Ein unerwartetes Ereignis macht meine Zukunftspläne zunichte und versetzt mein Ego in Angst und Schrecken…

Die innere Gewissheit, ich würde in naher Zukunft in die gemütliche Altbauwohnung des Schutzengels Israfel in Berlin-Friedrichshain einziehen, hält gerade einmal eine Woche. https://www.water-runs-east.eu/probe-wohnen/
Ein paar Tage bevor der ereignisreiche September sein Ende findet, meldet sich Karma mit einer schallenden Ohrfeige. https://www.water-runs-east.eu/falken/
Sie erreicht mich in Form einer E-Mail. Gefolgt von einem Telefonanruf.
Am anderen Ende: mein altes Leben.
Die letzten Septembertage verbringe ich damit, die Tragweite der über mich hereinbrechenden Ereignisse zu verdauen.
Und ihre Konsequenzen.
Am ersten Oktober lelefoniere ich mit Israfel. Und teile ihm mit, dass ich leider nicht bei ihm einziehen kann. Die Hiobsbotschaft aus meiner unabgeschlossenen Vergangenheit hat dafür gesorgt, dass ich nicht mehr die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen erfülle, um einen Mietvertrag für seine Wohnung zu erhalten.
In den Tagen vor dem Gespräch mit Israfel war ich gezwungen, eine harte Entscheidung zu treffen.
Es war meine Innere Stimme, die nüchtern beschloss, in den Krieg zu ziehen. Wenn es notwendig war, für Dharma und Sangha die Klinge zu kreuzen – wohlan! https://www.water-runs-east.eu/zuflucht/
Das Ego war – nachdem es die Mail gelesen und dem Telefonat gelauscht hatte – in panischer Angst unter die Bettdecke gekrochen. Dort bibberte es seit Tagen vor sich hin. Als es realisierte, wozu die Innere Stimme bereit war, heulte es hohl auf, kniff die Augen zusammen, hielt sich unter der Decke die Ohren zu und stellte sich tot. https://www.water-runs-east.eu/schizophrene-beziehungskrise/
Seufzend nehme ich am frühen Morgen des 2. Oktober auf meinem Meditationskissen Platz. Über dem schönen Waldstraßenviertel hängt die Finsternis des Herbstes. Meine verwunschenen Mitbewohner schlafen noch.
In die Stille hinein knarren die ausgetretenen Dielen des Flurs. Der Theurang hat sein Versteck auf der Garderobe verlassen und presst seine Nase von Außen gegen den Spalt meiner Zimmertür. Ausgehungert wie er ist, versucht er, etwas von der positiven Energie meiner Morgenmeditation abzubekommen. https://www.water-runs-east.eu/spirits/
Ich sitze auf meinem Kissen, atme in der Dunkelheit und lausche seinem gierigen Schnüffeln.
„Alles wird gut!“, flüstert mir meine Innere Stimme ins Ohr. „Vertrau mir!“
Schreibe einen Kommentar