Dank intensiver Meditationspraxis gelange ich zu tiefer Ruhe – und werde mit einem verdrängten Kindheitstrauma konfrontiert…

Mein erstes Rohatsu – das intensive Zen-Retreat zur Feier von Buddhas Erwachen lässt mich Stille in bisher unbekannter Weise erfahren.
Mit harschen Konsequenzen: Am vorletzten Tag der Rohatsu überfällt mich eine Panikattacke. Die erste meines Lebens!
Mein Zen-Lehrer Alexander, zu dem ich mich – schlotternd vor Angst – ins Dokusan flüchtete, reagierte mit ungewohnter Besorgnis.
Ich solle nicht mehr im Sitzen meditieren, trug er mir auf, stattdessen Gehmeditation praktizieren. Es bestehe die Gefahr der Retraumatisierung! Möglicherweise wäre ich auf ein verdrängtes Trauma gestoßen.
In dieser Nacht übernahmen meine Chakra-Tiere das Kommando. https://www.water-runs-east.eu/sterben-oder-tee-trinken/
In Form eines Albtraums: ein riesiger Eisbär tötete mein geliebtes Sakral-Chakra-Tier, einen Braunbären!
Während in meinem Inneren die anderen Chakra-Tiere in tiefer Trauer den zerfleischten Braunbären beerdigten, packte ich meinen Koffer, verabschiedete mich von meinen Mit-Praktizierenden und fuhr nach Hause.
Sylvester verbrachte ich im Krankenhaus: Bandscheibenvorfall. Ich litt an Schmerzen und Angstzuständen. Meine Chakra-Tiere litten ebenfalls: sie fürchteten sich vor dem bösen Eisbären, der irgendwo in meinem Inneren Kosmos auf sie lauerte.
Glücklicherweise schenkte mir Karma eine wunderbare Trauma-Therapeutin! Friederike Burkhard, Anfang 70 und erfahrene Systemische Therapeutin, war entzückt von meinen Chakra-Tieren, bewunderte meine selbstgemalten und geschriebenen Bildergeschichten und war gerne bereit, meinen Inneren Kosmos bei der Durcharbeitung meines Kindheitstraumas zu begleiten.
Denn – so stellte sich heraus – meine Chakra-Tiere erledigten die Trauma-Arbeit faktisch im Alleingang! Zweimal in der Woche präsentierte ich Friederike die Erlebnisse, Einsichten und magischen Tätigkeiten meiner Tiere. Sie fanden immer eine Lösung! In dieser intensiven Zeit mit ihnen lernte ich, dass sie sogar zaubern können!
Friederikes größte Leistung – für die ich sie immer bewundern werde – lag in ihrer vollkommenen Offenheit und Furchtlosigkeit. Sie ließ sich weder von meinen Erinnerungen noch von meinem Inneren Kosmos aus der Fassung bringen. Ihre unbeirrte lebenserfahren Stärke trug mich durch diese harten Zeit.
Eine weitere Hilfe waren luzide Träume.. Die begleiten mich schon seit meiner Kindheit. Allerdings konnte ich sie nie bewusst herstellen. Ab und zu passierte es einfach. Nachdem mir während der Trauma-Therapie ein luzider Zustand dazu verholfen hatte, einen schlimmen Albtraum zu einem positiven Ende zu bringen, beschloss ich, an dieser Fähigkeit zu arbeiten.
Meine Recherche ließ mich auf „Traum-Yoga“ von Tenzin Wangyal stoßen. Ein Goldmann-Taschenbuch.
Mein erster Kontakt mit tibetischem Tantra.
Gequält von heftigen Albträumen fiel es mir nicht schwer, die Motivation aufzubringen, mich dem anspruchsvollen Übungsprogramm des Buches zu unterwerfen.
Abend für Abend praktizierte ich zum Einstieg „Guru-Yoga“. Dafür visualisierte ich einen – im Buch beschriebenen – Guru namens Tapiriza und erhielt von ihm reinigende Energiestrahlen in meine Chakren. Danach ging ich zu Bett und absolvierte im Drei-Stunden-Takt während der Nacht die vorgegebenen Visualisierungs-, Atem- und Mantra-Rezitationsübungen. Immer mit Fokus auf einem Chakra.
Tagsüber versuchte ich, wie im Buch empfohlen, in einem „Traum-Zustand“ zu verweilen. Denn – so lernte ich von Tenzil Wangyal – im buddhistischen Tantra gilt der Wachzustand als „Traum“, der luzide Traumzustand dagegen als „Wachheit“.
Ergebnis: Es funktionierte super! Nach kurzer Zeit war ich allen Albträumen gewachsen! Um den Preis, dass ich tagsüber chronisch übermüdet und in einem seltsam vagen Zustand durchs Leben ging. Ich fand: das war es wert!
Schließlich gelang es meinen Chakra-Tieren, Frieden mit dem wilden Eisbären zu schließen. Durch ihr liebendes Bemühen um ihn – und ihre magischen Fähigkeiten – wurde er Teil der Gemeinschaft. Das archaische Ritual, dass die Tiere vor meinen inneren Augen mit dem Eisbären vollzogen, in dessen Verlauf er sich in einen mächtigen starken Braunbären verwandelte, war eine der verblüffendsten – und beglückendsten – Erfahrungen meines Lebens.
Damit war meine Trauma-Therapie abgeschlossen.
Kurze Zeit später erhielt ich die Einladung. Genauer: meine Tiere erhielten sie!
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