Während der Vorbereitungen des Online-Teachings für Sur werde ich mit einer Überraschung konfrontiert…

Die Zusage des nepalesischen Rinpoche, meiner Sangha mit Hilfe eines Online-Teachings das tibetisch-buddhistische Rauchopfer Sur zu lehren, löst hektische Betriebsamkeit aus. https://www.water-runs-east.eu/eingebung/
Der Meditationsraum in der Spirituellen WG ist zu klein für das Teaching. https://www.water-runs-east.eu/sitzgruppe/
Esther plant um. Aus ihrer Bibliothek macht sie einen neuen Teaching- und Meditationsraum. Der – beschließen wir – müsste groß genug für das Online-Teaching sein. Denn das soll hier in der Spirituellen WG stattfinden. Die Sangha braucht nicht nur Belehrungen und Einweihung – das Rauchopfer Sur muss auch geübt werden. Nachdem das im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum nicht möglich ist, bleibt nur der Garten der WG. https://www.water-runs-east.eu/sur/
Die Technik ist ein weiteres Problem, das uns umtreibt. Ich diskutiere im Freundeskreis und in der Sangha verschiedene Möglichkeiten einer kostenlosen Online-Übertragung. Immer in der Hoffnung, dass Rinpoche im fernen Kathmandu technisch kompatibel mit uns sein wird.
Gleichzeitig suchen Rinpoche und ich via WhatsApp nach passenden Terminen: zwei Mal eineinhalb Stunden veranschlagt der für das Teaching und die Einweihung. Er ist ein vielbeschäftigter Mann. Dazu kommt die Zeitverschiebung.
Er schlägt mir zwei Tage im August vor. Da sind in Deutschland alle im Urlaub, schreibe ich ihm zurück. Erst ab September würde das Teaching Sinn machen.
Da müsse er sehen…
Am Abend rufe ich Facebook auf und verstehe mit einem Mal, warum Rinpoche nicht sicher ist, ob er uns im September ein Online-Teaching geben kann.
Er ist von September bis November in Europa!
Jemand, den ich nicht persönlich kenne, aber auf Facebook befreundet bin – keine Ahnung seit wann und wieso – hat eine lange Liste gepostet: Darauf alle Termine für Retreats und Teachings meines Rinpoche! In der Slowakei – lese ich – geht es los. Danach stehen mehrere Orte in Deutschland auf dem Plan, gefolgt von Polen.
Mit tibetisch-buddhistischen Lehrern zu kommunizieren ist eine Kunst – in der ich nicht sehr bewandert bin. Das führt mir der Facebook-Post des unbekannten Jörg wieder einmal vor Augen.
Ich hätte Rinpoche danach fragen müssen, ob er nach Europa kommt!
Vielleicht möchte er ja auch Berlin besuchen? Wer weiß…
Nachdem ich mit Esther gesprochen habe, schicke ich via WhatsApp eine offizielle Einladung nach Nepal: Wie sehr wir uns doch freuen würden, wenn Rinpoche zu uns käme und sein Teaching persönlich, live und vor Ort abhalten könnte!
Während ich das tippe, ist mir bewusst, dass die Chancen einer Zusage äußerst gering sind. Rinpoche ist sicher schon komplett verplant. Nur extrem gutes Karma, Glück – what´s ever – wird ihn zu uns bringen.
„We will see“, kommt es zurück.
Immerhin keine Absage.
Während des Augustes suchen Rinpoche und ich nach einem Termin für seinen Besuch. Er möchte wirklich gerne kommen, merke ich. Das freut mich sehr.
Rinpoche ist mein Herzens-Lama.
Nur: Es ist kompliziert. Er kann nur im Oktober. Da hat aber niemand aus der Sangha Zeit für ihn. In diesem Monat jagt eine Veranstaltung die nächste im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum von Friedrichshain. Alle, die zum Teaching kommen wollen, werden dort gebraucht.
Es wird wohl nichts werden, denke ich Ende August frustriert. Vielleicht im nächsten Jahr…
Zwei Tage später bekomme ich eine Nachricht von Rinpoche: Er könne vom 12.09.-14.09. kommen.
Bingo!
Das ist das einzige Wochenende in drei Monaten, in denen im Tibetisch-Buddhistischen Zentrum keine Veranstaltungen stattfinden!
Ich versichere Rinpoche, wie sehr wir uns alle auf seinen Besuch freuen! Und ich verspreche ihm, dass ich alles tun werde, damit er ein erfolgreiches Teaching in der Spirituellen WG abhalten kann.
Danach muss ich mich erst einmal setzen. Ich stehe unter Schock!
Wir werden einen leibhaftigen Rinpoche zu Gast haben!
Und ich muss das erste Mal in meinem Leben ein Teaching organisieren…
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