet durchquerte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Himmel kreisten sieben ununterbrochen schreiende Wanderfalken &#8211; auch der vom Dachfirst hatte sich jetzt seinen Artgenossen angeschlossen &#8211; am Boden war alles Gurren, Piepen und Singen verstummt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich die Altstadt durchquerte, schraubten sich die Falken höher und höher in den Herbsthimmel. Ihre schrillen Schreie wurden schwächer, bis sie vom Straßenlärm verschluckt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich &#8211; kurz vor dem Hauptbahnhof &#8211; am Unteren Park angekommen war, sangen dort die Amseln in den Bäumen. Ein Pulk Spatzen stritt sich, laut zschirpend, um die Reste eines Brötchens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raubvögel waren verschwunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Fahrt nach Berlin starrte ich aus dem Fenster des ICE auf die ausgedörrten Wälder Brandenburgs. In meinen Ohren klangen immer noch die schrillen Schreie der sieben Wanderfalken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie waren wahrhaftig ein Zeichen gewesen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur: Was es zu bedeuten hatte, war mir nicht zugänglich.</p>
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